Thermalright präsentiert neuen Vollkupferkühler AXP-90
Der Kühler-Hersteller Thermalright hat im Rahmen der hauseigenen Retro-Collection einen neuen Luftkühler der AXP-Serie veröffentlicht, der mit einem Vollkupferkühlkörper daherkommt. Der AXP-90 fungiert als Top-Flow-Kühler und bildet die kleinere Variante des bereits verfügbaren AXP-100 Full Copper Kühlers.
Jeder PC-Bastler und -Enthusiast weiß: Kein System funktioniert ohne eine vernünftige Kühlung. Letztere muss dabei - je nach Rechner, in dem sie arbeiten soll - bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Der Hersteller Thermalright hat jetzt eine neue Luftkühlung vorgestellt, die sich speziell an Selbstbauer mit einem Fable für Effizienz und Platzersparnis richtet.
Der Thermalright AXP-90 Full Copper stellt eine kleinere Variante des AXP-100 Full Copper dar und besteht aus einem Vollkupferkühlkörper mit dichten Lamellen und vier kupfervernickelten Heatpipes mit einer Dicke von je sechs Milimetern. Die Heatpipes sind direkt mit der Kupfergrundplatte verlötet und nehmen die Hitze über die Lamellen auf.
Bildergalerie
An der Oberseite der Kühlung befindet sich ein 15 Milimeter dicker TL-9015R-Lüfter, der mit seiner orange-roten Färbung an das Design des Kupferkühlkörpers angepasst ist. Der Thermalright AXP-90 Full Copper verfügt außerdem über folgende Spezifikationen:
- 4-pin PWM Input
- Lüftergeschwindigkeit: bis zu 2.700 RPM
- Förderleistung: bis zu 42,58 CFM
- Lautstärke: 22.4 dBA
- Maße: 97mm x 92mm x 47mm (Breite x Tiefe x Höhe)
- Gewicht: 490g
Der Kühler ist in zwei Versionen erhältlich, die je nach CPU-Typ die Sockel LGA115X beziehungsweise AM4 unterstützen. Aktuell ist der Thermaltake AXP-90 Full Copper noch nicht in Deutschland erhältlich. Gemessen am Preis von 299 RMB (chinesischer Yuan), den einige chinesische Händler aufrufen, dürfte sich der Preis hierzulande im Bereich von etwa 40 Euro bewegen. Ob und wann Thermaltake den AXP-90 Full Copper auch in Deutschland anbietet, steht noch nicht fest.
Quelle: Techpowerup

Spezifiziere "enormes Tempo": Arbeitest du mit beiden am Limit des maschinell Machbaren und es liegt beide Male gleich oder ergeben sich Unterschiede? Wenn deine Ausstattung mit beiden Materialien schneller fertig wird, als der Bediener hinterherkommt, ergeben sich natürlich keine Unterschiede. Das ist dann wie CPU-Benchen im GPU-Limit und nicht repräsentativ für die Bedingungen in der Kühlerherstellung. Ich kann aus privater Erfahrung mit einfachen Werkzeugen berichten, dass ich den Vorschub bei gleicher Leistung und Kühlung in reinem Kupfer* deutlich reduzieren muss, je nach tollerierbarer Spanbildung die Drehzahl ebenfalls. Kühlerhersteller berichten mir im Rahmen industrieller Möglichkeiten das Gleiche.
Lamellen dürften übrigens aus Blech gestanzt und dann bestenfalls an den Kanten, aber nicht flächig geschliffen werden. Bohren und Verpressen wären die limitierenden Arbeitsschritte bei Heatpipe-Kühlern. Bei handwerklicher Bearbeitung bin ich hier mit (Lamellen-)dünnem Kupfer, besonders vorsichtig, damit der Bohrer sauber und ohne Ruck auf der Unterseite austritt. Zumindest ohne großflächige, genau passende Auflage auf beiden Seiten verzieht sich Kupferblech meiner Erfahrung nach schneller als Aluminium gleicher Stärke, wenn man trotz der höheren Festigkeit mit gleicher Geschwindigkeit bohren will.
*: E-Kupfer bitte nicht mit für maschinelle Verarbeitung optimierten Legierungen verwechseln. Es gibt einige Bronzen, die sich abgesehen von etwas höherer Härte im Vergleich zu Aluminium sehr gut bearbeiten lassen. Die haben aber auch keine bessere Wärmeleitfähigkeit.
Aber meiner Erinnerung nach lag die Abkehr von Kupfer primär daran, dass man herausgefunden hat dass die Oberflächensteigerung durch das Tower-Lamellendesign und die Abstrahlfähigkeit von Aluminium ohnehin die Wärme-Aufnahmefähigkeit von Luft übersteigt.
Auf Seiten der Bearbeitung hat Kupfer eine ganze Reihe von Nachteilen:
Etwas höhere Oberflächenhärte, deutlich höherer Schmelzpunkt und vor allem eine deutlich schlechtere Zerspanbarkeit bei reinem Kupfer oder Legierungen mit hoher Wärmeleitfähigkeit. Wenn man Aluminium fräst oder schleift, erhält man kleine Späne, die direkt wegbrechen. Das zähere Kupfer bildet lange, störende Späne und schmiert Schleif- und Schneidstruckturen zu. Ich glaube im industriellen Maßstab kann man mit einer zwei bis viermal höheren Bearbeitungszeit rechnen (gleich bedeutend mit vier mal so vielen Maschienen und Personal für den gleichen Durchsatz). Privat würde ich das für sägen und bohren bestätigen, beim Schleifen aber eher von Faktor 10 sprechen. Oder anders gesagt: Reines Kupfer ist selbst innerhalb der anspruchsvollen Buntmetalle miserabel zu bearbeiten, abgesehen von gehärtetem Stahl ist mir noch nichts arbeitsintensiveres untergekommen. Aluminium dagegen ist nach Holz und Kunststoff das angenehmste Material überhaupt, für kleine Details selbst letztgenannten überlegen.
Hinzu kommt noch der höhere Preis und eben das Gewicht von Kupfer. Lamellen lassen sich nicht unbegrenzt dünn machen, man braucht also ein gewisses Volumen Metall für einen Kühler und Kupfer ist viel dichter.
Da liegen Welten dazwischen. Aber ja: Kupferlamellen als solche steigern die Leistungsfähigkeit eines guten Designs nur wenig.
Aber meiner Erinnerung nach lag die Abkehr von Kupfer primär daran, dass man herausgefunden hat dass die Oberflächensteigerung durch das Tower-Lamellendesign und die Abstrahlfähigkeit von Aluminium ohnehin die Wärme-Aufnahmefähigkeit von Luft übersteigt.
@T
Gibts diese Bauform nicht schon von anderen Herstellern?