AMD Ryzen 7000: Erste A620-Mainboards für deutlich unter 100 Euro im Handel

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AMD Ryzen 7000
Quelle: AMD

Nachdem zuvor die ersten Bilder eines A620-Mainboards für AMD Ryzen 7000 aufgetaucht waren, finden sich jetzt erste Hauptplatinen für deutlich unter 100 Euro im Handel wieder. Damit könnte die vormals als zu teuer abgestempelte AM5-Plattform für Anwender deutlich interessanter werden und Intels Raptor Lake-S viele Kunden abgraben.

Nachdem zuvor die ersten Bilder eines A620-Mainboards für Ryzen 7000 ("Raphael") aufgetaucht waren, finden sich jetzt erste Hauptplatinen für deutlich unter 100 Euro im Handel wieder. Damit könnte AMDs zuvor oftmals als deutlich zu teuer abgestempelte AM5-Plattform für Anwender deutlich interessanter werden. Das Gesamtpaket aus Ryzen 7000, A620-Chipsatz und günstigen DDR5-Speichermodulen könnte der aktuellen Core-i-13000-Serie ("Raptor Lake") zukünftig Kunden abgraben.

Einstieg in AM5 wird deutlich günstiger

Nachdem AMD bereits zur Vorstellung der vier AM5-Chipsätze X670E, X670, B650E und B650E günstiger Mainboards ab 125 US-Dollar in Aussicht gestellt hatte, scheinen die ersten Platinen auf. Basis des A620-Chipsatzes dieses Versprechen jetzt nicht nur wahr machen zu können, sondern sogar sehr deutlich zu unterbieten. Die ersten Hauptplatinen haben bereits den europäischen Einzelhandel erreicht und unterschreiten diese Grenze mit Preisen ab 87,55 Euro deutlich.

MSI PRO A620M-E macht für 88 Euro im Handel

Der polnische Einzelhändler Edis Computer hat mit dem MSI PRO A620M-E die zurzeit günstigste AM5-Hauptplatine im Angebot und ruft für das A620-Mainboard einen Preis von rund 88 Euro auf. Abzüglich des in den USA in jedem Bundesstaat unterschiedlich hoch angesetzen Steuersatzes, entspricht das einem Preis von rund 79 US-Dollar.

MSI PRO A620M-E Quelle: Edis Computer MSI PRO A620M-E Auch das bereits durchgesickerte ASRock A620M-HDV/M.2 soll sich im Preisbereich zwischen 80 und 100 US-Dollar einsortieren, während einfache B650-Mainboards zukünftig bei 125 US-Dollar starten sollen.

Auch ASRock peilt Preise unter 100 Euro an

Das erste A620-Mainboard von ASRock war ebenfalls bereits kurzfristig für rund 90 Euro gelistet. Weitere Platinen sollen sich in etwa in dieser Region positionieren, womit sich die AM5-Plattform auf einen Schlag deutlich attraktiver aufstellen würde.

Weitere A620-Mainboards sollen folgen

Wie der für solche Vorabveröffentlichungen bekannte Twitter-Nutzer @momomo_us herausgefunden hat, werden bereits drei A620-Mainboards von Gigabyte in der EEC-Handelsdatenbank geführt. Namentlich genannt werden folgende Modelle:

  • Gigabyte A620M Gaming X AX
  • Gigabyte A620M Gaming X
  • Gigabyte A620M C

Zudem sollen neben ASRock, Gigabyte und MSI auch Asus und Biostar entsprechende A620-Mainboards in Planung haben, die ebenfalls zeitnah erscheinen dürften.

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        So richtig gute Kopfhörer sind das dann allerdings auch nicht
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        So richtig gute Kopfhörer sind das dann allerdings auch nicht
      • Von Inras Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Der ALC1220 ist kein "Billig Soundchip", sondern war zu seiner Zeit das High-End-Modell und ist bis heute mit minimalem Rückstand zu Platz zwei (ALC4080) der drittbeste Codec am Markt
        Sorry. Ich kenn mich da null aus. Aber für viele ist alles was keine externe Lösung oder eine separate Soundkarte ist eben "Billig". Ich wusste nur, dass der ALC1220 - wie auf meinem ASUS PRIME X370-PRO - zu den besseren gehört. Das wars dann auch schon ^^
      • Von Gast1697145001
        Zitat von PCGH_Torsten
        ALC897-Einsteiger-Sound. Sowas war zu frühen Sockel-AM4-Zeiten auf 100-Euro-Platinen zu finden.

