Sphere One: 3D-Maus aus Deutschland will Eingabegeräte neu definieren

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Sphere One: 3D-Maus aus Deutschland will Eingabegeräte neu definieren
Quelle: Cynus

Mit der SphereOne will das Freiburger Start-up Cynus die klassische Maus in Rente schicken. Das 3D-Eingabegerät vereint Touch, Gesten und Raumsteuerung in einer Kugel.

Früher war sie Standard, die Kugelmaus, bei der eine mechanische Kugel die Bewegung auf dem Tisch registrierte. Heute ist von dieser Technik kaum noch etwas übrig. Es gibt allerdings ein deutsches Unternehmen, das die Kugelmaus zurückholen will oder zumindest die Kugel als Maus.

Mit der SphereOne ist die Kugel nicht mehr nur noch der mechanische Sensor der Maus, sondern direkt selbst die vollwertige 3D-Maus. Die Spere One vom Start-up Cynus unterscheidet sich deutlich von klassischen Eingabegeräten. Dabei lässt sich die "Maus" nicht nur, wie man es gewohnt ist, auf dem Tisch verwenden, sondern auch in der Luft.

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Das Modell verbindet konfigurierbare Touchflächen, Gestenerkennung und räumliche Bewegungs­erfassung. Rotation, Verschiebung, Zoom oder Auswahl sollen über direkte Handbewegungen möglich sein. Damit soll intuitive Navigation in dreidimensionalen Anwendungen wie CAD-Programmen, aber auch Game-Engines möglich sein.

Ein spezieller Anschluss am PC ist nicht erforderlich. Auch Treiber müssen nicht installiert werden: Die Verbindung erfolgt standardkonform über HID. Für tiefergehende Anpassungen steht eine Konfigurationssoftware zur Verfügung, über die sich Touch- und Gestensteuerung individualisieren lassen. Für professionelle Anwendungen wie Unity, SolidWorks oder Fusion 360 existieren laut Hersteller eigene Plug-ins. Eine offene API erlaubt darüber hinaus die Integration in eigene Softwareumgebungen.

Die SphereOne verfügt über einen integrierten Akku, der laut Hersteller eine Laufzeit von mehr als 48 Stunden ermöglichen soll. Geladen wird die Maus kabellos über eine induktive Ladeeinheit. Die Nutzung soll sowohl auf einer Tischoberfläche als auch freihändig im Raum möglich sein. Durch die kugelförmige Bauweise lasse sich das Gerät aus verschiedenen Winkeln greifen und eine feste Ausrichtung oder ergonomische Vorgabe existiere dementsprechend nicht. Welche Auswirkungen das auf den praktischen Bedienkomfort hat, dürfte vom jeweiligen Einsatzzweck und der individuellen Handhaltung abhängen.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Gegenüber herkömmlichen 3D-"Mäusen", die ja eigentlich eher 3D-Trackballs sind, hätte es den Vorteil, tatsächlich eine Maus, also frei beweglich zu sein. Das könnte die Arbeitsplatzergonomie verbessern und neue Möglichkeiten hinsichtlich der Eingabeskalierung eröffnen, weil nicht mehr nur unterschiedliche starker Druck, sondern tatsächlich Bewegungen vom Millimeter- bis in den Halbmeterbereich möglich werden. Letztlich könnte man mit so einem frei beweglichen Ball alle Objektmanipulationen vornehmen, die man auch an einem realen Objekt vornehmen kann – und das genauso intuitiv. Während die meisten Nutzer für die Bedienung von CAD-Oberflächen mit herkömmlichen Eingabegeräten eine gewisse Einarbeitungszeit brauchen, ist absolut jeder in der Lage, auf Anhieb ein Objekt in die Hand zu nehmen, zu drehen, näher an sein Auge oder weiter weg zu bewegen. Das könnte hiermit genauso gut klappen, hinzu kämen der Touch-Hokuspokus und etwaige Click-Funkionen. Ob halten ein Problem wird, hängt dagegen stark vom Gewicht ab. Es wäre ja nicht verboten, sein Handgelenk oder zumindest Ellenbogen abzustützen, sondern nur nicht mehr nötig, und die Kugel selbst zu halten muss nicht schwer sein. Es gibt genug Berufe, wo Stundenlang ein Werkzeug gehalten wird.

