PCGH-Plus Label [PLUS] PC-Hardware mit Linux auslesen: Die wichtigsten Tools (Teil 2)

PCGH Plus: Rechnerhardware auf der Kommandozeile erkunden. Egal, ob beim Kauf gebrauchter Hardware, beim Einbinden neuer Rechnerkomponenten oder bei einer Inventarisierung: Es ist wichtig, zu wissen, was sich im und rund um das ­Rechner­gehäuse tatsächlich verbirgt. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 02/2026 und ist von Harald Zisler.

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 PC-Hardware mit Linux auslesen: Die wichtigsten Tools (Teil 2)
Quelle: © David Biagi / 123RF.com

Blick unter das Blech

Die Untersuchung von Rechnerhardware empfiehlt sich sowohl beim Erwerb von Geräten als auch bei deren Verkauf. ­Außerdem erleichtern genaue Inventardaten die Diagnose allgemeiner Hard- und Softwareprobleme sowie Austausch- und Aufrüstvorhaben.

Mit den im ersten Teil dieser Artikelserie vorgestellten Kommandozeilenprogrammen Lscpu, Lspci, Lsusb, Lsblk und Lshw erhalten Sie tiefere Einblicke in Art, Herkunft und Leistung der Hardware ­eines Rechners und identifizieren die ­genutzten Treiber. Darüber hinaus helfen die Tools beim Einbinden problematischer Hardware, um zu überprüfen, ob das System sie korrekt erkennt. Diesmal geht es um die Programme Cpu-x, Dmidecode, Inxi, Hw-probe, Hard­info2 und Nvme-cli, die sich bei solchen Vorhaben ebenfalls als äußerst hilfreiche Werkzeuge erweisen.

[PLUS] PC-Hardware mit Linux auslesen (Teil 1)

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Readme

Prospektmaterial ist geduldig, Aussagen über Gebrauchtgeräte erweisen sich oft als unzuverlässig. Als Verkäufer wie auch als Käufer bleiben Sie auf der sicheren Seite, indem Sie die PC-Hardware vor dem Ein- oder Verkauf konkret bestimmen. Dazu offeriert Linux eine ganze Reihe nützlicher Werkzeuge.

Überblick zur vorhandenen Hardware ­mit Cpu-x

Einen ziemlich schnellen Überblick über die vorhandene Basishardware - also das Motherboard, die CPU und den Arbeitsspeicher - liefert Cpu-x. Das Programm findet sich in den Paketquellen aller gängigen Distributionen. Offeriert Ihr Linux-Derivat das Werkzeug nicht, dann laden Sie es stattdessen als App-Image von ­Flathub herunter. Es läuft sowohl in der GUI als auch im Terminal. Die wichtigsten Optionen finden Sie in der Tabelle Cpu-x: Optionen zusammengefasst. Im Test verwendeten wir die Version 5.3.1.

Die Schaltfläche Daemon beziehungsweise der Aufruf des Programms mit dem Schalter ‑d ermöglichen den Zugriff auf Informationen, die nur mit Root-Rechten zugänglich sind. Cpu-x und der dazu gestartete Daemon nutzen für die Interprozesskommunikation (IPC) einen Unix Domain Socket.

Die beiden in Cpu-x integrierten Programme Dmidecode und Bandwidth lassen sich nur als Option beim direkten Programmstart in der Shell nutzen. Die Bandwidth-Option ‑B erzeugt neben der Terminalausgabe ein Diagramm im BMP-Format, das die Geschwindigkeiten beim Zugriff auf die CPU-Caches zeigt. Abbildung [Bild 01] zeigt Cpu-x in der Shell mit den Angaben zum Prozessor. Sie beenden das Programm durch einen Druck auf [Q].

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Wie gut kennen Sie die Hardware Ihres Linux-Systems wirklich? Teil 2 unserer PCGH-Plus-Serie zeigt, wie Sie auch jenseits von lscpu und lspci tief ins Innenleben Ihres Rechners blicken. Der Artikel stellt praxisnah weitere unverzichtbare Tools vor, darunter Cpu-x für den schnellen Überblick, Dmidecode für präzise BIOS- und DMI-Daten, Inxi als mächtigen Allrounder, Hw-probe zur systematischen Inventarisierung, Hardinfo2 mit komfortabler GUI sowie Nvme-cli für die detaillierte Analyse von NVMe-SSDs inklusive SMART-Werten und Verschleißindikatoren.

Sie erfahren, welche Werkzeuge sich für Kauf, Verkauf, Fehlersuche oder Bestandsaufnahme eignen, welche Root-Rechte erfordern und wie sich Ausgaben gezielt filtern oder automatisiert weiterverarbeiten lassen. Schritt-für-Schritt-Erklärungen, konkrete Kommandozeilenbeispiele und praxisnahe Hinweise machen den Artikel zu einem kompakten Nachschlagewerk für ambitionierte Linux-Anwender.

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