Garuda Linux: Gaming-Distribution mit optimiertem Zen-Kernel

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Garuda Linux: Gaming-Distribution mit optimiertem Zen-Kernel
Quelle: Garuda

Garuda Linux ist eine ganz auf Spieler zugeschnittene Linux-Distribution mit optimiertem Zen-Kernel, die neben den neuesten Softwarepaketen, Treibern und Grafik-APIs auch sehr interessante Detaillösungen und nützliche Tweaks zu bieten hat.

Garuda Linux basiert auf dem bekannten Arch Linux und ist eine ganz auf Spieler und deren Bedürfnisse zugeschnittene Linux-Distribution, welche als "Rolling Release" neben den neuesten Softwarepaketen, Treibern und Grafik-APIs auch äußerst interessante Detaillösungen und nützliche "Tweaks" zu bieten hat. Auch Alleinstellungsmerkmale wie ein eigenes GUI-Design sind geboten.

Garuda Linux Mokka Edition Quelle: Garuda Mit dem neuen Release, Garuda Linux Build 250902, optimiert das freie und quelloffene Betriebssystem seine noch sehr junge Designsprache "MOKKA" auf der Basis der pastellfarbenen Themes von Catppuccin, welches wiederum auf einem aktuellen KDE Plasma 6.4 aufsetzt. Mit dem Avant Window Navigator ("AWN"), einem Programm-Dock im Stile von macOS, und Conky, einem Tool für Desktop-Widgets, wird der Desktop ergonomisch weiter aufgewertet. Als Basis für die Distribution fungiert der neueste Betriebssystemkernel Linux 6.16, welcher mit seinen Leistungsoptimierungen Spieler mit moderner Hardware adressiert.

Garuda Linux mit optimiertem Zen-Kernel

Garuda Linux setzt auf den insbesondere für Gaming und Multimedia auf besonders niedrige Latenzen optimierten Zen-Kernel, welcher in der neuesten Version Linux Zen Kernel v6.16.5-Zen1 jetzt für das Release des aktuellen OS Builds 250902 bereitgestellt wird.

Die Ausrichtung auf Spieler zeigt sich unter anderem durch "Garuda Gamer", eines GUI zur Installation kuratierter Gaming-Software, die neben der zu Windows-kompatiblen Laufzeitumgebung Wine in der Version 10.0 und dem FOSS-Spiele-Manager Lutris auch Steam, PlayOnLinux sowie entsprechende Konfigurationswerkzeuge bietet, mittels derer beispielsweise auch Valve Proton exakt angepasst werden kann.

Garuda Gamer Quelle: Garuda Als Standard-Dateisystem kommt BTRFS zum Einsatz, welches über Timeshift automatisch Schnappschüsse des Systems anfertigen kann und diese auf Wunsch direkt während des Bootvorgangs per GRUB zur Verfügung stellt. Damit lässt sich das Risiko eines nicht mehr funktionierenden Systems deutlich senken, insbesondere bei einem Betriebssystem, welches von Haus aus als Rolling Release ausgelegt ist.

Basis und Abstammung

  • GNU/Linux
    • → Arch Linux
      • → Garuda Linux
        • → Build 250902

Desktop und Arbeitsumgebung

Das Projekt stellt insgesamt 12 Systemabbilder als Download mit verschiedenen Desktop-Umgebungen und Fenstermanagern zur Verfügung, die zusätzlich durch diverse Lite-Versionen ergänzt werden.

  • KDE Plasma 6.4.4
  • Cinnamon 6.4.10
  • Gnome 48.4.0
  • Xfce 4.20.0
  • Sway 1.1
  • i3 4.24

Für versierte Anwender und Entwickler stehen zudem besonders leichtgewichtige Fenstermanager wie WORM, Sway, i3, Openbox, Qtile und BSPWM bereit und lassen sich schnell und unkompliziert nachinstallieren.

Garuda Linux in der Dr460nized Edition

Spieler, die ihrem Hobby unter Linux nachgehen wollen, sollten insbesondere die Version Garuda Dr460nized Gaming ins Auge fassen, da diese von Haus aus ganz auf das Spielen unter Linux ausgerichtet und bereits entsprechend konfiguriert ist.