        Was uns jetzt bei A620 erwartet, wenn der Preis noch einmal halbiert werden muss? Mal schauen. (Und ja: Schauen. Besser erstmal nicht hören. )
        Stimmt. Aber es ist leider alles teurer geworden ( )
        und als "Audiophiler" nutze ich seit 2002 immer Soundkarten
        & Hi-Fi Kopfhörer aus dem 80-150€ Preisbereich

        Da kann der Onboard-Sound noch so gut oder schlecht sein.
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        Da ist dann ein MOS SID 6581 drauf

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        Den 1220er hab ich auf allen meinen (nicht eben niedrigpreisigen) AM4-Brettern drauf, ist schon sehr tauglich.
        Drunter würde ich nicht wollen, allerdings kommt AM5 bei mir ja erstmal sowieso nicht.
        Auf AM3+ gibts noch die 892er-Serie, und irgendwas drunter ist auf anderen, rumliegenden Boards
        auch noch verbaut. Ich sollte mal wieder ausmisten ...
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von SlaveToTheRave
        Die Preise sind schon einmal O.K.
        Derartige Boards haben bisher meist zw. 55-80€ gekostet
        und reichen idR auch für Gaming.

        Als mir 2015 mein Z77 Mainboard verreckte, musste
        ich meinen i7 3770K auch auf einem kleinen H61 Board weiter betreiben,
        weils kein anderes mehr neu gab.

        Probleme gab es dabei keine.
        Und für die meisten Office/Multimedia PCs für Familie/Bekannte verbaue ich normalerweise
        auch nichts anderes.
        Ich will die Party ja nicht sprengen, aber "derartige Boards" haben bislang vermutlich nicht 70 bis 80 Euro bekommen. Für 80 Euro gab es mit Glück ein Asrock B550M Pro 4, das sich schon vom I/O-Hub her eine ganze Klasse höher. Das MSI A520M-A ist hingegen ein 60-Euro-Board und ein MSI ...M-E ist noch einmal rund 50 Euro/40 Prozent günstiger als ein MSI ...M-A Pro.
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        Ein A520M-E, das es nie gab, wäre nach dieser Logik ein 40-Euro-Design gewesen und jetzt werden für das A620M-E 90-100 Euro aufgerufen.

        Zitat von Inras
        Also wegen "Billig Soundchip". Mir hat sowas wie der Realtek-ALC1220 eigentlich immer gereicht. Saß sowieso meist mit USB-Headset vor dem Rechner. Erst mit einem beyerdynamic Headset habe ich gemerkt, dass das nicht mit dem onboard Chip nicht reicht. Das ist wohl auch ein Grund warum das eben fast überall verbaut wird. Günstig und reicht für den Großteil der Kunden.

        Die Frage ist eher was denn beim A620 so alles beschnitten?
        Der ALC1220 ist kein "Billig Soundchip", sondern war zu seiner Zeit das High-End-Modell und ist bis heute mit minimalem Rückstand zu Platz zwei (ALC4080) der drittbeste Codec am Markt. In Reinform habe ich ihn bei AM5 auf dem 290-Euro-Biostar B650EGTQ gesehen, mit zusätzlichen OPPAMP auf dem NZXT N7 B650E 350 Euro und externem DAC auf dem Gigabyte B650E Master. Das X670E Xtreme (740 Euro) trägt ebenfalls diesen Codec, in dieser ergänzten Version ist das also absolute Luxus-Klasse. Die selten gewordene untere Mittelklasse mit ALC898/ALC1200 hatte ich einmal für 230 Euro (TUF B650-Plus), aber die Masse der getesten AM5-Mainboards zwischen 180 und 300 Euro haben nur noch einmal hörbar schlechteren ALC897-Einsteiger-Sound. Sowas war zu frühen Sockel-AM4-Zeiten auf 100-Euro-Platinen zu finden.

        Was uns jetzt bei A620 erwartet, wenn der Preis noch einmal halbiert werden muss? Mal schauen. (Und ja: Schauen. Besser erstmal nicht höhren. )
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