Razer Mamba und Firefly Hyperflux: Razers drahtlose Maus mit bunt beleuchtetem Induktionslade-Pad im Test
Logitech und Corsair haben mit dem Powerplay Pad und der G903 Lightspeed respektive der Dark Core RGB SE und dem MM1000 vorgelegt. Jetzt präsentiert auch Razer mit der Mamba Hyperflux und dem Firefly Hyperflux sein erstes Paket aus drahtloser Maus und Unterlage mit Induktionsladefunktion. Welche Technik bei dem bunt beleuchteten Bundle zum Einsatz kommt und wie es sich im praktischen Einsatz bewährt finden wir für Sie im Test heraus.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Razer Mamba und Firefly Hyperflux: Razers Induktionsladetechnologie im Detail
- 2 Razer Mamba Hyperflux: Neues Modell mit bewährten und lobenswerten Tugenden
- 3 Razer Firefly Hyperflux: Mehr als ein bunt beleuchteter Stromgeber
- 4 Razer Mamba und Firefly Hyperflux - Fazit: Ein sehr gute, aber eigenwillige Induktionslösung
Auf der CES 2018 hat Peripherie-Hersteller Razer mit der neuen Hyperflux-Reihe die "nächste Generation des Wireless-Gaming" vorgestellt und angepriesen. Bei der als Hyperflux bezeichneten Induktionsladetechnik sorgt ein magnetisches Feld im Firefly-Pad für die direkte Stromversorgung des kompatiblen, schnurlosen Mamba-Hyperflux-Modells. Anders als bei Logitechs G903 Lightspeed mit Powerplay-Pad respektive der Corsair Dark Core RGB SE mit der MM1000-Mausunterlage (Qi-Ladetechnik) fehlt der drahtlosen Mamba Hyperflux ein Akku oder Batterien. Laut Razer ist so gesichert, dass der Mamba Hyperflux niemals der Saft ausgeht und längere Wartezeiten für das "Nachtanken" von Strom erst gar nicht entstehen. Im Gegenzug muss die Razer Mamba ans Kabel, wenn sie nicht auf dem Firefly Hyperflux zum Einsatz kommt. Ob diese Magnetladetechnik praktikabler ausfällt als bei der Konkurrenz und ob der knackige Preis von 280 Euro im Verhältnis zum Gebotenen steht, zeigt der folgende Test.
Razer Mamba und Firefly Hyperflux: Razers Induktionsladetechnologie im Detail
Quelle: Razer
Razer Mamba und Firefly Hyperflux: Razers drahtlose Maus mit bunt beleuchtetem Induktionslade-Pad im Test (21)
Bevor wir die Mamba Hyperflux sowie das dazu gehörige Firefly-Mauspad unserem regulären Test mit finaler Note unterziehen, wollen wir zunächst einen genauen, aber durchaus auch kritischen Blick auf Razers als Hyperflux bezeichnete Magnetladetechnik werfen. Beim grundsätzlichen Funktionsprinzip unterscheidet sich Razers Hyperflux Induktionsladetechnologie nicht von Logitechs Powerplay- oder Corsairs Qi-Technik. Mithilfe von Hyperflux erzeugt auch das per USB-Anschluss mit dem Rechner verbundene Firefly Pad ein elektromagnetisches Feld, das per Induktionsladung den Strom drahtlos an die kompatible Mamba Hyperflux überträgt. Wie einleitend bereits erwähnt, befinden sich im Inneren der Mamba Hyperflux weder ein Akku noch Batterien. Um trotzdem eine kontinuierliche, drahtlose Stromversorgung garantieren zu können, stattet Razer die Mamba Hyperflux mit einem sogenannten Supercapacitor (Kondensator) aus (siehe Zeichnung), der permanent per Induktion geladen wird, solange sich die Maus auf den Firefly-Pad befindet (Nachlaufzeit ca. 8 Sekunden).
Quelle: Razer
Razer Mamba und Firefly Hyperflux: Razers drahtlose Maus mit bunt beleuchtetem Induktionslade-Pad im Test (20)
Der Grund, warum sich Razer für eine Induktionsladetechnik mit einer Maus ohne Batterien und Akku entscheidet, liegt auf der Hand. Einerseits will man die durch den Einsatz eines Akkus bedingte Aussetzer, beispielsweise wenn dieser leer ist, vermeiden. Andererseits, und das ist Razers Hauptargument für den Einsatz des superleichten Supercapacitors, will man dank Hyperflux Gewicht sparen und dem Gamer eine mit 96 Gramm wirklich leichte drahtlose Maus bieten. Wie Razer in der Zeichnung demonstriert, liegt das Gewicht der regulären Mamba Wirelss Chroma (2015) bei 125 Gramm, wobei 29 Gramm auf den Akku/die Batterie entfallen. Razers Entscheidung für eine drahtlose Maus ohne Stromspeicher kommt also dem Spielertyp zugute, der eine leichte Maus bevorzugt, die er mit geringem Krafteinsatz über die zwei Nutzflächen der Firefly-Mausunterlage manövrieren kann.
