Fujitsu: Fünf Mal effizientere Heat Pipe entwickelt

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Fujitsu Heat Pipe 15.03.2015 (3)
Quelle: Fujitsu

Der japanische Technologie-Konzern Fujitsu hat eine neue Kühllösung für kompakte, elektrische Geräte vorgestellt, welche die Kühleffizienz um bis zu fünf-fach steigern könnte. Die 1 Millimeter dünne Heat Pipe besteht aus einer schleifenartigen Bauform, inklusive Verdampfer und Kondensator.

Die Wärmeleitung und Kühlung von Smartphones und Tablets werden zu einem wachsenden Problem. So gab es im Januar diesen Jahres Berichte darüber, dass der Qualcomm Snapdragon 810 Prozessor zu heiß für Samsungs Galaxy S6 sei. Das japanische Technik-Unternehmen Fujitsu hat eine neue Heat Pipe entwickelt, die die Kühlleistung in kompakten Technik-Geräten, wie Smartphones, nun noch effizienter machen soll.

Die Wärmeleitung erfolgt über eine schleifenartige Bauform. Das zu kühlende Objekt wird auf einen Evaporator, auf deutsch Verdampfer, gesetzt und überträgt die Hitze über eine Hälfte der Heat Pipe zu einem Kondensator. Dieser leitet die Wärme nach außen ab und sorgt so für eine starke Abkühlung. Die Energie, die für das Kondensieren und Verdampfen notwenig ist, wird hier also optimal zur Kühlung der Wärmeeinheit genutzt. Innerhalb der Heat Pipe befindet sich Kühlflüssigkeit, um die Wärme zwischen den Standorten zu transportieren.

Die Heat Pipe besteht aus 0,1 Millimeter Kupfer-Schichten, die im Endprodukt nie dicker werden als 1 Millimeter. Die Oberfläche ist mit kleinen Kerben versehen, die widerum wie Kapillare funktionieren. Dadurch sollen besonders Smartphones profitieren, da als Energiequelle das Wärmeobjekt selbst dient und keine Batterie oder äußerer Strom. Das Design der Heat Pipe ist sehr dynamisch und lässt sich auf unterschiedliche Größen anwenden, das finale Produkt soll zum Fiskaljahr 2017 auf dem Markt erscheinen. Fujitsu hatte bereits angemerkt, dass auch Geräte über Smartphones und Tablets hinaus von dieser Technologie profitieren könnten, es wurden jedoch keine genauen Angaben dazu gemacht.

Quelle: hexus.net

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Fujitsu: Fünf Mal effizientere Heat Pipe entwickelt

        Zitat von VoodaGod
        was is der unterschied dieser kühllösung zu sapphire's vapor-x?
        Wenn ich die Quelle richtig interpretiere, dann nutzt Fujitsu getrennte Leitungen für Dampf und Flüssigkeitsrücktransport. Bisherige Heatpipes und Vapor-Chambers leiten die warme Gasphase durch den gleichen Raum, an dessen Wänden sich auch die Flüssigkeits-rückführenden Kapillaren befinden.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Fujitsu: Fünf Mal effizientere Heat Pipe entwickelt

        Zitat von VoodaGod
        was is der unterschied dieser kühllösung zu sapphire's vapor-x?
        Wenn ich die Quelle richtig interpretiere, dann nutzt Fujitsu getrennte Leitungen für Dampf und Flüssigkeitsrücktransport. Bisherige Heatpipes und Vapor-Chambers leiten die warme Gasphase durch den gleichen Raum, an dessen Wänden sich auch die Flüssigkeits-rückführenden Kapillaren befinden.
      • Von KaneTM Software-Overclocker(in)
        AW: Fujitsu: Fünf Mal effizientere Heat Pipe entwickelt

        Zitat von Frontline25
        Mal sehen ab wann keine kühllösung mehr funktionieren wird, und man die grenze erreicht hat
        So lange wir von Handys sprechen, wird das nicht so bald sein - schlicht und ergreifend, weil ja nur Wärme dadurch entsteht, dass das Handy arbeitet - und zwar mit Strom. Je mehr Strom ein Handy verbraucht, desto wärmer (nein, das stimmt natürlich nicht absolut, aber im Groben kann man das erstmal so nehmen, für das worauf ich hinaus will) wird es. Sprich damit ich mit aktuellen Kühllösungen an echte Grenzen stoße, bräuchte ich einen viel höheren Stromverbrauch. Kann man den erreichen? Ja, klar, kein Problem. Aber wenn es eben um ein Handy geht, muss der Strom erstmal irgendwo hergenommen werden, um ordentlich Abwärme "produzieren" zu können. Da stehen uns aber die kleinen Akkus im Weg . Wärme ist ein Problem, aber kein unlösbares, mit dem wir an richtige Grenzen stoßen werden, so lange wir nicht genug Energie mit uns "herumtragen" können.
      • Von DerMega Freizeitschrauber(in)
        AW: Fujitsu: Fünf Mal effizientere Heat Pipe entwickelt

        Zitat von Goliath1985
        Ich glaube eher das Sie das Prinzip über eine Chemische Komponente ermöglichen, weclhe auch in Bierfäser ( Doppelwandig ) zum Einsatz kommen. Diese Fäser enthalten eine Art Granulat was wärme Energie aufnimmt und dadurch Fest wird und der Umgebung Energie entzieht und die kühlt , sich aber bei Zusatz einer Chemikalie wieder in Flüssige Form verwandelt und wärme abgibt. Denke Sie haben einen Weg gefunden dieses auf kleinster Bauform zu verwirklichen und dadurch verschiedene Ebenen geschaffen die am Anfang wärme aufnehmen und im Verdampfer mit der flüssigen Chemikalie wieder abgeben.... Nur ein Ansatz ... bin mal gespannt. Mir bekannt Formen sind flüssig fest, gasförmig! Hier könnte mit einer Art Gas gearbeitet werden. was in den Zusatnd flüssig übergeht....

        Grüße Goliath1985
        Ist ja so im Prinzip schon im Aufbau beschrieben: Es gibt einen Vaporisierer, bei dem eine Flüssigkeit verdampft und einen Kondenser, wo das Gas wieder in den Flüssigzustand übergeht. Bei diesen Prozessen wird Wärme aufgenommen oder abgegeben.
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Fujitsu: Fünf Mal effizientere Heat Pipe entwickelt

        Zitat von Frontline25
        den es gibt ja handys die biegen sich etwas.
        Es biegt sich fast jedes Handy, es kommt nur darauf an ob der Korpus aus Metall oder Kunststoff besteht und ob beim Biegen eine Grenze überschritten wird das die Verformung dauerhaft ist.
        Ein Smartphone mit Metallrücken hat so eine Kühllösung momentan überhaupt nicht notwendig. Ein WLP zur Rückseite ist absolut ausreichend.
        Nur bei den Kunststoffgehäusen weiß man halt nicht wirklich wohin mit der Wärme.
      • Von Frontline25 Software-Overclocker(in)
        AW: Fujitsu: Fünf Mal effizientere Heat Pipe entwickelt

        Mal sehen ab wann keine kühllösung mehr funktionieren wird, und man die grenze erreicht hat, sodass wir die teekocher app bekommen können

        Es ist eine gute lösung, doch wird sie stabil/ dicht halten können ? ... den es gibt ja handys die biegen sich etwas.
      Direkt zum Diskussionsende
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