Arctic P12 Pro: Ergebnisse und Fazit
In diesem Artikel
Ergebnisse
Der P12 Pro ordnet sich im lautheitsnormierten Test leistungstechnisch im hinteren Bereich des Spitzenfeldes ein. Der Arctic-Lüfter kann hier zwar mithalten, aber sich nicht vollständig durchsetzen. So erreicht das Modell bei einigen Messpunkten einen besseren Wert und rutscht hier auf den fünften Platz, an anderen Messpunkten reicht die Leistung hingegen eher für den achten Platz. Der Leistungs-Sweetspot liegt bei einer Lautheit von 0,5 Sone. Hier erreicht der Lüfter mit einer Temperaturdifferenz von 18,6 Kelvin besagten fünften Platz und kann hier sogar die Top-Lüfter von Be Quiet und Lian Li hinter sich lassen. Aber auch im Ultra-Silent-Bereich bei 0,2 Sone ist die Leistung vergleichsweise gut und reicht immerhin noch für den sechsten Platz. Bei 0,3 und 1,0 Sone kann die Konkurrenz jedoch zurückschlagen und schiebt das Arctic-Modell wieder nach hinten.
Jedoch werden im Test bei maximaler Drehzahl die Karten neu gemischt. Der P12 Pro erreicht über 3.000 U/min, kann damit eine sehr niedrige Temperaturdifferenz von 12 Kelvin liefern und hat hier somit den dritten Platz im Vergleichsfeld sicher. Die dabei entstehende Lärmbelastung ist mit 4,3 Sone aber natürlich deutlich hörbar.
Beim Blick auf die Leistung des P12 Pro muss man schlussendlich den deutlichen Preisunterschied von meist über 20 Euro beachten, der zu fast allen der hier gezeigten Lüfter besteht. Lediglich der Endorfy Fluctus kommt mit circa 12 Euro in die Nähe des P12 Pro.
P12 versus Pro
Besonders interessant im Test: Die Differenzen zwischen der günstigen Standard- und der teureren Pro-Variante des P12. Ist der Aufpreis gerechtfertigt und welchen der beiden Lüfter sollte man sich für welches Szenario zulegen?
Die Standardvariante ist bei uns mit 5 Euro der absolute Spar-Tipp. Vor allem bei größeren Mengen an Gebläsen, die man beispielsweise für den Einbau ins Gehäuse benötigt, rentiert sich der Griff zur günstigen Variante. Doch der Test zeigt: Die Leistung der Pro-Variante ist ein deutliches Stück höher. Damit ist der Leistungszugewinn im Verhältnis zur Preissteigerung in einem gesunden Verhältnis und auch die Pro-Variante mit 8 Euro eignet sich hervorragend, um ein Gehäuse zu bestücken, da der Preis selbst in größeren Mengen nicht zum Problem wird. Aber vor allem für die Nutzung auf einem Radiator ist der Lüfter fantastisch geeignet. Hier zeigt der Test das Potenzial des Modells. Um die 1 Grad Celsius kann der Lüfter die Temperatur bei gleicher Lautstärke senken. Auch kann die hohe Maximaldrehzahl des Lüfters einen Vorteil auf einem Radiator - vor allem bei Übertaktungsversuchen - bringen. Und hier sehen wir auch das Spezialgebiet des P12 Pro: ein preiswertes Upgrade für mit minderwertigen Lüftern ausgestattete AiOs oder Radiatoren.
Fazit
Der Arctic P12 Pro kann überzeugen. Die Leistung ist im lautheitsnormierten Test gut und der Lüfter ist nicht nur ein deutlicher Sprung zum Standard-P12, sondern kann auch in den Top 10 mitspielen. In Kombination mit der hohen Maximalleistung entsteht ein Lüfter, der für nahezu jedes Einsatzgebiet gut geeignet ist. Doch es gibt auch kleine Kritikpunkte: So ist die Ausstattung mehr als spartanisch. Doch jede negative Stimme verstummt beim Blick auf den Preis. Die Non-PST-Version des P12 Pro ohne Daisy-Chain-Verbindung bekommt man für knapp 8 Euro. Lediglich Endorfys Fluctus kommt mit 12 Euro ansatzweise in die Nähe dieses Preisbereichs. Der P12 Pro ist damit wie sein kleiner Bruder in seinem Preis-Leistungs-Segment absolut konkurrenzlos. Die Gesamtnote des P12 Pro wird durch die magere Ausstattung etwas heruntergezogen, jedoch durch die guten Eigenschaften und Leistungen wieder nach oben korrigiert. Mit einer guten 1,77 kann der P12 Pro überzeugen und hinterlässt uns angesichts des extrem niedrigen Preises sprachlos.
| 120-mm-Lüfter | P12 Pro |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Arctic (arctic.de) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/3523422 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 8,-/ Note: 1 |
| Ausstattung (20 %) | 3,30 |
| Ansteuerung | PWM |
| RGB | Kein RGB |
| Kabel | 42 cm, Bandkabel |
| Anschlüsse (Lüfter/RGB) | Standard-4-Pin/kein RGB |
| Entkoppelung | Gummi-Einsätze |
| Zubehör | Gehäuseschrauben |
| Eigenschaften (20 %) | 1,00 |
| Material – Gewicht (nicht gewertet) | Kunststoff – 186 g |
| Abmessungen (H × B × T) | 120 × 120 × 25 mm |
| Farbe (Rahmen/Rotor) | Schwarz/schwarz |
| Lager (Herstellerangabe) | hydrodynamisches Gleitlager |
| Rotor-Durchmesser | 113 mm |
| Max. / Min. Drehzahl | 3.030/420 U/min |
| Verarbeitung | Keine Mängel |
| Nebengeräusche | Keine |
| Stärke der Nebengeräusche | – |
| Lebensspanne | Nicht angegeben |
| Garantie | 6 Jahre |
| Leistung (60 %) | 1,51 |
| Temperaturdifferenz bei: 0,2 | 0,3 | 0,5 | 1,0 | 2,0 Sone | Volllast | 21,9 | 20,7 | 18,6 | 17,0 | 14,5 | 12,0 Kelvin |
| Maximale Lautheit auf Radiator | 4,3 Sone |
| Nicht erreichte Lautheitswerte | – |

Ist eigentlich auch meist nicht das Problem.
Das sieht auf jeden Fall nach schlechter Auflage aus. Egal warum.
Aber ja, ich drossle die nochmal extra ein.
Jeder wie er mag, natürlich.
Versteh mich nicht falsch, hatte selbst mal eine 3080 Ti.
Aber eine 300W oder sogar "ü300W" würde ich heute nicht mehr kaufen und finde es beinahe hirnrissig. 😅🙈
Trotzdem war die 3080 Ti nicht bei 100°C geschweige 90°C - auch nicht beim Hotspot.
Der VRAM war einfach nur nervig heiß. Wie bei vielen 9070er Karten.
Der 7900 XTX stehen etwas mehr Effizienz und ein etwas niedrigerer Verbrauch prinzipiell schon ganz gut zu Gesicht, da ist das nicht ganz so tragisch.