Die Gewichtsverringerung ist sicher positiv zu werten, trotzdem hat Razers Hyperflux Induktionsladelösung einen gravierenden Nachteil: Maus und Pad funktionieren stets nur im Team und wenn die Mamba Hyperflux auf einer anderen Oberfläche zum Einsatz kommen soll, muss sie an die Schnur. Sowohl Logitechs G903 Lightspeed als auch die Corsair Dark Core RGB SE sind dank vorhandener Akkus auch auf Standardunterlagen drahtlos nutzbar und kommunizieren zusätzlich per Empfänger (2,4 GHz Band und/oder Bluetooth Dongle bei der Corsair Dark Core RGB SE) mit dem Rechner. Hier müssen Sie dann nur in den verkabelten Modus wechseln, wenn sie den Akku laden wollen oder dieser bereits leer ist. Daher gibt es die Razer Mamba Hyperflux nur im Bundle mit dem Firefly-Hyperflux-Pad. Ob Spieler bereit sind, für das unflexible Hyperflux-Paket 280 Euro zu bezahlen, das werden spätestens die Verkaufszahlen zeigen.
Razer Mamba Hyperflux: Neues Modell mit bewährten und lobenswerten Tugenden
Quelle: PC Games Hardware
Razer Mamba und Firefly Hyperflux: Razers drahtlose Maus mit bunt beleuchtetem Induktionslade-Pad im Test (5)
Die Maus des Hyperflux-Bundles, die Mamba Hyperflux, ist ein drahtloses Mamba-Modell dessen Kondensator per Induktion geladen wird und das für eine optimale 2,4-GHz-Übertragung mit der Adaptive Frequency Technology ausgestattet ist. Letztgenannte Technologie war auch schon bei der Razer Mamba Chroma (2015) vorhanden. Die Profilwahltaste am Boden und die per Werkzeug modifizierbaren Haupttastendruckpunkte fehlen jedoch bei der Mamba Hyperflux. Unterschiede gibt es auch bei der Beleuchtung. Während die RGB-Dioden bei der Mamba von 2015 am Scrollrad und der Außenseite der Oberschale positioniert sind, erstrahlen bei der Mama Hyperflux das Mausrad und das Logo in buntem Licht. Das Firefly verfügt übrigens ebenfalls über eine RGB-Beleuchtung an der Unterseite. Die bunten Lichtspielereien stellen Sie in der anmeldepflichtigen Synapse-3-Software ein. Neben dem umfangreichen Makro-Editor können Sie hier auch die Lift-Off-Distanz (Sensorabstand) minimieren oder die Mamba Hyperflux auf die beiden Nutzflächen des Firefly-Pads kalibrieren. Die Bedienung von Synapse 3 ist intuitiv und wenig kompliziert. Wer jedoch anstelle der sieben voreingestellten Effekte lieber eigene Lichttricks erstellen möchte, benötigt etwas Übung.
Die restliche Ausstattung fällt gut aus und bietet mit einem Speicher für fünf Profile, einer fünfstufigen Dpi-Umschaltung, einer ARM-CPU für die Beleuchtungseffekte und Abtastmodifizierungen sowie einer möglichen Polling Rate von 1.000 Herz alles, was der Spieler von einer (Razer-)Gamer-Maus erwartet. Zur guten mit 1,83 bewerteten Ausstattung kommt noch eine sehr gute Ergonomie, da Razer bei der Mamba Hyperflux die Form des Vorgänger Mamba Wireless Chroma übernimmt. Lediglich die Struktur der Gummischicht über an den Seitenteilen respektive Griffbereichen für den Daumen und den Ringfinger haben sich geändert. So ist auch die Mamba Hyperflux sehr griffig und liegt bei Palm-Grip absolut geschmeidig in der Hand. Dazu kommt das geringe Gewicht, das sich vor allem beim Langzeiteinsatz positiv und weniger ermüdend für das Handgelenk auswirkt. Die Razer Mamba hatte für Spieler mit normal großen und sogar größeren Händen schon immer Handschmeichler-Qualität und das hat sich auch mit der 96 Gramm leichten Hyperflux-Variante nicht geändert.
