PC-Lüfter: PWM, 3-Pin & Steuerung
Quelle: Noiseblocker/Noctua/Arctic
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PC-Lüfter: PWM, 3-Pin & Steuerung

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Special Veronika Maucher Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Was steckt hinter den Begriffen PWM, Molex und 3-Pin? Wie unterscheiden sich die Anschlussarten? Und welche Vor- oder Nachteile haben sie für die Steuerung von PC-Lüftern?

Was bedeuten PWM, Molex und 3-Pin?

In unseren Ranglisten finden Sie als ersten Wert den Anschluss und entsprechend 4-Pin oder 3-Pin. Die Bezeichnung verrät dabei schon: PC-Lüfter mit 3-Pin werden über einen Stecker mit drei Pins versorgt und gesteuert, 4-Pin entsprechend mit vier. Einbauen kann man beide auf dem einen oder anderen Steckplatz, 3-Pin passt also auf einen 4-Pin-Steckplatz und umgekehrt. Der maßgebliche Unterschied ist die sogenannte Ansteuerung der beiden Anschlussarten. Eine dritte Anschlussart, eigentlich der sogenannte Laufwerksstecker, wird meist als "Molex" bezeichnet, benannt nach der Firma, die diesen erfunden hat.

3-Pin-PC-Lüfter

Beiden gleich sind die Aufgaben der ersten drei Pins: Masse, Strom und Tachosignal. Über die ersten beiden Kabel laufen dabei standardmäßig 12 Volt. Das Tachosignal-Kabel teilt dem Mainboard oder einer eigens eingebauten Lüftersteuerung mit, auf welcher Drehzahl der Ventilator läuft. 3-Pin-Lüfter werden dabei ausschließlich über die Spannung geregelt: Bei 12 Volt drehen die Blätter durchgehend auf voller Leistung. Möchte man eine niedrigere Drehzahl (beispielsweise um den Geräuschpegel herabzusetzen), muss man die Spannung mittels Adapter (5 oder 7 Volt) oder einer Lüftersteuerung herabsetzen. Welchen Einfluss das Drosseln der Spannung mittels Adapter auf die Kühlleistung hat, erfahren Sie im Abschnitt "Die Standard-Lüfter-Positionierung mit Drehzahl-Drosselung".

4-Pin-Lüfter & PWM

PC-Lüfter: die unterschiedlichen Anschlussarten 4-Pin und 3-Pin in Nahaufnahme Quelle: PCGH Zwei verschiedene Varianten von 4-Pin sowie einmal 3-Pin: So sehen Lüfteranschlüsse aus. Beim 4-Pin-Lüfter kommt ein vierter Kontakt dazu. Im Regelfall läuft über diesen vierten Pin die sogenannte PWM, zu Deutsch Pulsweitenmodulation. Durch die Pulsweitenmodulation kann die Drehzahl des PC-Lüfters bei einer gleichbleibenden Spannung von 12 Volt gesteuert werden. Das hat den Vorteil, dass Anlaufschwierigkeiten oder ein Stehenbleiben wegen zu niedriger Spannung kein Thema mehr sind. Das PWM-Signal gibt dem Lüfter einen speziellen Takt vor, welcher denselben in sehr kurzen Abständen ein- und wieder ausschaltet. Dieser Wechsel findet im 1/100-Millisekundenbereich statt, wird also vom PC-Inhaber nicht wahrgenommen. Durch das Ein- und Ausschalten wird die jeweils gewünschte und passende Drehzahl erreicht. Ob es sich bei einem 4-Pin zugleich um einen PWM-fähigen Stecker handelt, ist in den Produkteigenschaften angegeben.

"Molex"

Hat der Lüfter einen ziemlich großen Anschlussstecker, dürfte es sich um einen sogenannten "Molex" handeln. Diese auch Laufwerksstecker genannten Anschlüsse wurden von der Firma Molex erfunden. Sie laufen daher bis heute unter diesem Namen, auch wenn der jeweilige Lüfteranschluss von einer anderen Firma produziert wurde. Der große Unterschied ist, dass Molex-Stecker nicht am Mainboard angebracht werden, sondern am Netzteil. Entsprechend ist hier auch kein Signal zur Regulierung möglich, ein solcher PC-Lüfter läuft einfach auf voller Leistung. Will man einen solchen Lüfter drosseln, muss man ihn über einen passenden 3-Pin-Adapter ans Mainboard anschließen oder einen 5-Volt- oder 7-Volt-Molex-Adapter verwenden.

