Retro-Maus von Douglas Engelbart für knapp 179.000 USD verkauft

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Engelbart Eingabegeräte
Quelle: RR Auction

Eine Vintage-Maus von Douglas Engelbart hat in Kombination mit einem Coding-Keyset einen Preis von 178.936 in einer Auktion erreicht. Die antiken Eingabegeräte stammen aus dem Jahr 1968 und haben wenig mit modernen Mäusen gemein. Lesen Sie im Folgenden mehr von Engelbarts Erfindung, den Funktionen des Sets und wer die Maus schlussendlich marktfähig gemacht hat.

Beinahe jeder PC-Nutzer im Desktop-Bereich verwendet eine Erfindung aus dem Jahr 1964, die anfangs nicht nach einer Erfolgsgeschichte aussah. Der X-Y-Positionsanzeiger für ein Bildschirmsystem, den wir heute als Maus kennen, wurde von Douglas Engelbart zu einer Zeit erfunden, als Computer noch ohne grafische Benutzeroberflächen auskommen mussten. Erst viel später wurde der Mehrwert der Maus erkannt und entsprechend geschätzt. Vor knapp zehn Jahren verstarb Engelbart schließlich hochbetagt im Alter von 88 Jahren.

Doch seine Erfindung ist nicht in Vergessenheit geraten und auch sein Name scheint dem ein oder anderen noch bekannt zu sein. Zuletzt wurde nämlich im Auktionshaus RR Auction eine frühe Version der Computer-Maus von Engelbart versteigert. Der Maus- und Eingabe-Prototyp wurden dabei als Teil der "Mother of All Demons"-Auktion verkauft und brachten stattliche 178.936 US-Dollar ein. Die Maus verfügt dabei über drei Tasten und zwei individuelle Metallscheiben, die die x- und y-Achse kontrollieren. Diese Aufgabe fällt heute einem optischen Sensor oder Trackball zu.

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Dazu kommt das "Coding-Keyset" mit fünf Tasten, wodurch insgesamt 31 Tastenkombinationen für Kommandos erreicht werden können. Das Auktionshaus platzierte das Keyset neben der Maus und als zusätzliche Eingabeoption zur regulären Tastatur. Vom optischen Zustand her, kann davon ausgegangen werden, dass die Eingabegeräte tatsächlich genutzt wurden. Aus Engelbarts Projekt entstand schließlich Xerox PARC, wo die Maus in Kombination mit einer GUI auf Computern marktfähig gemacht wurde.

Damals kosteten Mäuse noch 300 US-Dollar das Stück und waren komplexer sowie weniger angenehm zu bedienen als heute. Wirklich marktfähig gemacht hat die Maus dann Steve Jobs, der sie sich lizenzieren ließ und sie mit dem Lisa-Computer und dem Macintosh sinnvoll einsetzen konnte und die Nutzer von ihr überzeugte.

Quelle: RR Auction

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Ich habe noch eine originale Amiga 500 Tank Maus. Was wird die Maus wohl mal wert sein?
        Retro zahlt sich immer irgendwann aus.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Ich habe noch eine originale Amiga 500 Tank Maus. Was wird die Maus wohl mal wert sein?
        Retro zahlt sich immer irgendwann aus.
      • Von KasenShlogga Software-Overclocker(in)
        Zitat von Kaimanic
        Das gehört in ein Museum!
        Wohl eher ins Mauseum?
      • Von Schori Volt-Modder(in)
        Was lernt man daraus?
        Alten, vermeintlichen Schrott aufheben.
      • Von Kaimanic Software-Overclocker(in)
        Das gehört in ein Museum!
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