Logitech G-Labs: Entwicklung von Zocker-Mäusen - PCGH zu Besuch in den Logitech-Laboren
Um die Neuauflage der G-Serie - zwei Headsets (G430/G230), drei Mäuse (G700s/G500s/G400s) und zwei Keyboards (G19s/G510s), die einer Frischzellenkur unterzogen wurden - zu präsentieren, ließ sich Logitech etwas Besonderes einfallen: Die Schweizer luden zu einem Besuch der G-Labs ins Daniel Borel Innovation Center, das sich auf dem Campus der ETH-Lausanne befindet.
Um zusammen mit den Forschenden und Studenten der ETH-Lausanne Innovationen und neue Techniken für Eingabegeräte zu entwickeln, richtete Logitech 2010 auf ETH-Campus das "Daniel Borel Innovation Center" ein. In dem Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum arbeiten seitdem rund 120 Mitarbeiter an der Entwicklung neuer Sensoren (LED und Laser), innovativer drahtloser Übertragungstechniken, der Optimierung des Abtastverhaltens von Mäusen sowie Zubehör für Smartphones und Tablets. Das Zentrum auf dem Campus der ETH-Lausanne, an der vor 30 Jahren der erste Prototyp einer Computer-Maus entstand und an der Ingenieur und Logitech-Mitgründer Daniel Borel studierte, gehört zu den drei größten Forschungseinrichtungen des Schweizer Peripherie-Spezialisten. Hier entwickelt und testet Logitech unter anderen auch die Eingabegeräte der Gaming-Sparte; neben bekannten Mäusen wie die G700, G600 und G400 wurde hier auch die vom Hersteller selbst als "Frischzellenkur" bezeichnete Neuauflage der G-Series technisch überarbeitet und auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie produziert wurde und ab Ende Mai in den Handel gelangte. In dieses, vor der malerischen Kulisse der Alpen und des Genfer Sees gelegenen Innovations-Zentrum lud Logitech Journalisten aus aller Welt ein, um den Verkaufsstart der neuen Produkte der Gaming-Sparte - bei den Maus- und Tastaturmodellen am s-Anhang hinter dem Produktnamen zu erkennen - zu verkünden und gleichzeitig einen nicht alltäglichen Einblick in die G-Labore im Keller des BIC zu gewähren. PCGH nimmt Sie mit auf die Tour.
Quelle: PC Games Hardware
Produktmanger Christopher Pate. (3)
So entstehen Zocker-Mäuse: Wissenschaft für Spieler
Bevor es in Medias Res ging, präsentierte uns Produktmanager Christopher Pate (siehe Bildergalerie) zur Einstimmung noch ein paar Fakten zur neu aufgelegten Logitech G-Series. Laut Pate stand der Spieler bei der Entwicklung der Reihe stets im Mittelpunkt, das war auch der Hauptgrund, warum in den G-Labs im Keller diesmal besonders viel entwickelt und getestet wurde. Bei der neuen G-Serie hätte man aber auch haptische sowie funktionale Features wieder aufgenommen, die man bereits bei dem Vorgängermodellen durch intensive Investigationen bei Spieler recherchiert hätte und die wie die abschaltbare Win-Taste der G19/G15 bei den Produkten damals einzigartig waren. Zu den Forschungen und Test, die man mit der neue G-Serie in den eigenen Labors durchführte, gehörten neben Click-Tests (Langlebigkeit und Qualität der Schalter) und der Optimierung der Funkübertragung auch das Erstellen von Formstudien, Rohlingen (siehe Bildergalerie) sowie die Entwicklung von Laser-Prototyen für die Mäuse. Das oberste Ziel dabei, so Christopher Pate, sei es, die Technik an die Anforderungen der Gamer anzupassen. Auch der neue Slogan "Science wins", solle noch einmal untermauern, dass Forschung und Wissenschaft die Basis der Produkte der neu aufgelegte G-Reihe sind.
Quelle: PC Games Hardware
Werkbank für die Tests mit den ersten Linsen-Prototypen.
So entstehen Zocker-Mäuse: Die Optik Abteilung
Den ersten Laborteil, den uns unser Führer Francois Morier, Leitender Ingenieur im EPFL - Quartier de l'innovation, zeigte, war die Optik-Abteilung. Hier werden, berichtet Francois Morier, die Linsen für die Logitech-Produkte sozusagen geboren. Nachdem Morier und seine Ingenieure an einer speziellen Werkbank Experimente mit dem neuen Linsentyp durchgeführt haben, wird ein Prototyp erstellt, der noch um ein vielfaches größer als das finale in die Maus eingebaute Produkt ausfällt. Anschließend wird erneut getestet, ob der Linsen-Prototyp den Qualitätsansprüchen gerecht wird und den von den Entwicklern beabsichtigten Spezifikationen entspricht. Sind alle Tests erfolgreich, kann die Serienfertigung beginnen. Das übernehmen zwar Firmen wie der Sensor-Großhersteller Avago, räumt der Ingenieur ein. Trotzdem bekomme Logitech so eine eigene Optik mit einer selbst festgelegten Performance. Ein gutes Beispiel ist der Sensor der neuen G700s und G500s. Der ist dem Agvago ADNS 9808 zwar sehr ähnlich, verfügt aber über eine von Logitech selbst entwickelte Optik. Selbst das Problem der hohen Lift-Off-Distanz, des für die G400s von Logitech mit eigener Linse und Performance versehenen Avago ADNS 3095, ist Francois Morier wohl bekannt.
