DIY-Kühlung: Core i9 mit vier Kilogramm Kupferzylinder gekühlt

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Kupferzylinder auf CPU 
Quelle: That Desktop User via Reddit

Auf Reddit gibt es aktuell einen Post, in dem ein Intel Core i9 mit einem massiven Kupferzylinder gekühlt wird. Abgesehen davon, dass dieser nur sehr schwer montiert werden könnte und somit gerade auf dem Prozessor steht, erfüllt der Kupferblock seine Aufgabe souverän. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

Moderne Prozessoren können zwar einerseits extrem energieeffizient sein und mit wenigen Watt Power-Budget die Akkulaufzeit moderner Laptop und anderer mobiler Endgeräte maximieren, doch andererseits sind die meisten CPUs ab Werk mit einem hochaggressiven Turbomodus versehen, der sie auf den maximalen Kerntakt zwingt, den sie innerhalb der Herstellerspezifikation erreichen können. So ist es vor allem bei Oberklassemodellen im Desktopbereich heute mehr denn je eine Herausforderung, sie adäquat zu kühlen, wenn nicht manuell das Powertarget begrenzt oder die Spannung deutlich abgesenkt wird.

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Auf Reddit hat der Nutzer "That Desktop User" nun herumexperimentiert und eine passive Kühllösung für seinen Intel Core i9 gesucht, der nicht näher spezifiziert ist. Dafür hat er auf einen Kupferblock gesetzt, der auch bei normalen Luftkühlern oftmals genutzt wird. Sein Kupferblock ist allerdings kein kleiner Kern, der einen guten Wärmeübertrag sichern soll, sondern ein rund vier Kilogramm schwerer Kupferzylinder, den er auf einem offenen Testaufbau direkt auf seinen Prozessor gesetzt hat.

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Dadurch erreichte dieser im Idle eine Temperatur von ca. 35 °C, dafür aber 80 °C unter Volllast. Nach Ende des Benchmarks erreichte die CPU allerdings innerhalb weniger Sekunden wieder ihre Ausgangstemperatur, sodass die Kühlwirkung als ordentlich bezeichnet werden kann. Die Datenerhebung ist dabei methodisch nicht einwandfrei, sodass diese Werte nicht hundertprozentig exakt sind. Der Kupferblock stammte ursprünglich aus einem medizinischen Gerät und wurde auch darin bereits als Kühler eingesetzt. Das erklärt die Löcher an der Seite des Zylinders, die wohl mit Kühlflüssigkeit durchspült wurden.

Damit wäre auch ein möglicher nächster Schritt für den DIY-Kühler auf dem PC abgesteckt, der abermals für bessere Temperaturen sorgen könnte. Wer das nachmachen möchte, sollte von der Idee allerdings dennoch tunlichst absehen. Vier Kilogramm Kupfer auf dem Prozessor müssten fixiert werden und könnten das Mainboard nachhaltig schädigen. Als Rohmaterial wird dafür aktuell ein Preis von ca. 8,30 Euro pro Kilo angesetzt, doch damit wäre noch kein fertiger Kühler designt. Nichtsdestotrotz zeigt das Experiment, dass auch aktuelle Prozessoren mit DIY-Lösungen gekühlt werden könnten und basteln am eigenen PC ist bekanntlich ein angenehmer Zeitvertreib.

Quelle: That Desktop User

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von pbStoRm Freizeitschrauber(in)
        Zitat von glatt_rasiert
        Mein Fehler, da war ich wohl mit meinem Kopf nicht richtig bei der Sache. Sorry
        Zugegeben, im Sommer können es ein paar Grad mehr sein. Aber dann drosselt die CPU mit dem Kupferblock vermutlich zu 100% der Zeit. =D
      • Von pbStoRm Freizeitschrauber(in)
        Zitat von glatt_rasiert
        Mein Fehler, da war ich wohl mit meinem Kopf nicht richtig bei der Sache. Sorry
        Zugegeben, im Sommer können es ein paar Grad mehr sein. Aber dann drosselt die CPU mit dem Kupferblock vermutlich zu 100% der Zeit. =D
      • Von Gast1681636201
        Zitat von pbStoRm
        Das bereitet den Leser wohl auf den Inhalt der folgenden Aussage vor?