Betriebssystemkernel und Grafikstack

Wie für ein Rolling Release auf Basis von Arch Linux typisch befindet sich Garuda Linux nach einer kurzen Aktualisierung über die hauseigene GUI für den bekannten Pacman-Paketmanager auf dem neuesten Stand.

Systemkernel

  • Linux 6.16.5
    • Linux 6.16.5-Zen1

Grafikstack & Treiber

  • Mesa 3D 25.2.2
    • KDE Frameworks 6.17.0
    • KDE Gear 25.08.0
    • Qt 6.9.2
  • Nvidia 580.82.07

Softwarepakete und Grafiktreiber

  • Garuda Linux kommt wie Arch Linux als Rolling Release out of the box mit den aktuellsten Softwarepaketen daher.
  • Anwendungen und Tools wie der quelloffene Browser Mozilla Firefox 142.0.1 und der E-Mail-Client Thunderbird 142.0 sind auf dem aktuellsten Stand.
  • Gleiches gilt für Laufzeitumgebungen und Bibliotheken wie Mesa 3D v25.2.2 sowie die Grafiktreiber von AMD und Nvidia.

Download und Installation

Die Installation erfolgt mittels der grafischen Installationsroutine Calamares v3.3.14 und geht schnell und unkompliziert von der Hand, ein Linux-Profi muss man hierfür bei Weitem nicht sein. Anschließend begrüßt Garuda Linux den Anwender mit seinem aktuellen Plasma-Desktop und es kann losgehen.

Weitere Informationen liefern die offizielle Website und die Projektseite auf der Entwicklerplattform GitLab. Um Hilfe kümmert sich das offizielle Support-Forum, während der YouTube-Kanal eBuzz Central entsprechende Impressionen zur Installation, Einrichtung und Nutzung von Garuda Linux bereitgestellt hat.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von joecnstr
        Was ich mit "nicht nachhaltig" (sorry für den ausgelutschten Begriff ) meine ist, dass die Entwicklung (wie ich annehme) in Zukunft stagnieren wird.
        Ich weiß es natürlich nicht sicher, aber ich glaube das eigentlich nicht. Es wird immer neue Hardware und neue Features geben, die dann wieder neue Treiber und Verbesserungen brauchen werden.
        Zitat von joecnstr
        Bei den Dingen, die man nachträglich einrichten muss, bin ich eigentlich auf deiner Seite: Lieber erstmal nicht ALLES dabei haben und dafür selbst entscheiden was rein soll und was nicht. Aber für viele ist das glaube ich doch eher abschreckend. Bzw würde ich einem Anfänger dann doch zu einem PopOS oder Ähnlichem raten (bis man sich in der Pinguin-Welt sicher fühlt )
        Ist halt die Frage, wie aufwändig das ist. Wenn es einfach nur eine Installation über die (grafischen) Paketverwaltung ist, ist es ja kein Problem. Für wirklich anfängertauglich halte ich viele dieser Distros aber auch nicht, auch wenn eher, weil die oft extrem aktuell und auch nach dem, was ich darüber lese, eher etwas experimentell daherkommen (alternative Kernel usw.) und oft noch sehr schnelllebig sind.
        Zitat von joecnstr
        Wenn man supereinfach und schnell Features nachinstalliert - wozu dann eine dedizierte Gaming-Distribution? Die paar Tools und Treiber kann ich mir ja auch selbst holen . So mache ich es aktuell mit CachyOS, es hat nur ein paar extra Tweaks / Einstellungen gebraucht...
        Kommt halt drauf an. Ein Standard-Programm (Browser, Mailclient, Mediaplayer, Office usw.) auf einer Gaming-Distro nachzuinstallieren sollte kein Problem sein, irgendwelche alternativen Kernel, Protonversionen oder ein komplexeres Tool auf einer allgemeineren Distro einzurichten, kann aber schon aufwändiger sein, wenn das nicht vorgesehen ist.

