MSI Versa 300 Wireless 8K: Software, Ergonomie, Sensorleistung, Fazit
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MSI Versa 300 Wireless 8K: Software, Ergonomie, Sensorleistung, Fazit

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Taugt die Software, stimmt die Ergonomie, was leistet der Sensor und wie lautet das Fazit?

Solides MSI Center, schwache Web-App

Auch bei der Software zeigt sich der niedrige Preis. Das MSI Center bietet zwar zentrale Einstellungen für Beleuchtung, Tastenbelegung, Profile und Makros, bleibt bei Funktionsumfang, Übersicht und Bedienkomfort aber hinter der Software der deutlich teureren Konkurrenz zurück. Positiv sind uns im Bereich "Performance" die von der MCU gesteuerten Sensor- und Eingabeoptionen aufgefallen. Mit Lift-off Distanz, Angle Snapping und Motion Sync findet man hier eine gelungene Auswahl, die auch Einsteiger nicht überfordert. Dazu kommt eine Option für die Entprellzeit, mit der Sie festlegen, wie lange die Elektronik nach einem Klick weitere Signalwechsel ignoriert. Ein niedriger Wert senkt so die Klicklatenz, kann aber zu unbeabsichtigten Doppelklicks führen.

MSI Portal X Web-App im Detail

Mit MSI Portal X steht auch eine Web-App bereit, deren Funktionsumfang allerdings deutlich eingeschränkt ist. Sie enthält keine Beleuchtungseinstellungen oder MCU-Features wie Lift-off-Distanz oder Motion Sync. Außerdem muss für die MSI Portal X-Web-App erst umständlich ein Launcher im Microsoft Store heruntergeladen und dieser dann installiert werden. Das einfache Aufrufen eines Links klappt nicht. Generell ist MSIs Lösung weder mit Razers Synapse Web noch mit Asus' Gear Link vergleichbar.

Bei der Ergonomie wird nicht gespart - beim Mausrad schon

Bei Ausstattung und Software merkt man der MSI Versa 300 Wireless 8K an einigen Stellen ihren Preis von 50 Euro an. Gilt das auch für Formgebung, Haptik und Ergonomie? Grundsätzlich nicht. Erst im direkten Vergleich mit deutlich teureren Modellen wie Razer Deathadder V4 Pro und Viper V4 Pro, Logitech G Pro X Superlight 2 oder G Pro X2 Superstrike fällt die etwas einfachere Materialanmutung auf. Der Kunststoff der Oberschale und der Haupttasten ist zwar leicht angeraut, fühlt sich aber nicht ganz so hochwertig an wie bei den für E-Sports optimierten High-End-Mäusen. Ein Manko ist das nicht, und angesichts des teilweise dreimal so hohen Preises der Vergleichsmodelle kann man damit gut leben.

Die MSI Versa 300 Wireless 8K mag sich nicht ganz so wertig wie die Razer Deathadder/Viper V4 Pro oder Logitech G Pro X2 Superstrike anfühlen. Bei der Ergonomie jedoch muss sie sich nicht vor den dreimal so teuren Konkurrenten verstecken. Quelle: PCGH Die MSI Versa 300 Wireless 8K mag sich nicht ganz so wertig wie die Razer Deathadder/Viper V4 Pro oder Logitech G Pro X2 Superstrike anfühlen. Bei der Ergonomie jedoch muss sie sich nicht vor den dreimal so teuren Konkurrenten verstecken. Bei der Ergonomie muss sich die MSI Versa 300 Wireless 8K dagegen nicht verstecken, zumal sie mit ihrer achsensymmetrischen Form grundsätzlich auch für Linkshänder geeignet ist. Die müssen jedoch damit klarkommen, dass sich auf der rechten Seite keine Seitentasten befinden. Deren Druckpunkt ist zwar generell gut, sie lösen allerdings mit einem deutlich hörbaren Klick aus. In mittelgroßen Händen jedenfalls liegt die Maus für sparsame Spieler am besten. Bei großen Händen ragt beim Palm-Grip nur der Mittelfinger über das vordere Ende der rechten Haupttaste hinaus. Das beeinflusst den Klickvorgang jedoch nicht. Nur für kleine Hände ist sie mit einer Länge von 125 mm ungeeignet. Dazu kommt, dass das Gehäuse an der schmalsten Stelle nur 55 mm breit ist. Das kann bei einer sehr großen Hand und/oder sehr langen Fingern gerade beim Palm-Griffstil, teils auch beim Claw-Grip, problematisch sein.

Davon abgesehen und grundsätzlich unabhängig vom Griffstil fällt die Ergonomie gut bis sehr gut und vor allem nicht schlechter als bei der Konkurrenz aus. Darauf hat der Preis keinen Einfluss und hier wird auch an keiner Stelle gespart. Für das Mausrad gilt das allerdings nicht. Hier zeigen sich erneut die Abstriche, die man angesichts des attraktiven Preises machen muss. Eine strukturierte Gummierung sorgt zwar grundsätzlich dafür, dass man beim Scrollen nicht abrutscht, schnelle Bewegungen vor und zurück produzieren jedoch ein nerviges Geräusch. Dazu rastet das Mausrad sehr undefiniert ein und fühlt sich schwammig an, sodass sich etwa Waffenwechsel nur ungenau ausführen lassen.