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Bei der Leistung kann die Mamba Hyperflux wie schon ihr Vorgänger ebenfalls überzeugen. Das wichtigste: Razers Hyperflux Induktionsladetechnik hat nicht den geringsten Einfluss auf die Abtastleistung des optischen 5G-Sensors (IR-LED). Verzögerungen gibt es nicht und selbst schnelle Bewegungen und Richtungswechsel setzt die Mamba präzise und latzenzfrei um. Das gilt auch für die maximale Abtastrate von 16.000 Dpi, bei der die Rechtshändermaus sehr direkt aber durchaus kontrollierbar reagiert.
Razer Firefly Hyperflux: Mehr als ein bunt beleuchteter Stromgeber
Quelle: PC Games Hardware
Razer Mamba und Firefly Hyperflux: Razers drahtlose Maus mit bunt beleuchtetem Induktionslade-Pad im Test (2)
Der primäre Einsatzzweck der per USB mit dem PC verbundenen Firefly-Mausmatte ist natürlich das Laden des Kondensators in der Mamba Hyperflux. Doch Razer lässt sich nicht lumpen und spendiert dem Pad eine RGB-Beleuchtung, die sich auf der Unterseite an den äußeren Rändern rund um die Anti-Rutsch-Beschichtung aus Gummi befindet. Die schmale Lichtleiste ist in zwölf Segmente aufgeteilt, die per Synapse-3-Software manuell in verschieden Farben beleuchtete werden können. Liebhaber besonders farbenfrohen Lichtspielereien, wie Welle, Spektrum oder Feuer, finden die Effekte in der Vorauswahl unter "Beleuchtung > Chroma Studio". Die Lichttricks lassen sich sogar mit der Maus aber auch anderen Chroma-kompatiblen Geräten synchronisieren.
Das zweite Extra des absolut rutschfesten Razer Firefly Hyperflux sind die wechselbaren Nutzflächen (siehe Klickvergleich oben). Dieses Ausstattungsmerkmal hat beispielsweise auch das Logitechs Powerplay-Pad zu bieten, während beim Corsair-MM1000 nur eine mittelraue Hartplastik-Nutzfläche zu Verfügung steht. Der Vorteil von zwei verschiedenen Oberflächentypen: Der Spieler kann den Start- und Reibwiderstand, aber auch die Textur auf der er seine Maushand ablegt selbst, festlegen. Dabei bietet die bequeme und weiche Stoff-Nutzfläche eine spürbar höheren Widerstand, sodass für Mausbewegungen mehr Kraft benötigt wird. Auf der Hartplastikoberfläche hat die Maus kaum Reibwiderstand, sodass sie schon mit minimalem Kraftaufwand über das Firefly-Pad manövriert werden kann. Leider schwitzen Handballen und Handgelenk mehr, wenn sie auf einer Hartplastikfläche aufliegen.
Razer Mamba und Firefly Hyperflux - Fazit: Ein sehr gute, aber eigenwillige Induktionslösung
Razer geht mit seinem Paket aus einem bunt beleuchteten Lade-Pad mit zwei Nutzflächen und einer Maus, bei der man die Batterie durch einen speziellen Kondensator ersetzt, eigene Wege bei der Induktionsladetechnik. Bis auf die Tatsache, dass die Mamba Hyperflux nur mit Pad drahtlos genutzt werden kann, hat uns Razer Induktionslösung auch gefallen. Des Weiteren waren wir überrascht, wie positiv sich die Gewichtsverringerung auf das lange Arbeiten mit der kabellosen Mamba Firefly auswirkt. Letztere bietet nicht nur eine gute Ausstattung und eine für beide Griffstile sehr gute Ergonomie. Sie arbeitet auf dem Firefly auch präzise und ist zusätzlich immer aufgeladen sowie betriebsbereit. Somit ist das Paket durchaus empfehlenswert, der Preis ist mit 280 Euro allerdings zu hoch.