        Ich selbst nutze aber auch keine Gaming-Distro, sondern Manjaro, weil mir das auch ausreicht. Bei einer Neuinstallation würde ich vielleicht sogar eher noch was Konservativeres nehmen, wobei ich den Zugriff aufs AUR schon nicht missen wollen würde.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von joecnstr
        Was ich mit "nicht nachhaltig" (sorry für den ausgelutschten Begriff ) meine ist, dass die Entwicklung (wie ich annehme) in Zukunft stagnieren wird.
        Ich weiß es natürlich nicht sicher, aber ich glaube das eigentlich nicht. Es wird immer neue Hardware und neue Features geben, die dann wieder neue Treiber und Verbesserungen brauchen werden.
        Zitat von joecnstr
        Bei den Dingen, die man nachträglich einrichten muss, bin ich eigentlich auf deiner Seite: Lieber erstmal nicht ALLES dabei haben und dafür selbst entscheiden was rein soll und was nicht. Aber für viele ist das glaube ich doch eher abschreckend. Bzw würde ich einem Anfänger dann doch zu einem PopOS oder Ähnlichem raten (bis man sich in der Pinguin-Welt sicher fühlt )
        Ist halt die Frage, wie aufwändig das ist. Wenn es einfach nur eine Installation über die (grafischen) Paketverwaltung ist, ist es ja kein Problem. Für wirklich anfängertauglich halte ich viele dieser Distros aber auch nicht, auch wenn eher, weil die oft extrem aktuell und auch nach dem, was ich darüber lese, eher etwas experimentell daherkommen (alternative Kernel usw.) und oft noch sehr schnelllebig sind.
        Zitat von joecnstr
        Wenn man supereinfach und schnell Features nachinstalliert - wozu dann eine dedizierte Gaming-Distribution? Die paar Tools und Treiber kann ich mir ja auch selbst holen . So mache ich es aktuell mit CachyOS, es hat nur ein paar extra Tweaks / Einstellungen gebraucht...
        Kommt halt drauf an. Ein Standard-Programm (Browser, Mailclient, Mediaplayer, Office usw.) auf einer Gaming-Distro nachzuinstallieren sollte kein Problem sein, irgendwelche alternativen Kernel, Protonversionen oder ein komplexeres Tool auf einer allgemeineren Distro einzurichten, kann aber schon aufwändiger sein, wenn das nicht vorgesehen ist.

        Ich selbst nutze aber auch keine Gaming-Distro, sondern Manjaro, weil mir das auch ausreicht. Bei einer Neuinstallation würde ich vielleicht sogar eher noch was Konservativeres nehmen, wobei ich den Zugriff aufs AUR schon nicht missen wollen würde.
      • Von joecnstr Freizeitschrauber(in)
        Zitat von empy
        Warum ist der nicht nachhaltig? Wenn man immer ganz vorne dabeibleibt, bleibt man doch immer ganz vorne dabei mit allen Vor- und Nachteilen, die das halt so mit sich bringt.

        Ist das wirklich so schlimm? Die meisten Dinge sind doch supereinfach und -schnell installiert. Vielleicht übersehe ich was, deswegen frage ich, aber wenn jemand ein OS installieren kann, sollte er doch damit auch zurechtkommen.

        Ja, klar. Deswegen ist doch gut, wenn man auch in der Gaming-Nische etwas mehr Auswahl bekommt.
        Was ich mit "nicht nachhaltig" (sorry für den ausgelutschten Begriff ) meine ist, dass die Entwicklung (wie ich annehme) in Zukunft stagnieren wird. Ich habe das Gefühl, dass gerade bei der Gaming-Performance unter Linux extrem viel geht. Wayland, RADV, Proton, Treiber ... sind alle in kürzester Zeit extrem viel besser geworden. Die Entwicklung wird aber abflachen und dann verschwindet der zeitliche Vorsprung der Gaming-Distributionen.

