A620-Mainboards: Neuer AMD-Chipsatz ohne PCIe-5-Support, aber mit RAM-Übertaktung

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Die auf dem A620-Chipsatz basierenden Einsteiger-Mainboards werden wohl keine Unterstützung für PCI-Express 5.0 mitbringen - wohl aber das Übertakten vom Arbeitsspeicher gestatten.
Quelle: Aqua Computer

Zu den kommenden Einsteiger-Mainboards mit A620-I/O-Hub kursieren erste Leaks: So soll der Chipsatz auf PCI-Express Gen5 sowie die Möglichkeit zur CPU-Übertaktung verzichten, dafür aber das Übertakten des Arbeitsspeichers ermöglichen.

Nachdem die ersten AM5-Mainboards mit dem I/O-Hub A620 von Asus und Gigabyte gesichtet wurden, die für einen günstigen Einstieg in die Wellt der Zen-4-Prozessoren sorgen sollen, machen erste Spezifikationen die Runde. Wie der Leaker chi11eddog, der seinerseits bereits mehrfach mit korrekten Vorabinformationen als zuverlässige Quelle auf sich aufmerksam machen konnte, auf Twitter berichtet, liegen ihm konkrete Informationen zu den kommenden A620-Mainboards vor.

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Demzufolge sollen die neuen AMD-Mainboards mit A620 I/O-Hub ebenso wie die B650-Modelle auf 28 CPU-PCIe-Lanes setzen, allerdings nur PCI-Express Gen 4 unterstützen - die Mainboards mit B650-Chipsatz können in ihrer Extreme-Variante immerhin auch auf den aktuelleren PCIe-5-Standard setzen. Ebenfalls abgestuft wird die Kompatibilität der Chipsatz-PCIe-Lanes, die in den A620-Mainboards nur noch Gen3-Support aufweisen kann.

Wie für Einsteiger-Mainboards gewöhnlich, werden auch die kommenden A620-Modelle keine Übertaktung des jeweiligen Prozessors erlauben. Immerhin ist dafür das Übertakten des Arbeitsspeichers möglich. Ob es sich hierbei um AMDs EXPO-Profile handelt oder ein manuelles RAM-Overclocking gemeint ist, geht aus dem Leak nicht hervor, zumal bei der Vorgängergeneration rund um die A520-Mainboards trotz anderslautender Pläne das Übertakten des Arbeitsspeichers via BLCK-Anpassung immer noch möglich war.

Offizielle Bestätigungen seitens AMD stehen weiterhin aus, allerdings dürfte es angesichts der immer häufiger auftauchenden Leaks und Gerüchte nicht mehr lange dauern, bis ein Release der A620-Mainboards erfolgt - womöglich zum verhältnismäßig günstigen Preis von 125 US-Dollar, den AMD im Zuge der AM5-Vorstellung als Einstiegspreis für seine Boards nannte.

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    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Da erzählen die Board-Partner etwas ganz anderes. Die mögen es eigentlich, wenn ihre Produkte eine lange Lebensdauer haben, denn Entwicklung kostet Geld und "alte" Lagerbestände kann man quasi abschreiben, wenn eine kaum veränderte Generation mit neuer Nummer folgt. Ich weiß bis heute, wie die Hersteller über den Z370 gekotzt haben, während langlebige Umgebungen wie X570 sogar das Potenzial für eine optimierte zweite Generation boten. Die meiste Zeit über ist man aber damit beschäftigt, jede sich bietende Lücke im Preisgefüge zu besetzen, bevor es ein Mitbewerber macht – wenn das denn möglich ist. Aktuell heulen sich die Produktmanager darüber aus, dass sie keine Ahnung haben, wie sie ihre Verkaufsziele erreichen sollen, solange es nur "teuer" und "veraltet" gibt, aber keine aktuelle Mittelklasse. Selber der B760 ist für Budget schon zu groß, der B650E allemal. Deswegen wird letzterer auch so oft explizit im (ex-X570-)High-End-Bereich platziert oder an Übertakter vermarktet (was mit dem B760 nicht geht wegen der Sperren): Nur dort kann man die nötigen Preise für so aufwendige Platinen überhaupt verlangen.

