[PLUS] PC-Hardware mit Linux auslesen: Die wichtigsten Tools (Teil 2)
PCGH Plus: Rechnerhardware auf der Kommandozeile erkunden. Egal, ob beim Kauf gebrauchter Hardware, beim Einbinden neuer Rechnerkomponenten oder bei einer Inventarisierung: Es ist wichtig, zu wissen, was sich im und rund um das Rechnergehäuse tatsächlich verbirgt. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 02/2026 und ist von Harald Zisler.
Auf dieser Seite
- 1 Überblick zur vorhandenen Hardware mit Cpu-x
- 2 Infos aus den DMI-Tabellen extrahieren mit Dmidecode
- 3 Gerätedaten sammeln mithilfe von Hw-probe
- 4 Voller Durchblick mit dem Allrounder Inxi
- 5 Übersicht per Mausklick mit Hardinfo2
- 6 NVMe-SSDs auf den Zahn fühlen mit Nvme-cli
- 7 Fazit: Handliche Bordmittel für jeden Zweck
Blick unter das Blech
Die Untersuchung von Rechnerhardware empfiehlt sich sowohl beim Erwerb von Geräten als auch bei deren Verkauf. Außerdem erleichtern genaue Inventardaten die Diagnose allgemeiner Hard- und Softwareprobleme sowie Austausch- und Aufrüstvorhaben.
Mit den im ersten Teil dieser Artikelserie vorgestellten Kommandozeilenprogrammen Lscpu, Lspci, Lsusb, Lsblk und Lshw erhalten Sie tiefere Einblicke in Art, Herkunft und Leistung der Hardware eines Rechners und identifizieren die genutzten Treiber. Darüber hinaus helfen die Tools beim Einbinden problematischer Hardware, um zu überprüfen, ob das System sie korrekt erkennt. Diesmal geht es um die Programme Cpu-x, Dmidecode, Inxi, Hw-probe, Hardinfo2 und Nvme-cli, die sich bei solchen Vorhaben ebenfalls als äußerst hilfreiche Werkzeuge erweisen.
[PLUS] PC-Hardware mit Linux auslesen (Teil 1)
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Überblick zur vorhandenen Hardware mit Cpu-x
Einen ziemlich schnellen Überblick über die vorhandene Basishardware - also das Motherboard, die CPU und den Arbeitsspeicher - liefert Cpu-x. Das Programm findet sich in den Paketquellen aller gängigen Distributionen. Offeriert Ihr Linux-Derivat das Werkzeug nicht, dann laden Sie es stattdessen als App-Image von Flathub herunter. Es läuft sowohl in der GUI als auch im Terminal. Die wichtigsten Optionen finden Sie in der Tabelle Cpu-x: Optionen zusammengefasst. Im Test verwendeten wir die Version 5.3.1.
Die Schaltfläche Daemon beziehungsweise der Aufruf des Programms mit dem Schalter ‑d ermöglichen den Zugriff auf Informationen, die nur mit Root-Rechten zugänglich sind. Cpu-x und der dazu gestartete Daemon nutzen für die Interprozesskommunikation (IPC) einen Unix Domain Socket.
Die beiden in Cpu-x integrierten Programme Dmidecode und Bandwidth lassen sich nur als Option beim direkten Programmstart in der Shell nutzen. Die Bandwidth-Option ‑B erzeugt neben der Terminalausgabe ein Diagramm im BMP-Format, das die Geschwindigkeiten beim Zugriff auf die CPU-Caches zeigt. Abbildung [Bild 01] zeigt Cpu-x in der Shell mit den Angaben zum Prozessor. Sie beenden das Programm durch einen Druck auf [Q].
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Wie gut kennen Sie die Hardware Ihres Linux-Systems wirklich? Teil 2 unserer PCGH-Plus-Serie zeigt, wie Sie auch jenseits von lscpu und lspci tief ins Innenleben Ihres Rechners blicken. Der Artikel stellt praxisnah weitere unverzichtbare Tools vor, darunter Cpu-x für den schnellen Überblick, Dmidecode für präzise BIOS- und DMI-Daten, Inxi als mächtigen Allrounder, Hw-probe zur systematischen Inventarisierung, Hardinfo2 mit komfortabler GUI sowie Nvme-cli für die detaillierte Analyse von NVMe-SSDs inklusive SMART-Werten und Verschleißindikatoren.
Sie erfahren, welche Werkzeuge sich für Kauf, Verkauf, Fehlersuche oder Bestandsaufnahme eignen, welche Root-Rechte erfordern und wie sich Ausgaben gezielt filtern oder automatisiert weiterverarbeiten lassen. Schritt-für-Schritt-Erklärungen, konkrete Kommandozeilenbeispiele und praxisnahe Hinweise machen den Artikel zu einem kompakten Nachschlagewerk für ambitionierte Linux-Anwender.
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