Serienfehler in Mäusen: Zu niedrige Switch-Spannung soll zu frühen Ausfällen führen
Anscheinend betreiben diverse Mäuse ihre verbauten Switches mit zu niedriger Spannung. Das kann in Kombination mit zunehmenden Oxidschichten zu früheren Ausfällen führen.
Angeblich sollen diverse Mäuse der letzten Jahre einen Designfehler beinhalten, der zu frühzeitigen Ausfällen der Maustasten führen kann. Laut einer Zusammenfassung auf Reddit, die sich auf Youtube-Video von Alex Kenis bezieht, verletzen die besagten Mäuse die Spezifikationen der verbauten Switches.
Zu niedrige Spannung
Als konkretes Beispiel wird der bekannte Omron D2F-Switch genannt, der in diversen Mäusen und auch häufig als Ersatzteil angeboten wird. Demnach ist der D2F für Spannungen im Bereich von 5 Volt geeignet, doch modernere Mäuse betreiben ihn mit 3,3 Volt und zugleich mit deutlich niedrigeren Strömen als von Omron spezifiziert.
Zu niedrige Spannungen und Ströme an einem mechanischen Mausschalter können dabei nicht zur Zerstörung des Bauteils führen, der Switch wird im eigentliche Sinne also nicht beschädigt. Er kann aber deutlich früher den Dienst versagen, als es im eigentlichen Betriebsbereich der Fall wäre.
Hintergrund dafür ist die sogenannte Frittspannung, eine Art Durchbruchspannung im Schalter. Drückt man die Maustaste, so wird im Switch eine Kontaktfeder geschlossen und Strom kann fließen. Die aufeinanderliegenden Metalle sind aber nicht perfekt leitend, denn an den Oberflächen können mit zunehmendem Alter Oxidschichten entstehen, die den Stromfluss unterbinden.
Legt man eine Spannung in ausreichender Höhe an, und kann ein entsprechend starker Strom fließen, wird diese Oxidschicht durchbrochen und der Schalter funktioniert wie gewünscht. Bei neueren Mäusen soll die Verwendung einer niedrigen Spannung nun aber dazu führen, dass bereits eine eigentlich verträgliche Oxidschicht nicht mehr durchdrungen werden kann, sodass der Switch nach einiger Zeit nicht mehr korrekt funktioniert.
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Seitens der Maushersteller soll die Verletzung der Spezifikation durch den Einsatz neuer, schnellerer Mikrocontroller in Kombination mit alten, weithin bekannten Switches entstehen. Während ältere Chips in Mäusen noch mit fünf Volt arbeiteten, können moderne Controller meist nur noch 3,3 Volt ausgeben. Wenn der verbaute Switch nicht für 3,3 Volt spezifiziert ist, kann es hier zu Problemen kommen.
Welche Mäuse betroffen sind, ist aktuell leider nicht bekannt. Laut dem Video soll allerdings zumindest Logitechs G502 die Spezifikation des Switches verletzen, indem sie nur 3,3 Volt an den Switch anlegt und zugleich wenig Strom fließen lässt. Allein die Betriebswerte sind dabei allerdings kein Indiz für die Problematik, denn es gibt am Markt auch passende Switches, die eine niedrigere Frittspannung haben und damit auch mit 3,3 Volt problemfrei verwendet werden können. Das lässt sich beispielsweise durch nichtoxidierende Beschichtungen oder durch ein mechanisches Abreiben der Oxidschicht bei jedem Schaltvorgang erreichen.
Quelle: via Reddit

Die Switches gibt es auch in vier unterschiedlichen Qualitätsstufen: 5 Mio. Klicks, 10 Mio. Klicks, 20 Mio. Klicks und 50 Mio. Klicks. Ich weiß nicht, wie diese Zahlen zustande kommen und ob ein Faktor 10 in der Haltbarkeit im Alltag gegeben ist - Fakt ist jedenfalls, dass Roccat die billigsten verbaut (5M Klicks). Seit vielen Jahren tun sie das. Der Preisunterschied ist marginal.
Und mal ehrlich - wie viele Leute kaufen sich irgendwelche Switches und löten diese neu an? Denke mal da kommt man sicher nicht einmal auf 1%