        Aber das ist ein winziger Markt, die Masse an Umsatz macht man traditionell viel tiefer und da gibt es aktuell nichts. Einige günstige B550-Platinen sind schon zweimal weitestgehend aus den Preisvergleichen verschwunden oder waren über einen Monat lang praktisch gar nicht lieferbar. Sie wurden also offensichtlich von den Händlern ausgelistet respektive die Produktion wurde eingestellt, wie das zweieinhalb Jahre nach Erscheinen und ein halbes nach Vorstellung eines nominellen Nachfolgers ja auch üblich wäre. Aber dann kamen sie doch wieder zurück ins Sortiment, weil es eben de facto keinen Nachfolger gibt und die Käufer eine weitere Preiseskalation einfach verweigern.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Da erzählen die Board-Partner etwas ganz anderes. Die mögen es eigentlich, wenn ihre Produkte eine lange Lebensdauer haben, denn Entwicklung kostet Geld und "alte" Lagerbestände kann man quasi abschreiben, wenn eine kaum veränderte Generation mit neuer Nummer folgt. Ich weiß bis heute, wie die Hersteller über den Z370 gekotzt haben, während langlebige Umgebungen wie X570 sogar das Potenzial für eine optimierte zweite Generation boten. Die meiste Zeit über ist man aber damit beschäftigt, jede sich bietende Lücke im Preisgefüge zu besetzen, bevor es ein Mitbewerber macht – wenn das denn möglich ist. Aktuell heulen sich die Produktmanager darüber aus, dass sie keine Ahnung haben, wie sie ihre Verkaufsziele erreichen sollen, solange es nur "teuer" und "veraltet" gibt, aber keine aktuelle Mittelklasse. Selber der B760 ist für Budget schon zu groß, der B650E allemal. Deswegen wird letzterer auch so oft explizit im (ex-X570-)High-End-Bereich platziert oder an Übertakter vermarktet (was mit dem B760 nicht geht wegen der Sperren): Nur dort kann man die nötigen Preise für so aufwendige Platinen überhaupt verlangen.

        Aber das ist ein winziger Markt, die Masse an Umsatz macht man traditionell viel tiefer und da gibt es aktuell nichts. Einige günstige B550-Platinen sind schon zweimal weitestgehend aus den Preisvergleichen verschwunden oder waren über einen Monat lang praktisch gar nicht lieferbar. Sie wurden also offensichtlich von den Händlern ausgelistet respektive die Produktion wurde eingestellt, wie das zweieinhalb Jahre nach Erscheinen und ein halbes nach Vorstellung eines nominellen Nachfolgers ja auch üblich wäre. Aber dann kamen sie doch wieder zurück ins Sortiment, weil es eben de facto keinen Nachfolger gibt und die Käufer eine weitere Preiseskalation einfach verweigern.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Eine nette Umschreibung für "Es ist lukrativer, Kunden zu teureren Produkten als benötigt zu zwingen."
        Natürlich ist es das. Die AIBs verkaufen lieber völlig überteuerte +400€ Boards als dem Kunden ein brauchbares 150€ anzubieten. Und AMD verdient daran eben mit, durch die unterschiedlichen Preise beim Chipsatz.
        Zitat von PCGH_Torsten
        B350 und B450 waren damals so extrem populär, weil sie zwar weniger Schnittstellen als ein X370/X470 hatten, aber jede einzelne davon lief mit der gleichen Geschwindigkeit und da jeweils wenigstens 2-3 vorhanden waren, reichten es quantitativ für >90 Prozent der Anwender.
        Und genau das will/wollte man denke ich sehr bewusst vermeiden. Wenn man betrachtet wie viele User schlicht B550/x570s "übersprungen" haben, weil es einfach nicht notwendig ist. Die Ryzen5000 laufen auch prima auf den alten Brettern. Aus Sicht der AIBs ein Alptraum. Die Neukunden konnte man zwar später durch die gesunken Preise zum Kauf von B550 bewegen aber viele brauchten eben nur eine neue CPU zum aufrüsten. Gut für AMD.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Shinna
        Aus Sicht von AMD macht es aber halt keinen Sinn. Derartige Boards wären kaum günstiger herzustellen. Die Abgrenzung zu B650(E) und x670(E) ist dann kaum noch vorhanden - abseits von "Konnektivität". Und das ist ja jetzt bereits "problematisch".
        Eine nette Umschreibung für "Es ist lukrativer, Kunden zu teureren Produkten als benötigt zu zwingen."

