Linux: Valve macht mit Proton weiter Jagd auf Windows 11

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Linux: Valve macht mit Proton weiter Jagd auf Windows 11
Quelle: Valve / Montage: Sven Bauduin

Valve drückt weiterhin kräftig aufs Gaspedal und hat jetzt Proton 10.0-4 veröffentlicht. Die neueste stabile Version der auf Wine 10 basierenden Gaming-Software für Steam macht weiter große Fortschritte und Jagd auf Windows 11.

Valve drückt auch weiterhin kräftig aufs Gaspedal und hat soeben auf GitHub eine neue stabile Version von Proton 10 veröffentlicht. Die neueste Ausgabe seiner auf der mit Microsoft Windows kompatiblen Laufzeitumgebung Wine 10.0 basierenden Gaming-Software für Steam macht weiter riesige Fortschritte und mit zahlreichen Verbesserungen Jagd auf Windows 11. Deren Versionshinweise fallen äußerst ausführlich aus und führen außerdem sämtliche aktuelle Softwarepakete, Programmbibliotheken und Laufzeitumgebungen für Linux-Gaming.

Neue Softwarepakete in Proton 10.0-4
• Xalia v0.4.6
• Wine Mono v10.4.1
• VKD3D-Proton v3.0b (Bugfix)
• SteamWorks SDK v1.63.0
• DXVK-NVAPI v0.9.0-10
• DXVK v2.6.2-23
• VKD3D 1.18
• Wine 10.7

Neuerungen, Optimierungen und Fehlerkorrekturen sowie erweiterte Featuresets fließen mit Proton 10.0-2 für zahlreiche Spiele mit ein und verbessern unter anderem die Nutzung von HDR und DLSS, Frame Generation sowie den Betrieb des freien Display-Server-Protokolls Wayland. Bereits gemeldete Probleme mit der Vorgängerversion wurden ebenfalls sehr umfangreich korrigiert.

Die nachfolgenden Windows-Spiele erhalten weitreichende Verbesserungen und/oder Fehlerkorrekturen für das Spielen unter Linux und sind teilweise erstmals überhaupt ohne Proton Experimental unter Linux spielbar:

Optimierungen und Fehlerkorrekturen für folgende Spiele:
• Surgeon Simulator: Experience Reality
• Changeling VR
• Summoners War: RUSH
• Quantum Threshold
• REACH
• Fellowship
• Metal Slug: Awakening
• The Obsessive Shadow
• Drop Dead: The Cabin
• Zero Caliber 2 Remastered
• Lost Memories 3 Side Stories
• Death by Scrolling
• Stellar Reach
• Girls' Frontline
• Modules
• Distant Worlds 2
• 懒人修仙传2
• Ring Runner: Flight of the Sages
• Chronology

Im Laufe dieses Jahres wird Proton voraussichtlich auf das neue Wine 11.0 wechseln und damit noch weitreichendere Vorteile für das Spielen unter Linux bieten. Valve lässt nicht nach und so sind inzwischen auch mehr als 25.000 Spiele auf dem hauseigenen Handheld-PC Steam Deck spielbar.

Proton mit ProtonPlus aktualisieren

Proton, Proton GE Custom, Proton-CachyOS, NorthstarProton ... und viele mehr, doch wie wechselt man zwischen den zahlreichen verschiedenen Kompatibilitätsebenen, welche Windows-Spiele unter Linux deutlich beschleunigen können? Inzwischen existieren entsprechende Tools, die hierbei helfen.

Proton GE Custom, Proton-CachyOS und andere Abwandlungen von Proton können das Spielen von Windows-Spielen unter Linux deutlich beschleunigen. — PCGH

Neben Proton GE Custom ("Proton-GE"), welches auch für Nobara Linux 43 zum Einsatz kommt, stehen auch Proton-CachyOS, bekannt aus der Gaming-Distribution CachyOS, Proton-EM und weitere optimierte Varianten zur Auswahl bereit, welche in der Regel auf dem neuesten Proton Experimental basieren und diese mit weiteren Features wie beispielsweise FSR 4 ausbauen. Als Basis für diese weitreichend optimierten Ableger dienen das aktuelle Proton 10 und Wine 10.

ProtonPlus, das von Vysp3r entwickelt wird und sowohl über die offizielle Website sowie die Entwicklerplattform GitHub als auch über Flathub zum Download angeboten und unterstützt nicht nur sämtliche relevanten Abwandlungen und Forks von Proton, sondern auch verschiedenste Spiele-Clients und Launcher.

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Quelle: Valve via GitHub

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Drake802 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von _Oskar_
        Wo ein Wille da auch ein Weg.

        Aber wer von vorne herein nicht bereit und gewillt ist sich auf Linux einlassen zu wollen, (Allgemein verdeutlicht) und auch nicht bereit ist - zumindest sich ein paar Grundkenntnisse anzueignen und zu erlernen, diese Leute bleiben dann besser bei ihrem Windows oder MacOS.
        Wie gesagt, ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man auch eine Zeit brauchen kann bis man die Kapazitäten hat sich umzugewöhnen. Obwohl die Hürden hete natürlich deutlich kleiner ist als noch vor 20 Jahren. Man vergisst auch mal schnell, dass der Umstieg schwieriger wird, je mehr erfahrung man mit Windows hat.
        Meine beiden Eltern haben fast keine Probleme mit dem Umstieg gehabt. Die hatten aber auch keine Ahnung von Windows. Für mich war der Umstieg deutlich schwerer weil ich mich gut mit Windows ausgekannt habe und überhaupt erst mal lernen musste das ich mit dem Wissen unter Linux nichts anfangen konnte. Ich merke auch an mir das es das Alter sein kann. Ich hätte heute keine Lust mehr, mich in Linux einzuarbeiten.