Quelle: PC Games Hardware
Maschine mit der die maximale Beschleunigung des Sensors gemessen wird.
So entstehen Zocker-Mäuse: Abtastung im Test
Nach einem kurzem Besuch in der Werkstatt, wo mithilfe verschiedener Werkbänke alle Einzelteile der Maus-Prototypen, beispielsweise Formstudien, Gehäuseteile, aber auch Elemente des Abtastapparats wie Sensoren und Linsen entstehen, führt man uns in einen Raum, in dem sich eine Vielzahl von robotergesteuerten Maschinen befinden. "Wir sind hier im Labor, im dem wir das Tracking, also die Abtastgenauigkeit der 2D-Engine wie Mäuse, Zeigergeräte oder Hardware, die per Touch-Funktion bedient werden, testen", berichtet unser Laborführer. Dabei simulieren verschiedene Roboter beispielsweise Mausbewegungen auf unterschiedlichen Oberflächen mit verschiedenen Reflexionsgraden. Selbst verschiedenen Glasplatten mit unterschiedlichem Grad an Verschmutzung als Unterlage werden getestet. Die Roboter wiederholen ständig bestimmte Mausbewegungen, die von Computern aufgezeichnet werden und wobei die Abtastleistung in Bewegung und auf diversen Untergründen konstant mit dem originalen Tracking verglichen wird. So könne die Genauigkeit der Abtastung überprüft und Probleme ausgemacht werden, erläutert Francois Morier, der uns anschließend noch zwei weitere Highlights im Roboter-Raum zeigt. Das eine ist ein von Studenten der Uni Lausanne selbst entworfener Roboterarm mit dem die 3D-Abtastung von Pointer-Geräten sowie der Logitech Q Mouse getestet wird. Das zweite ist eine Maschine, die an einen Plattenspieler erinnert und mit dem die maximalen Beschleunigungswerte des Sensors gemessen werden können. Die Steuerung respektive die Rotation der Untergrundscheibe steuert ein Rechner dessen Software in Diagrammen visualisiert, wann der Sensor das Abtastlimit erreicht, klärt der Präsentator auf. Dabei sind die Scheiben mit den Oberflächen gängiger Mausunterlagen bestückt, sodass man auch die Qualität der Abtastung auf aktuell erhältlichen Mauspads testen kann.
Quelle: PC Games Hardware
Um Funkstörungen von außen zu vermeiden, testet Logitech die Leistunfg von drahtlosen Geräten in einen speziell für diesen Zwecke gebauten Raum. (2)
So entstehen Zocker-Mäuse: Messungen in der (Funk)Stille
Zum Schluss unsere Tour ging es dann in den von Logitech selbst entworfenen und mit eigens entwickelter Technik bestückten Funk- und schalldichten Raum, in dem die Signalleistung bei der Kommunikation zwischen einer drahtlosen Maus oder einem anderen Wireless-Gerät mit dem Funkempfänger getestet wird. Um die optimale und störungsfreie Signalleistung bei minimalem Stromverbrauch zu erzielen werden sämtliche Störgeräusche und -signale durch die besondere Versiegelung und die schallbrechenden Elemente im Inneren des Raums unterdrückt. Bewusste Störfrequenzen werden nur von der Antenne ausgestrahlt, die sich am anderen Ende befindet. Natürlich führt Logitech auch Reichweiten und Signaltest mit drahtlosen Geräten außerhalb des eine halbe Millionen Dollar teuren Raumes durch, allerdings könne man nur dort überprüfen, ob die Geräte ihre zertifizierte Funkleistung auch abliefern, informiert und Francois Morier, bevor die Führung endgültig beendet ist.

hmm...3.34 Jahre soll die Maus halten bei 16 Stunden in der Woche? Hab ich das richtig verstanden?
Die MX518 war/ist die beste Maus von Logitech, seit dem kommen nur noch schlechte Mäuse raus ...
Nachdem mir 3-mal die G9 kaputt gegangen ist, bin ich nun mit der Roccat Kone seit 2 Jahren mehr als zufrieden
Nie wieder werd ich mir eine Logitech Maus kaufen
Aber es kann gut sein, dass es nicht bei allen gleich ist, denn von 5 Kumpels mit Logi hatte einer auch nur Probleme damit. Bei ihm war es die G19, wo das Display öfters Aussetzer hatte und nach nem Umtausch war auch beim Austauschmodell das Display die Schwachstelle, diesmal aber stellte es einfach nix sauber dar. Er wechselte danach zu CM und ist damit glücklich. Jedenfalls hab ich(!) und eigentlich alle in meiner Familie bisher mit Logitech in keinem Bereich irgendwelche negative Erfahrungen machen dürfen und (klopfe 3x auf Holz) hoffe, dass es auch so bleibt :-)
naja Logitech hat mich noch nie begeistern können...