        Während eines kompletten Cinebench-Laufs geht die Temp nicht über 65°C.
        Wie ich bereits sagte, der Kupferklumpen ist absolut ineffizient.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Mein Fehler, da war ich wohl mit meinem Kopf nicht richtig bei der Sache. Sorry
      • Von pbStoRm Freizeitschrauber(in)
        Zitat von glatt_rasiert
        Das ist Quatsch.
        Das bereitet den Leser wohl auf den Inhalt der folgenden Aussage vor?
        Zitat von glatt_rasiert
        Diese Temps erreichst du schon in sehr wenigen Sekunden bei Cinebench R20/R23 und hierfür muss die CPU (9900k/KF) nicht einmal übertaktet sein.
        Während eines kompletten Cinebench-Laufs geht die Temp nicht über 65°C.
        Wie ich bereits sagte, der Kupferklumpen ist absolut ineffizient.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Thomas5010
        Das geht doch noch eleganter. CPU und GPU mit mehreren Heat Pipes zum Heizungskörper führen. Die Heizung einfach nur über die PC Abwärme beheizen. Gibt es sowas?
        Ja: Absolut jeden einzelnen Standard-PC überhaupt. Wenn nicht gerade eine Wasserkühlung mit Radiator im Nachbarzimmer genutzt wird, landet die Abwärme immer im Raum und dieser wird somit beheizt. Dafür braucht es kein spezielles Kühlsystem.

        Lüfterlose Lösungen mit Heatpipes zu Kühlprofilen, die allerdings etwas sinnvoller geformt sind als ein Warmwasser-Heizkörper, existieren ebenfalls. Allerdings überwiegend im HTPC-Bereich mit beschränkter Leistung (z.B. Streacom). Abseits einiger Kleinserien/experimenteller Gehäuse (z.B. Monster Labo) gibt es Gaming-taugliche Fanless-Hardware meinem Wissen nach nur noch in den Komplett-PCs von Deltatronic sowie natürlich mit Wasserkühlung. Da ist es einfach nur eine Frage der Radiatorgröße und -anzahl, ob man Lüfter braucht oder nicht. Zwei Aquacomputer Gigant 3360 sollten auch mit einer RTX 4090 fertig werden – kosten aber halt auch ähnlich viel und das Spulenfiepen bleibt.

        Was allen genannten Varianten gemein ist:
        - Sie haben jede Menge Lamellen
        - Es gibt Tests mit dokumentierter Methodik, die nachweisen, was im Steady-State möglich ist. Einen "i9" auf "80 °C" kühlen kann ich dagegen auch mit einem Pfund Kupfer aus Athlon-Zeiten. Darf halt nur nich länger als ein paar Sekunden Last anliegen, sonst ist die Wärmekapazität ausgeschöpft.
      • Von Gast1681636201
        Zitat von pbStoRm
        Der hitzköpfigste i9 war wohl der 9900K und der wird unter AVX Volllast mit ordentlicher Kühlung und übertaktet höchstens 65°C warm.
        Das ist Quatsch. Diese Temps erreichst du schon in sehr wenigen Sekunden bei Cinebench R20/R23 und hierfür muss die CPU (9900k/KF) nicht einmal übertaktet sein.

        topic

        Es fällt mir schwer diesem Artikel Glauben zu schenken.
        Wie lange wurde getestet uund mit welchem Tool?
        Das sind doch die entscheidenden Fragen, irgendwelche Zahlen kann jeder in den Raum stellen.
        Die angegebenen Temps sind idr. das was man auf einem 9900Kmit einer 360er AIO erwarten kann.
        Das ein Kupferzylinder die gleiche Wärme über den gleichen Zeitraum abführen kann, halte ich für nicht realistisch.
      Direkt zum Diskussionsende
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