        Hinter all diese Möglichkeiten muss aber noch ein dickes "wenn" gesetzt werden: Wenn Eingabewünsche fehlerfrei und intuitiv von sonstiger Handhabung wie "halten", "zur Seite legen", "umgreifen" oder "damit im Raum bewegen" unterschieden werden können. Das kann schon bei 2D-Touchgeräten schwierig werden (wie jeder mit großen Händen und kleinem Smartphone weiß), aber hier gibt es schlichtweg gar kein "Gehäuse" beziehungsweise gar keine Basis mehr; man muss dieses Eingabegerät auch für jede nicht-PC-Interaktion an Stellen greifen, die auch Eingaben auslösen können. Da muss die Software zuverlässig trennen können; sonst taugt das Ding allenfalls als Presenter für 3D-Umgebungen. Und selbst da muss die Frage erlaubt sein: Wieso nicht einfach einen VR-Controller nehmen?
        Wie gesagt 0 Stabilität wenn die Hand nirgendwo aufliegt.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Gegenüber herkömmlichen 3D-"Mäusen", die ja eigentlich eher 3D-Trackballs sind, hätte es den Vorteil, tatsächlich eine Maus, also frei beweglich zu sein. Das könnte die Arbeitsplatzergonomie verbessern und neue Möglichkeiten hinsichtlich der Eingabeskalierung eröffnen, weil nicht mehr nur unterschiedliche starker Druck, sondern tatsächlich Bewegungen vom Millimeter- bis in den Halbmeterbereich möglich werden. Letztlich könnte man mit so einem frei beweglichen Ball alle Objektmanipulationen vornehmen, die man auch an einem realen Objekt vornehmen kann – und das genauso intuitiv. Während die meisten Nutzer für die Bedienung von CAD-Oberflächen mit herkömmlichen Eingabegeräten eine gewisse Einarbeitungszeit brauchen, ist absolut jeder in der Lage, auf Anhieb ein Objekt in die Hand zu nehmen, zu drehen, näher an sein Auge oder weiter weg zu bewegen. Das könnte hiermit genauso gut klappen, hinzu kämen der Touch-Hokuspokus und etwaige Click-Funkionen. Ob halten ein Problem wird, hängt dagegen stark vom Gewicht ab. Es wäre ja nicht verboten, sein Handgelenk oder zumindest Ellenbogen abzustützen, sondern nur nicht mehr nötig, und die Kugel selbst zu halten muss nicht schwer sein. Es gibt genug Berufe, wo Stundenlang ein Werkzeug gehalten wird.

        Hinter all diese Möglichkeiten muss aber noch ein dickes "wenn" gesetzt werden: Wenn Eingabewünsche fehlerfrei und intuitiv von sonstiger Handhabung wie "halten", "zur Seite legen", "umgreifen" oder "damit im Raum bewegen" unterschieden werden können. Das kann schon bei 2D-Touchgeräten schwierig werden (wie jeder mit großen Händen und kleinem Smartphone weiß), aber hier gibt es schlichtweg gar kein "Gehäuse" beziehungsweise gar keine Basis mehr; man muss dieses Eingabegerät auch für jede nicht-PC-Interaktion an Stellen greifen, die auch Eingaben auslösen können. Da muss die Software zuverlässig trennen können; sonst taugt das Ding allenfalls als Presenter für 3D-Umgebungen. Und selbst da muss die Frage erlaubt sein: Wieso nicht einfach einen VR-Controller nehmen?
        Wie gesagt 0 Stabilität wenn die Hand nirgendwo aufliegt.
      • Von steve42 Komplett-PC-Käufer(in)
        Naja... wer VR kennt, der kann sich schon so ein wenig Sinn dahinter vorstellen.
        Der Bericht ist mir ein wenig mau.
        Hat der Ball Gleitflächen, oder zerkratzt er jeden Tisch? Oder reißt er hat das mauspad auf? Ok, scharfe kanten sollten das ja nicht sein.

        Wie gut ist das tracking? Wie funktioniert das? Muss ich gab für den Ball zwingend 300€ und mehr für steam Tracker ausgeben?
        Die meisten vr Headsets brauchen die ja auch zwingend.
        Oder trackt der über die Webcam?
        Wer Facetracking kennt, weiß, dass das ungenau ist.

        Wie viele verschiedene Eingaben kann der? ? 3Tasten? 5? 16? 32? 64?

        vielleicht setzt der Ball sich ja durch.
      • Von Galaxy90 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Krabonq
        Ah, versuchts mal wieder jemand.
        Viel Glück, wir sehen uns dann bei der Insolvenz!
        Immerhin machen sie die Pionierarbeit damit es die Chinesen dann für den halben Preis nachbauen.
      • Von Krabonq Volt-Modder(in)
        Ah, versuchts mal wieder jemand.
        Viel Glück, wir sehen uns dann bei der Insolvenz!
      • Von Bandicoot Volt-Modder(in)
        Ich bin zu faul für sowas, schnickschnack gibt's genug, ich brauch verlässliches, was für alles geht.
        Experimente könn andere gern testen, bin schon Beta Tester für alle Spiele!
        Nix für mich...
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