        Zitat
        Das gleiche hatten wir doch schon bei x570/B550/A520 und den "downgraded B550 Gen3" Boards von MSI. Da hat auch kein Hahn nach gekräht.
        Genauso wie heute kein Hahn nach B650-ohne-E krähen würde, wenn es A620-mit-E-und-OC gäbe.
        B350 und B450 waren damals so extrem populär, weil sie zwar weniger Schnittstellen als ein X370/X470 hatten, aber jede einzelne davon lief mit der gleichen Geschwindigkeit und da jeweils wenigstens 2-3 vorhanden waren, reichten es quantitativ für >90 Prozent der Anwender. Und an daran hat sich bis heute nicht so viel geändert, aber die Leute wollen an den wenigen genutzten Schnittstellen die volle, jeweils aktuelle Geschwindigkeit haben. Das der B550 selbst mehr Ressourcen als der B450 bot, diese aber gegenüber dem X570 eine Generation hinterherhinkten, war bereits ein Schritt in die falsche Richtung. Den Rest der Platine auch noch so zu gestalten, dass nicht einmal die CPU-eigenen Schnittstellen mit voller Leistung laufen, dementsprechend ein Fail.

        Der B650 setzt diese Linie fort: Noch einmal deutlich mehr Schnittstellen, aber wer diese mit voller Leistung betreiben will, muss B650E kaufen. Sollte man mehr als einen State-Of-The-Art-USB-Port wollen, braucht man sogar X670E. (Zur Erinnerung: Schon der B350 bot zweimal das damals schnellste native USB. Was kein unwichtiger Selling-Point gegenüber Intel war und teilweise für deutlich unter 100 Euro zu bekommen. Heute zahlt man knapp 300.)
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        ja wenn dann in Zukunft mit solch ein Mainbaord auch die Top Modelle ala ryzen 9 7950x ohne Probleme betreiben lässt und somit auch die Spannung nach nach unten sich stellen lässt.Man braucht halt nur ne neue Plattform für die CPU.Und so ganz viele Sata Anschlüsse brauche ich auch nicht,also wird das mit dem A620 dann sowas funktionieren.WEil so richtig viel weis man ja leider noch immer nicht wie ich finde.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        aber AMD sollte meiner Meinung nach die Wahl lassen und auch "A620E" erlauben.
        Aus Sicht von AMD macht es aber halt keinen Sinn. Derartige Boards wären kaum günstiger herzustellen. Die Abgrenzung zu B650(E) und x670(E) ist dann kaum noch vorhanden - abseits von "Konnektivität". Und das ist ja jetzt bereits "problematisch".

        Das gleiche hatten wir doch schon bei x570/B550/A520 und den "downgraded B550 Gen3" Boards von MSI. Da hat auch kein Hahn nach gekräht.
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        Natürlich wäre es wünschenswert wenn ich als Kunde die Wahl hätte. Wenn man für Dinge die man nicht benötigt letztlich nicht bezahlen müsste. Aber AMD "benötigt" aktuell nur eines. Einen sehr günstigen Einstieg in die AM5 Plattform. Zum einen für die SI/OEM und auch für den DIY Markt. Dort steht immer noch die Aussage im Raum: Der Einstieg wird ab 125$ beginnen. Bei knapp 170€ fängt es aktuell an. Irgendwo muss eben noch mehr eingespart werden. Wo soll die Differenz noch herkommen wenn man sowas als Basis nimmt?
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