        Bei den Dingen, die man nachträglich einrichten muss, bin ich eigentlich auf deiner Seite: Lieber erstmal nicht ALLES dabei haben und dafür selbst entscheiden was rein soll und was nicht. Aber für viele ist das glaube ich doch eher abschreckend. Bzw würde ich einem Anfänger dann doch zu einem PopOS oder Ähnlichem raten (bis man sich in der Pinguin-Welt sicher fühlt )

        Nicht verärgert sein, aber meiner Meinung nach widersprichst du dir mit der letzen und vorletzten Aussage ein bisschen selbst: Wenn man supereinfach und schnell Features nachinstalliert - wozu dann eine dedizierte Gaming-Distribution? Die paar Tools und Treiber kann ich mir ja auch selbst holen . So mache ich es aktuell mit CachyOS, es hat nur ein paar extra Tweaks / Einstellungen gebraucht...

        Generell finde ich aber eine grosse Auswahl gut! Es fliesst ja immer auch etwas in die Entwicklung des Kernels und der Tools zurück - alle profitieren
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von joecnstr
        - Haben tatsächlich bis ca 10% Vorsprung auf die "Mainstream"-Distributionen (so mein Eindruck nach dem Wechsel von PopOS auf CachyOS). Aber der Vorsprung ist vor allem ein Vorsprung bezüglich Kernel-Version, Wayland, Treiber... sprich ein Vorsprung der nicht nachhaltig ist
        Warum ist der nicht nachhaltig? Wenn man immer ganz vorne dabeibleibt, bleibt man doch immer ganz vorne dabei mit allen Vor- und Nachteilen, die das halt so mit sich bringt.
        Zitat von joecnstr
        - Sind bis auf das Styling recht ähnlich. Viele Gaming-relevante Aspekte sind out-of-the-box dabei, viel Konfiguration/Software für den normalen Desktop-Betrieb fehlt dann halt doch und muss nachinstalliert werden, was für unerfahrene User wieder mühsam wird
        Ist das wirklich so schlimm? Die meisten Dinge sind doch supereinfach und -schnell installiert. Vielleicht übersehe ich was, deswegen frage ich, aber wenn jemand ein OS installieren kann, sollte er doch damit auch zurechtkommen.
        Zitat von joecnstr
        Bei der Wahl der Distribution läuft es eher auf eine Wahl der persönlichen Präferenz hinaus:
        Ja, klar. Deswegen ist doch gut, wenn man auch in der Gaming-Nische etwas mehr Auswahl bekommt.
      • Von joecnstr Freizeitschrauber(in)
        Irgendwie scheint es gerade in Mode zu sein seine eigene dedizierte Linux-"Gaming"-Distribution rauszubringen.

        Meine persönliche Meinung: Das bringt nicht wirklich was. Die ganzen Anwärter für den 1sten Platz in der Gaming Performance:

        - Schenken sich gerade mal 1-2% Leistungsdifferenz in Benchmarks und das Bild ist oft nicht mal einheitlich
        - Haben tatsächlich bis ca 10% Vorsprung auf die "Mainstream"-Distributionen (so mein Eindruck nach dem Wechsel von PopOS auf CachyOS). Aber der Vorsprung ist vor allem ein Vorsprung bezüglich Kernel-Version, Wayland, Treiber... sprich ein Vorsprung der nicht nachhaltig ist
        - Sind bis auf das Styling recht ähnlich. Viele Gaming-relevante Aspekte sind out-of-the-box dabei, viel Konfiguration/Software für den normalen Desktop-Betrieb fehlt dann halt doch und muss nachinstalliert werden, was für unerfahrene User wieder mühsam wird

        Bei der Wahl der Distribution läuft es eher auf eine Wahl der persönlichen Präferenz hinaus: Möchte ich etwas Arch-based, Debian/Ubuntu-based für die Konfiguration und Paket-Management? Möchte ich KDE, Gnome oder einen anderes Desktop Environment für das Look-and-Feel? Möchte ich eine Distribution die neu und fancy ist, aber ggf. bald nicht mehr gemaintened wird - oder eines der "Urgesteine" die mittlerweile ein bisschen angestaubt daherkommen aber stabil sind?

        Eine Ausnahme sehe ich gerade aber in Bazzite, welches als (atomic) Fedora Abkömmling ganz klar den Fokus auf reines Gaming / konsolenähnliche Nutzung legt und das sehr gut macht. Dafür ist es meiner Meinung nach aber ziemlich ungeeignet für den Alltags/Desktop-Betrieb
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