Viper: Razer will E-Sport mit neuen optischen Switches revolutionieren
Mit der Viper hat Razer heute eine neue Maus vorgestellt, die anstelle der normalerweise eingesetzten mechanischen Switches auf optische Taster setzt. Durch diese Änderung verspricht sich das Unternehmen insbesondere Vorteile bei der Reaktionszeit. Abseits davon soll die Maus besonders leicht sein.
Razers neue "Viper"-Maus wird seit heute über den Online-Shop des Unternehmens angeboten und soll noch in diesem Quartal auch bei anderen Händlern angeboten werden. Für einen Startpreis von 90 Euro wird die Viper verkauft, die durch die verbauten optischen Switches eine besonders niedrige Reaktionszeit bieten soll.
Niedrigere Reaktionszeit und höhere Lebensdauer
Wie Razer in einem Video vorstellt, soll der Einsatz von optischen statt mechanischen Switches einige Vorteile haben. Zum einen steigt die Lebensdauer auf 70 Millionen Klicks, zum anderen soll die Reaktionszeit bei einer optischen Auslösung niedriger ausfallen. Als Begründung nennt Razer das Wegfallen der Prellzeit, die bei mechanischen Switches auftritt.
Das Prellen entsteht, wenn ein mechanischer Kontakt geschlossen wird. Anstatt dass die Kontaktflächen sofort still aufeinanderliegen kommt es zu Schwingungen, die sich in einem inkonsistenten Signal äußern. Laut Omron dauert das Abklingen der Schwingung, die sogenannte Prellzeit, bei den meisten eigenen Switches zwischen 5 und 15 ms. Cherry verspricht für die MX-Switches eine Prellzeit von unter 5 ms.
Quelle: Razer
Razer Viper
Bei optischen Switches entfällt die Prellzeit, da die Auslösung durch eine Lichtschranke erfolgt. Laut Razer soll das die Reaktionszeit auf 0,2 ms und damit ein Drittel der typischen Auslösezeit mechanischer Taster senken. Dabei ist zu beachten, dass dieser Vorteil nur bedingt mit der Prellzeit zusammenhängt: Unabhängig davon, wie lange ein mechanischer Taster prellt, kann mit dem ersten elektrischen Signal erkannt werden, dass die Taste gedrückt wurde. Die Prellzeit gibt lediglich an, wie lange man warten muss, bis man den nächsten Tastendruck auslesen kann.
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Darüber hinaus ist zu bedenken, dass der Geschwindigkeitsvorteil der Razer Viper auch durch die Polling-Rate verzerrt wird. Der optische Switch kann daher entweder exakt gleich schnell sein wie ein mechanischer Switch oder einen Taktzyklus im Voraus übertragen werden. Bei der gängigen Polling-Rate von 1.000 Hz entspricht das einer Millisekunde. Ob das in Wettkämpfen nennenswerte Vorteile bringen wird, müssen erste Tests zeigen.
Abseits der neuen Taster verspricht Razer für die Viper-Maus ein Gesamtgewicht von 69 Gramm und ein besonders flexibles Kabel, um Bewegungen zu erleichtern. Als Sensor kommt Razers 5G zum Einsatz, der für bis zu 16.000 DPI und eine maximale Geschwindigkeit von 450 IPS spezifiziert ist.

Außerdem ist diese Technik nicht neu, und, wie bei der Razer Huntsman, von A4Tech geklaut (oder von A4Tech gekauft, Razer entwickelt sowas ja nicht selbst, sondern schmückt sich nur mit fremden Federn und verkauft es dem gemeinen Pöbel als eigenen Geniestreich).
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