Test: Thermalright Silver Arrow SB-E Extreme - High-End-Lüftkühlung für Overclocker
Der Thermalright Silver Arrow SB-E ist in der Standardkonfiguration schon ein guter Kühler - getestet in der Ausgabe 05/2012 belegt er aktuell den vierten Platz in unserem Einkaufsführer. Thermalright bringt den Silver Arrow nun in einer überarbeiteten Version namens SB-E Extreme speziell für Übertakter auf dem Markt.
Optisch unterscheidet den neuen Silver Arrow SB-E Extreme nicht viel von seinem Vorgänger. Der Kühlerkörper ist komplett identisch zum Silver Arrow SB-E, also eine Doppelturm-Konstruktion. Gehalten werden die Lamellen des Kühlkörpers von acht 6-mm-Heatpipes. Insgesamt kann man bis bis zu drei Lüfter montieren. Während Thermalright bei der Standardausgabe des Kühlers normalerweise zwei Lüfter des Typs TY-150 mitliefert, sind es bei der Extreme-Ausgabe zwei 140-mm-Lüfter mit der Modellbezeichnung TY-143. Während die Nummer eine "kleinere" Version suggeriert, signalisiert die Farbe der Kühler etwas anderes. Die normalen Kühler gibt es ausschließlich in einer grün-braunen Farbe, die TY-143 haben eine rot-orange Farbgebung, die bereits andeutet, dass man es hier nicht mit alltäglichen Ventilatoren zu tun hat. Letzte Zweifel an Gewöhnlichkeit der Lüfter verfliegen spätestens dann, wenn man das System mit dem Lüfter das erste Mal startet. Die Lüfter brauchen geschätzte zehn Sekunden bis sie ihre volle Laufgeschwindigkeit von 2.550 Umdrehungen pro Minute (2.500 laut Hersteller) erreicht haben. Zu diesem Zeitpunkt sind sie auch nicht mehr zu überhören. Thermalright gibt für die Lüfter eine maximale Fördermenge von 220 m³/h an, regelbar sind sie zwischen 600 und 2.500 Umdrehungen (Herstellerangabe) pro Minute, was den Einsatz des Kühlers auf üblichem Lautstärkeniveau ermöglicht.
Quelle: PCGH
Thermalright Silver Arrow SB-E Extreme - High-End-Lüftkühlung für Overclocker (3)
Diese Förderleistung wirkt sich auch auf das Kühlpotential aus. Maßen wir beim Test des Silver Arrow SB-E noch 42,9/43,9/45,0 °C bei 100/75/50 Prozent der maximalen Drehzahl, sind es beim Extreme noch 41,2/41,9/42,6 °C. Hebt man die Spannung des Prozessors auf 1,35 Volt an, maßen wir beim SB-E in der Normalausführung 48,8 °C, mit den neuen Lüftern ist der Prozessor jetzt um 1,4 °C kühler. Besonders bei halber Drehzahl zeigen sich Vorteile: Die TY-143 erreichen erst mit dieser Drosselung die Drehzahlen (1.260 U/min), die bei anderen Lüftern, so auch dem Silver Arrow SB-E in etwa der Maximaldrehzahl entsprechen.
Diesen beachtlichen Vorteil bei der Kühlleistung erkauft sich der SB-E Extreme allerdings auf Kosten der Laufruhe. Auch hier entsprechen die 100 Prozent Drehzahl des SB-E in der Standardausgabe der 50-prozentigen Drehzahl beim Extreme - bei beiden Kühlern messen wir 2,6 Sone. Stellt man beim SB-E Extreme die Drehzahl auf 75 Prozent, sind es schon 6,6 Sone, die man aushalten muss. Bei voller Drehzahl rotieren die Lüfter mit 11,1 Sone, die unweigerlich Gedanken an einen Rasenmäher aufkommen lassen. Für den alltäglichen Einsatz lassen sich die Lüfter wie bereits erwähnt auf 600 U/min herunter regeln (gemessen: 650 U/min). Damit erreicht der Kühler einen Lärmpegel von akzeptablen 0,4 Sone. Damit ist er zwar immer noch nicht für Silent-Fans geeignet, fällt im Einsatz aber nicht mehr störend auf.
Die Messergenisse in der Übersicht:
| Regelwert | Drehzahl (U/min) | Temperatur | Lautstärke (Sone) |
|---|---|---|---|
| 100% | 2.550 | 41,2 | 11,1 |
| 75% | 1.920 | 41,9 | 6,6 |
| 50% | 1.260 | 42,6 | 2,6 |
| min.(außer Wertung) | 650 | - | 0,4 |
| 100% mit OC | 2.550 | 47,4 | 11,1 |
Die Punkte, die der Kühler mit den TY-143-Lüftern im Vergleich zum Silver Arrow SB-E in der Standardversion mit der zusätzlichen Leistung gut macht, reichen leider nicht aus, um die Wertungseinbußen bei der Laustärke zu kompensieren. Insgesamt erreicht er eine Note von 2,67. Der Silver Arrow mit normalen Lüftern erreichte noch die Note 2,28. Allerdings muss man auch bedenken, dass die Extreme-Version eine andere Zielgruppe anspricht. Und diese kümmert sich in der Regel nicht um die Lautstärke.

Das ist selbstverständlich, für manch einen unerfahrenen Leser scheint es mir jedoch teilweise ungewollt irreführend zu sein.
m.M. nach ist auch ein starres "auf die Testnote Schauen" sinnfrei!
Ein paar Blicke auf die Messergebnisse und Einzelwertungen und schon kann man sich sebst ein kleines Urteil bilden, ob der Kühler zu einem passt!
Ich finde die Testkriterien ohnehin ein wenig sinnfrei.
Man schaue sich bspw mal den Test des neuen Phanteks an. Der kühlt schlechter als der Phanteks Twin-Tower, ist aber leiser und wird daher wesentlich besser bewertet als der Twin Tower. Der Haken: Bei beiden kommt das selbe Lüftermodell zum Einsatz, nur haben die Lüfter eben eine gewisse Serienstreuung. Wenn ich es richtig verstanden habe wird nun das eine Modell ausschliesslich auf Grund dieser Serienstreuung besser bewertet als das andere.
Im Vergleich zur Standardbelüftung des Silver Arrow SB-E lassen sich die beiden TY-143 sogar weiter nach unten regeln, womit er auch im Silentbetrieb der bessere Kühler ist, deshalb kann ich das negative Testfazit überhaupt nicht nachvollziehen.
Ja das is schon klar. Aber wenn mal dann ists laut, war so gemeint. Die regelbereiche sind sehr gut das ist klar. Ist gelungener Kühler meiner ansicht nach.