Das Gehäuse der MSI Versa 300 Wireless 8K ist in der Mitte mit 55 mm recht schmal. Das könnte Spieler mit einer sehr großen Hand und/oder langen Fingern gerade beim Palm, eventuell auch beim Claw-Grip, stören. Quelle: PCGH Das Gehäuse der MSI Versa 300 Wireless 8K ist in der Mitte mit 55 mm recht schmal. Das könnte Spieler mit einer sehr großen Hand und/oder langen Fingern gerade beim Palm, eventuell auch beim Claw-Grip, stören. Insgesamt kann das Mausrad nicht überzeugen. Hier sollte MSI wenigstens bei der Rasterung nachbessern. Ein optisch abtastendes Mausrad wie bei der Razer Deathadder V4 Pro oder Viper V4 Pro oder ein sehr präzise rasterndes Modell wie bei der Logitech G Pro X Superlight 2 findet man in der 50-Euro-Klasse allerdings eher selten.

PAW3395 statt 50K-Sensor: Spart MSI an der richtigen Stelle?

Der Pixart PAW3395 der MSI Versa 300 Wireless 8K ist fast schon ein Veteran. Er kam ab 2022 unter anderem in leichten Funkmäusen wie der Pulsar X2 Wireless und Fantech Aria XD7 zum Einsatz und gehört inzwischen zu den bewährten Gaming-Sensoren. Seine maximale Auflösung von 26.000 dpi wirkt neben den 50.000 dpi von Razers Focus Pro 50K Gen-3 und den 44.000 dpi des Logitech Hero 2 zwar niedrig. Auf die Präzision hat das jedoch keinen Einfluss: Auch bei maximaler dpi-Stufe arbeitet der PAW3395 ohne Aussetzer und spürbare Verzögerung. Die Maus bleibt kontrollierbar, wirkt nicht nervös und folgt schnellen Richtungswechseln sauber.

Der Sensor der MSI Versa 300 Wireless 8K ist ein alter Bekannter. Unter anderem nutzt Razer einen als Razer Focus X 26K bezeichneten, modifizierten Pixart-PAW-3395-Sensor bei der Razer Deathadder V3 Hyperspeed und Razer Cobra Hyperspeed. Quelle: PCGH Der Sensor der MSI Versa 300 Wireless 8K ist ein alter Bekannter. Unter anderem nutzt Razer einen als Razer Focus X 26K bezeichneten, modifizierten Pixart-PAW-3395-Sensor bei der Razer Deathadder V3 Hyperspeed und Razer Cobra Hyperspeed. 26.000 dpi sind ohnehin kaum praxisnah. Trotzdem testen wir das maximal Mögliche und können der MSI Versa 300 Wireless 8K über alle dpi-Stufen hinweg eine präzise und unauffällige Abtastung bescheinigen. Für die Feinabstimmung stehen im MSI Center unter "Performance" Angle Snapping, Lift-off-Distanz und Motion Sync bereit. Letzteres Feature synchronisiert die Sensordaten mit den USB-Abfragen des PCs. Das sorgt für eine gleichmäßigere Übertragung, kann die Eingabelatenz aber geringfügig erhöhen.

Mit minimierter Lift-off-Distanz sinkt die gemessene Abhebehöhe auf sehr gute 1,0 mm. Razers Focus Pro 50K Gen-3 und Logitechs Hero 2 liegen nur 0,1 oder 0,2 mm darunter. Das sind theoretische Unterschiede, die selbst Profis kaum spüren dürften. In der Summe macht MSI mit dem älteren und vermutlich günstigeren PAW3395 alles richtig: Der Sensor arbeitet präzise und liefert eine starke Abtastleistung.

MSI Versa 300 Wireless 8K: Testergebnis

PCGH-Wertung

1,58

MSI Versa 300 Wireless 8K im Test

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  1. Seite 1 Bewertungsbasis und Ausstattung im Detail
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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Lifenoor Schraubenverwechsler(in)
        Ich bleibe bei meiner "guten" kabelgebunden Logitech g502 Maus
      • Von Lifenoor Schraubenverwechsler(in)
        Ich bleibe bei meiner "guten" kabelgebunden Logitech g502 Maus
      • Von PCGH_Richie Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Cleriker
        Hallo Frank,

        danke für den schönen Test. Die Maus ist für meinen Geschmack zwar zu klein, aber liest sich ansonsten interessant in Anbetracht des Preises. Ich mag auch, wenn die Seitentasten einen ordentlichen Klick auslösen. Einfach, weil ich auch im Eifer des Gefechts immer wissen will, wenn ich eine Taste auslöse. Also sehen unterstützt durch hörn. Bekomme ich diese Rückmeldung nicht, werde ich nervös.
        Was ich allerdings nicht mag, ist ein Mausrad das undefiniert wirkt.
        Für den Preis ist sie okay.

        Hast du eigentlich die Sharkoon SGM50W schon getestet? Die liegt nochmal etwas darunter, aber soll wohl ganz ordentlich sein.
        Da der Kollege im wohlverdienten Urlaub ist, packe ich die Sharkoon mal auf die Test-Wunschliste, danke! Das Mausrad der MSI und die Haptik, die in Richtung „Kunststoff, aber etwas hohl anmutend“ geht, können manche stören, aber für den Preis dennoch absolut in Ordnung.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Hallo Frank,

        danke für den schönen Test. Die Maus ist für meinen Geschmack zwar zu klein, aber liest sich ansonsten interessant in Anbetracht des Preises. Ich mag auch, wenn die Seitentasten einen ordentlichen Klick auslösen. Einfach, weil ich auch im Eifer des Gefechts immer wissen will, wenn ich eine Taste auslöse. Also sehen unterstützt durch hörn. Bekomme ich diese Rückmeldung nicht, werde ich nervös.
        Was ich allerdings nicht mag, ist ein Mausrad das undefiniert wirkt.
        Für den Preis ist sie okay.

        Hast du eigentlich die Sharkoon SGM50W schon getestet? Die liegt nochmal etwas darunter, aber soll wohl ganz ordentlich sein.
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