Sandia-Kühler: Rotierender Kühlkörper fertig für die Lizenzierung - Video zeigt Lüfter im Einsatz
In einem Video stellen die Sandia Labs ihren rotierenden CPU-Kühler vor. Das Projekt ist soweit fertig, dass die Vergabe von Lizenzen an interessierte Industrie-Unternehmen beginnen kann. Angeblich soll der Kühler dreißigmal effizienter als herkömmliche CPU-Kühler mit Plastik-Lüfter sein.
Sandia hat sein fertiges Konzept eines rotierenden CPU-Kühlers vorgestellt, aber auch der Einsatz in Klimaanlagen und Ventilationssystemen soll angedacht sein. Der Kühler bricht dabei mit den heute üblichen Turm-Designs mit gekühlten fixen Aluminiumlamellen von CPU-Kühlern. Die Kühllamellen selbst rotieren. Ein montierter Motor sorgt für die Rotation der Kühllamellen. Dadurch entsteht ein Sog, der Umgebungsluft ansaugt und ins Zentrum des Kühlers leitet. Die zur Kühlung genutzte Luft wird schließlich auf Grund der gebogenen, parallelen Lamellen wieder nach außen befördert. Der zentrifugale Pumpeneffekt sorgt für eine 90 Prozent dünnere Luftschicht (0,03 mm), die die Flügel des Lüfters umgibt. Dadurch soll die Kühlleistung signifikant ansteigen. Die Luftschicht reguliert sich selbst, ähnlich einem Air-Hockey-Puck, auf einem Air-Hockey-Tisch. Mechanische Einflüsse sind daher nicht mehr unbedingt notwendig. Der Lüfter selbst sitzt auf dem Heat-Spreader.
Ferner soll die Ablagerung von Verschmutzungen wie z. B. Staub verringert werden. Die aerodynamische Form des Kühlers soll trotz hoher Umdrehungsgeschwindigkeiten für einen leisen Betrieb sorgen. Wer mehr über die technischen Hintergründe wissen will, kann sich das bereitgestellte PDF durchlesen. Wie der Sandia-Kühler im realen Einsatz wirkt, können Sie im untenstehenden Video sehen. Sicher ist jedenfalls, dass spätestens bei diesem Lüfter-Konzept die Finger nichts mehr in der Nähe zu suchen haben.


Habe gerade was interessantes über die Sandia National Laboratories gefunden...
Das wäre nicht nur keine schlechte Idee, sondern ist meines Wissens nach sogar Vorschrift, damit das Ding überhaupt durch den TÜV/GS kommt.
Die Ummantellungen solcher Gerätschaften müssen immer so ausgelegt sein, dass Sie bei einem Schaden die Trümmerteile so auffangen können, dass Sie keine Gefahr mehr darstellen für den Nutzer. Das sollte hier aber schon relativ einfach dadurch gehen, das man eben noch ein Gehäuse darum hat. Das müsste halt eventuell mit einem "Tot"-Schalter ausgestattet werden, so dass das Ding nicht funktioniert, wenn das Gehäuse offen ist
Was Ruyven da sagt ist auch absolut richtig. Die Energie die man in einer Rotation speichern kann ist extrem! Bei uns an der Uni meinte wohl vor einigen Jahren mal einer, er müsse beim abschalten einer Turbomolekularpumpe scheise bauen.... Ende der Geschichte war, dass der gesamte Vakuumsversuch, ich schätze mal so mindestens 50kg, einmal quer durch den Raum geflogen ist... Tja zum Glück stand niemand im Weg....
Wenn die Behauptungen von Sandia stimmen, dann soll das Ding ja energieeffizienter sein, als herkömmliche Lösungen - also weniger Motorstärke benötigen, als Lüfter auf herkömmlichen Kühlern.
Es sollte wohl kein Problem sein, einen schwächeren Motor leiser zu machen.
(ganz abgesehen davon, dass mir bei einer ordentlichen Wicklung nicht bekannt wäre, wie ein hochdrechender Motor als solcher Geräusche verursachen soll. Geräuschquellen sind entweder das schlechte Lager -angeblich hier ja geräuschlos/perfekt- oder Vibrationen durch schlechte Auswuchtung des Rotors -da hier keine erhöhten Fertigungskosten anfallen sollen, hat Sandia wohl ein Wundermittel für perfekt ausgewuchtete Riesenaluklötze-, aber nicht durch den elektromagnetischen Antrieb als solches)
Größere Bedenken hätte ich da schon bei diesem riesigen Radiallüfter mit einer Vielzahl von Kanten und der Grenzschichtminimierung durch Verwirbelung und Beschleunigung als sein Markenzeichen bewirbt. Aber angeblich soll das Konzept an sich ja leiser sein, als kann das wohl keine Lärmquelle sein
Bezüglich Absicherung gegen Verletzungen: Da reicht einfaches Gitter, wie bei bisherigen Lüftern oder man montiert einfach eine Abdeckung oben auf den Lamellen (Strömungstechnisch eh keine schlechte Idee, um Vermischung von Ab- und Zuluft zu erschweren). Interesanter wäre da schon der Schutz der restlichen Hardware, denn schnelldrehende, schwere Objekte repräsentieren eine gewisse Menge gespeicherter Energie, die sie an ihrer Umgebung auslassen, wenn sie mal vom Lager hüpfen. (Zentrifugen kommen z.T. mit dutzende Kilo schweren Gusseisenmänteln daher, damit der Rotor im Worst Case nicht einmal quer durchs Gebäude fliegt, sondern sich an seinem Behältniss austoben kann. Zugegebenermaßen gehts da auch um höhere Drehzahlen und Gewichte)
Nur unerheblich. Die haben im Video ja auch einen Käfig drum rum bei manchen Aufbauten. Das würde schon gehen ohne größere Probleme.
Ich seh eher den Motor als großes Problem für den Heimbereich an. Der ist ja praktisch die einzige relevante Lärmquelle. Wenn man aber bedenkt, was mit Gegenschall möglich ist durch Auslöschung, so lässt das hoffen. Das wäre dann schon ein recht cooler Kühler
OMG was ein Wortspiel
So würde der Kühler aber - zumindest in Deutschland - nie eine TÜV-Zulassung kriegen - die Verletzungsgefahr wäre einfach zu hoch.
Es müßte eine Art Käfig herumgebaut werden.
Dann könnte es aber sein das die Lautstärke steigt.