| Produkt | Mamba und Firefly Hyperflux |
|---|---|
| Hersteller/Vertieb (Webseite) | Razer (www.razer.com) |
| Preis/Preis-Leistung | Ca. 280,- Euro (Razer Mamba Hyperflux + Firefly Pad)/noch befriedigend |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1752316 (Maus und Pad) |
| Bauart/Anschluss | Drahtlos (2,4 GHz, Razer Hyperflux Technologie)/USB (Firefly-Pad) |
| Empfohlener Spielstil | Low-, Mid- und High-Sense |
| Ausstattung: | 1,83 |
| Abtastung/Lasertyp | Optisch (IR-LED)/5G-Sensor |
| Anzahl Tasten | 7 + Scrollrad |
| Max. Auflösung | 16.000 Dpi (+Untergrundkalibierung) |
| Kabellänge | Ca. 180/180 cm (Kabel Maus/Anschlusskabel Firefly-Pad) |
| Sonderausstattung | Drahtlos (Razer Hyperflux Technik), drahtlose Aufladung per Firefly-Pad mit Induktionsladung, Dpi-Umschaltung (5 Stufen, 100-Dpi-Schritte), ARM-CPU (Untergrundkalibrierung/Hubhöhe), alle Tasten frei programmierbar, Makrofunktion mit Speicher, Speicher für vier Profile, RGB-Beleuchtung (Mausrad und Hecklogo/sieben Beleuchtungseffekte inklusive permanenter Beleuchtung mit Farbwahl und Modifikationen wie Tempo), 1.000 MHz Polling Rate |
| Maße/Höhe/Kabellänge Induktionspad | 355 × 282 mm/5 mm/1,80 m |
| Anzahl Nutzflächen Induktionspad | Zwei (Hartplastik und Stoff) |
| Weitere Ausstattung Induktionspad | Pad RGB-bleuchteter Rahmen (Effekte: Sieben Beleuchtungseffekte inklusive permanenter Beleuchtung mit Farbwahl und Modifikationen) |
| Eigenschaften: | 1,30 |
| Geeignet für/Gewicht/Verabeitung | Rechtshänder/ca. 96 g/sehr gut |
| Druckpunkte Haupt-/Sondertasten | Sehr gut/gut bis sehr gut |
| Druckpunkt/Rasterung Scrollrad | Gut/seht gut |
| Funktionsumfang und Features Software | Gut bis sehr gut (Online-Software)/Lift-Off-Distanz verstellbar, Untergrundkallibrierung, keine Option für Angle-Snapping |
| Start-/Reibwiederstand Nutzfläche Pad | Gering (Stoff)/sehr gering (Hartplastik) |
| Rutschfestigkeit Induktionspad | Sehr gut |
| Leistung: | 1,21 |
| Ergonomie | Sehr gut (alle Griffstile) |
| Präzision/1.000 Hz Polling-Rate | Sehr gut/ja, per Software |
| Gleiteigenschaften | Gut bis sehr gut |
| Abtastverhalten/Lift-Off-Distanz | Sehr gut/niedrig: ca. 1 mm |
| Gesamtnote (Fazit) | 1,35 |
| + Ausstattung (unter anderem Hyperflux-Technologie und Beleuchtung) | |
| + Ergonomie und optimale Griffikkeit | |
| + Abtastverhalten, Sensorleistung, Umfang Software |

Drecks Firma
Die Batteriefachabdeckung meiner Logitech MX610 wies nach 12 Jahren Nutzung noch keine deutlichen Verschleißspuren auf und die zwischenzeitlich getestete G602 machte einen ähnlich soliden Eindruck. Das zierliche Federelement der G700s beeuge ich zugegebenermaßen ebenfalls misstrauisch, zumal diese mit einem mittelmäßigen AA-Akku ebenfalls nur knapp 2 Tage durchhält (die G602 soll 1-2 Monate schaffen – ich habe sie während zwei Wochen testens nicht nenneswert entladen können). Aber selbst das ist mehr als ausreichend, um den Akku nicht überstürzt wechseln zu müssen. Bei Mäusen mit Ladestation sollte es das Problem ohnehin nicht geben, solange man diese über Nacht auflädt. Ich glaube die Asus Spatha hielt bei mir vier Tage ohne Nachladen durch, die Roccat Leadr eine knappe Woche. Selbst mit einer gewissen Alterung sollte ein 18-Stunden-Spieletag also kein Problem bereiten, zumal bei der Spatha der Li-Io-Akku leicht zugänglich ist und selbst mit wenig Lötkenntnissen ausgetauscht werden könnte. (Die Leadr habe ich nicht zu öffnen versucht.)
Die Stromversorgung braucht also niemanden von kabellosen Mäusen abzuhalten. Valide Gegenargumente sind das höhere Gewicht bei internem Energiespeicher und möglicherweise die angesprochene Haptik. Ich selbst habe ein halbes Jahr gesucht, ehe ich mich für einen halbwegs würdigen Nachfolger der MX610 entschieden habe – andere finden gegebenenfalls gar keine schnurlose Maus, die ihren Ansprüchen entspricht.
Was die Akkulaufzeit angeht, so kann ich nur von den Logitech Mäusen auf Arbeit ausgehen (Performance MX), die nach einem Jahr ca. 1 - 2 Tage ist ... wenn man Glück hat (dort habe ich das Kabel mittlerweile eh permanent dran). Und eine Gamingsession kann schon länger als ein Arbeitstag dauern.