Akkuleistung, Ergonomie, Software, Sensorleistung und Fazit
Wie lang hält der Akku? Wie fallen Akkuleistung und Ergonomie sowie das Fazit aus?
Inhaltsverzeichnis
Akzeptable Akkulaufzeit, aber eigenwillige Ergonomie
Von einer Gaming-Maus für 1.337 Euro erwartet man natürlich eine Akkuleistung der Oberliga, und die liefert die Razer Boomslang 20th Anniversary Edition auch ab. Mit 145 Stunden bei 1.000 Hz und ohne Lichtspiel hält ihr Akku nur 5 Stunden weniger durch als der Stromspender von Razers Premiummaus Deathadder V4 Pro. Vergleicht man das mit den 95 Stunden der Logitech G Pro X Superlight 2(c) steht Razers Sammlermaus schon gut da. Wer allerdings die Polling-Rate auf 8.000 Hz hochschraubt, reduziert die Akkuleistung drastisch auf 26 Stunden. Daher empfehlen wir 1.000 Hz bei Desktop-Betrieb und 2.000 Hz bis maximal 4.000 Hz beim Spielen.
Da Razer für die Boomslang 20th Anniversary Edition die exakte Form, des 1999 wahlweise mit 1.000 oder 2.000 dpi Abtastrate erhältlichen Urmodells übernimmt, fällt die Empfehlung für Griffstile und die Einordnung der Ergonomie schwer. Damals war die Form revolutionär und es gab nichts Vergleichbares. Als Palm-Grip-Spieler habe ich sowohl die großen, gummierten Haupttasten als auch das lang gezogene, 33 mm flache Heck geliebt, auf dem ich meine Handinnenfläche bequem ablegen konnte. Jetzt, gut 26 Jahre später, fühlt sich die neue Boomslang immer noch gut, aber längst nicht mehr so geschmeidig an wie früher. Das liegt auch daran, dass ich als Tester in den vergangenen Jahrzehnten schon unzählige Gaming-Mäuse mit den verschiedensten, oft sehr ergonomischen Formen in der Hand gehabt habe.
Quelle: PCGH
Die Form der Boomslang ist einzigartig, außergewöhnlich und für Palm-Grip-Spieler mit großen Händen optimiert. Die können ihre Handinnenfläche am lang gezogenen, 33 mm flachen Heck bequem ablegen.
Fest steht, und das galt auch schon damals: für kleine Hände ist die wuchtige Razer Boomslang 20th Anniversary Edition mit ihrer eigenwilligen Form überhaupt nicht geeignet, egal welchen Griffstil Sie bevorzugen. Mittelgroß sollte die Hand mindestens sein, besser noch groß, dann bietet der Palm-Grip die beste Ergonomie. Auch mit dem Fingertip-Grip lässt sich das Sammlerstück noch relativ bequem führen, solange die Finger, welche die Maus beim Bewegen greifen, nicht mit den beiden Seitentasten kollidieren. Beim Claw-Grip lässt sich dieses Malheur praktisch nicht vermeiden, daher ist dies die am wenigsten geeignete Griffart. Fest steht: Die Form ist eigenwillig, einzigartig und ideal für Palm-Grip-Spieler mit großen "Pranken".
Gewohnt gute Software und anstandslose Abtastung
Wie man es von Razer-Mäusen gewohnt ist, kommt auch die Boomslang 20th Anniversary Edition mit einer mächtigen Software. Dabei ist Synapse 4, bei der es nach wie vor auch Gastzugang gibt (den nutzen auch wir) Razers bisher umfangreichste Schaltzentrale. Hier können Sie einerseits die Tasten nach Ihren Wünschen mit einer von 13 Funktionen wie Makro, On-the-Fly-Empfindlichkeit, Razer-Hypershift oder Profilwechsel belegen (Option: Anpassen). Andererseits legen Sie hier per Mausklick die Polling-Rate für die reguläre Nutzung und den Spielbetrieb, falls gewollt, separat fest.