Gehäuselüfter steuern: Steuerung, Adapter, UEFI und Software

Um die Geschwindigkeit der Lüfter zu regeln und anzupassen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die erste Option ist die Regulierung über die Spannung mittels eines 5- oder 7-Volt-Adapters. Hierbei wird die Drehzahl konstant auf der Geschwindigkeit gehalten, die bei der jeweiligen Spannung möglich ist.

PC-Lüfter blau beleuchtet Quelle: PCGH Die Lüftersteuerung kann auf verschiedene Arten vonstattengehen. T.B.RGB von Enermax bringen direkt ihren eigenen Controller für RGB und Lüfter mit.

Wann der Lüfter dreht und wann nicht, wird im einfachsten Fall über das UEFI geregelt. Das ist die Grundsoftware, die dafür sorgt, dass der Computer sich überhaupt einschalten lässt und quasi die wichtigsten Lebensfunktionen des PCs steuert. Bei neuen Mainboards ist eine Lüftersteuerung über das UEFI (auch genannt Firmware) standardmäßig möglich. Eine dritte Option ist die Hardware-Lösung in Form eines Steuergerätes. Ein solches verbindet man mit den Lüftern und dem Netzteil des PCs und montiert es in einem der Schächte, die für CD-Laufwerke vorgesehen sind. Auf diese Weise kann man die Drehzahl der Ventilatoren manuell regulieren. Es gibt aber auch Steuerungen, welche die Regulierung automatisch übernehmen.

120 mm oder 140 mm - welchen Unterschied macht die Größe?

Generell haben 140-mm-Lüfter dank der größeren Fläche der Rotorblätter die Nase vorn, denn sie können mehr Luft bewegen. Jedoch darf man die Kraft hinter hervorragenden 120-mm-Lüftern wie dem Phanteks T30 nicht unterschätzen. Wie auf Seite 1 erwähnt, hat der sich den ersten Platz redlich verdient.

In der Summe lässt sich sagen: Grundsätzlich ist ein größerer Ventilator auch leistungsfähiger. Es kommt aber immer auch auf die Qualität des Lüfters an. Man sollte im PC keine kleineren Lüfter als vorgesehen einbauen, aber auch keine zu großen PC-Lüfter, wo für diese schlichtweg der Platz fehlt.

Machen LEDs den Lüfter kleiner und dadurch schlechter?

Wie bei allen PC-Komponenten liegen auch bei Lüftern LEDs immer mehr im Trend. Insbesondere die Lüfter an der Front machen sich beleuchtet optisch richtig gut. Ob die Beleuchtung Einfluss auf die Qualität der Kühlung hat, kommt tatsächlich auf die Position der LEDs an. Sitzen diese in einem Ring entlang der Rahmeninnenseite, müssen die Rotorblätter dafür kürzer gestaltet werden. Auf diese Weise geht Fläche und damit auch Kühlleistung verloren. Zieren die LEDs die Rahmenecken oder die Lüfternabe, dann bleibt die Leistung ungetrübt. Man muss dabei aber bedenken, dass die Beleuchtung auch ihren Preis hat, gute Lüfter mit LEDs also mehr kosten.

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  1. Seite 1 Aktuelle PC-Lüfter-Tests & Einleitung
  2. Seite 2 PWM, 3-Pin & Steuerung
  3. Seite 3 Wissenswertes rund um PC-Lüfter
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von nervnicht Freizeitschrauber(in)
        Die Corsair RS120 MAX bekommt man bei Amazon im dreierpack für 34,90€.
      • Von nervnicht Freizeitschrauber(in)
        Die Corsair RS120 MAX bekommt man bei Amazon im dreierpack für 34,90€.
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Warum sind die Purewings so weit hinten abgeschlagen? Liegt es vielleicht am Brumm- oder Schleifgeräusch?

        Ich habe drei 140er davon verbaut und leider diese Symptome bei meinen Lüftern festgestellt. Jetzt werde ich sie gegen die Noctua NF-A14 PWM austauschen. Nicht billig, aber sie sollten besser sein – dafür muss ich allerdings 148 Euro für fünf Stück hinblättern.

        Die be quiet! Light Wings RGB sind auch nicht wirklich überzeugend und haben das gleiche Problem wie die Pure Wings. Ich brauche auch unbedingt drei davon, aber am besten wäre etwas mit Ringform-RGB. Könnt ihr da welche empfehlen? Der Preis ist egal, es müssen nur kompatibel mit der AIO sein.

        Ganz vergessen, leise sollen sie auch dabei sein. ^^

        LG
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