Unter "Kalibrierung" finden Sie die Optionen, mit denen Sie die MCU-gesteuerte Abtastoptimierung festlegen: Mit Smart Tracking stellen Sie einen konsistenten Tracking-Abstand auf unterschiedlichen Oberflächen ein, um die Tracking-Präzision bei wechselnden Materialien zu erhalten. Mit dem asymmetrischen Trennungspunkt konfigurieren Sie für ein individuelles Tracking-Verhalten den Lift-off-Abstand und Kontakt-Abstand separat in 26 respektive 25 Stufen. Mit Motion Sync sorgen Sie zusätzlich für eine optimale Synchronisation zwischen den Signal-Updates der Maus und den Abfrageintervallen Ihres PCs.
Quelle: PCGH
Der Focus-Pro-45K-Gen.-2-Sensor der Razer Boomslang 20th Anniversary Edition, der mit der Razer Deathadder V4 Pro eingeführt worden ist, ist absolut konkurrenzfähig und tastet jitteringfrei ab.
Unabhängig davon, was Sie unter Kalibrierungsmenü einstellen, tastet der Sensor, der Razer Focus Pro 45K Gen. 2 der Razer Boomslang 20th Anniversary Edition präzise, ohne Jittering und mit lediglich messbarer Latenz ab. Dank der eben erwähnten Kalibrierungsmöglichkeiten können Sie die Hubhöhe (Lift-off-Distanz) bis auf 1,0 mm minimieren. Auch das ist ein konkurrenzfähiger Wert, obwohl etwa die Deathadder V4 Pro mit 0,9 mm sowie die Logitech Pro X Superlight 2 und Logitech Pro X2 Superstrike mit 0,8 mm noch einen Tick darunter liegen. Was mich als "High-Senser" und Nutzer des Urmodells besonders freut: Selbst bei 45.000 dpi bleibt die Razer Boomslang 20th Anniversary Edition zumindest bei der Büroarbeit kontrollierbar. Natürlich ist sie sehr empfindlich und reagiert ohne Mikrobewegung zu nervös. Trotzdem sind kontrollierte Mausbewegungen auch über kürzere Strecken ausführbar. Fürs Zocken ist die maximale dpi-Rate nichts, egal ob Sie E-Sportler oder Amateur-Spieler sind. Gerade Profis spielen, wie wir in Gesprächen immer wieder erfahren, mit 800 dpi oder noch niedrigeren Werten.
Razer Boomslang 20th Anniversary Edition im Test
Razer Boomslang 20th Anniversary Edition: Testfazit
Von ihrem Preis, der exklusiven Stückzahl und der Tatsache, dass sie auf dem regulären Razer-Verkaufskanal schon seit gestern nicht mehr zu haben war, abgesehen, ist die Razer Boomslang 20th Anniversary Edition eine moderne, durchaus konkurrenzfähige Gaming-Maus. Obwohl uns für ihren Preis jenseits von Gut und Böse ein paar Extras fehlen, kann das Unikat bei der Ausstattung im Vergleich mit den Mitbewerbern mithalten. Auch die Abtastleistung und die in Synapse 4 angebotenen Modifikationsmöglichkeiten liefern keinen Anlass zur Kritik, zumal es mich als Nutzer des ersten Modells erneut begeistert, wie Razer dessen Präzision und Empfindlichkeit in das Jahr 2026 transferiert hat.
Problematisch bleibt die Form und die damit einhergehende Ergonomie sowie die Optimierung auf einen Griffstil, den ich zum Glück bevorzuge. Das spiegelt sich auch in der Wertungsnote von 1,49 wider, die nicht so hoch ausfällt wie bei Razers Premiummaus Deathadder V4 Pro, bei der nicht zuletzt dank der sehr guten Ergonomie eine 1,16 unterm Strich steht. Aber seien wir einmal ehrlich: Wer zu den 1.337 glücklichen und betuchten Käufern gehört, wird die Razer Boomslang 20th Anniversary Edition nie in die Hand nehmen, geschweige denn damit zocken, weil das edle Sammlerstück längst in der Vitrine steht.

Wir sind in einer komischen Zeit grad.
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Eure Version dagegen:
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Edding raus, Autogramm drunter und für 5K in die Bucht!
Das Original ist dann nur mit der einzigartig ramponierten Kartonage zu erwerben, noch ein Alleinstellungmerkmal.
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Sry, bin da etwas naiv
Sry, bin da etwas naiv