        Ich war aber selbst lange deiner/eurer Meinung. Bis mir bewusst wurde das ich ja selbst ziemlich lange gebraucht habe um wirkliich bei Linux anzukommen.
        Ich habe mich halt damals mit dem 1500 Seiten dicken Handbuch un dem X-Server rumgschlagen um überhaupt mal eine grafische Oberfläche ans Laufen zu bringen, Mit dem Ergebnis das die Win95 ähnliche UI gar nicht laufen wollte, und die die lief die veraltete Optik von Windows 3.1 hatte. Den nächsten Versuch habe ich dann erst mit Open Suse gemacht. Was ich wegen der fehlen Spiele dann auch schnell wieder durch Windows ersetzt wurde.

        Aber wir müssen ja nicht einer Meinung sein.
      • Von Drake802 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von _Oskar_
        Wo ein Wille da auch ein Weg.

        Aber wer von vorne herein nicht bereit und gewillt ist sich auf Linux einlassen zu wollen, (Allgemein verdeutlicht) und auch nicht bereit ist - zumindest sich ein paar Grundkenntnisse anzueignen und zu erlernen, diese Leute bleiben dann besser bei ihrem Windows oder MacOS.
        Wie gesagt, ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man auch eine Zeit brauchen kann bis man die Kapazitäten hat sich umzugewöhnen. Obwohl die Hürden hete natürlich deutlich kleiner ist als noch vor 20 Jahren. Man vergisst auch mal schnell, dass der Umstieg schwieriger wird, je mehr erfahrung man mit Windows hat.
        Meine beiden Eltern haben fast keine Probleme mit dem Umstieg gehabt. Die hatten aber auch keine Ahnung von Windows. Für mich war der Umstieg deutlich schwerer weil ich mich gut mit Windows ausgekannt habe und überhaupt erst mal lernen musste das ich mit dem Wissen unter Linux nichts anfangen konnte. Ich merke auch an mir das es das Alter sein kann. Ich hätte heute keine Lust mehr, mich in Linux einzuarbeiten.

        Ich war aber selbst lange deiner/eurer Meinung. Bis mir bewusst wurde das ich ja selbst ziemlich lange gebraucht habe um wirkliich bei Linux anzukommen.
        Ich habe mich halt damals mit dem 1500 Seiten dicken Handbuch un dem X-Server rumgschlagen um überhaupt mal eine grafische Oberfläche ans Laufen zu bringen, Mit dem Ergebnis das die Win95 ähnliche UI gar nicht laufen wollte, und die die lief die veraltete Optik von Windows 3.1 hatte. Den nächsten Versuch habe ich dann erst mit Open Suse gemacht. Was ich wegen der fehlen Spiele dann auch schnell wieder durch Windows ersetzt wurde.

        Aber wir müssen ja nicht einer Meinung sein.
      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Zitat von Drake802
        Für jemanden der noch nichts mit Linux zu tun hatte, kann der Umstieg wie eine riesen Hürde erscheinen. Je nach dem was man alles haben möchte, kann das ja auch eine gewisse Hürde.
        Wo ein Wille da auch ein Weg.

        Aber wer von vorne herein nicht bereit und gewillt ist sich auf Linux einlassen zu wollen, (Allgemein verdeutlicht) und auch nicht bereit ist - zumindest sich ein paar Grundkenntnisse anzueignen und zu erlernen, diese Leute bleiben dann besser bei ihrem Windows oder MacOS.

        So einfach.
      • Von Ben1804 Schraubenverwechsler(in)
        Kann’s kaum erwarten irgendwann mit SteamOS zu arbeiten und zu spielen, wenn der Support gut genug für meine Bedürfnisse ist.

        Win11 wird definitiv mein letztes Windows.
      • Von Drake802 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von XT1024
        Warum müssen die dann über Dekaden dauern erwähnen, dass sie das demnächst und dieses Mal ganz bestimmt machen werden?
        Irgendwann müsste dieser für alle so interessante Vorgang doch mal abgeschlossen sein.
        Weil der Wunsch immer noch da ist aber zur Zeit eben nicht der Wille oder die Zeit. Für jemanden der noch nichts mit Linux zu tun hatte, kann der Umstieg wie eine riesen Hürde erscheinen. Je nach dem was man alles haben möchte, kann das ja auch eine gewisse Hürde.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Hyourinmaru
        Für den Online-Multiplayer Midnight Ghost Hunt hatte ich dann auch rausgefunden, dass in die Launch Options env STEAMDECK=1 %command% rein muss, da es auf einem Desktop-Linux sonst nicht startet.
        So was gab es bei Space Marine 2 auch mal. Das war aber eh am Anfang ein wilder Ritt. Das Spiel kam raus und lief anstandslos unter Linux. Nach einer Woche oder so hat der Entwickler es verbockt, das richtige EAC-Package beim Update mitzuliefern und man konnte nicht mehr auf die Server connecten. Das ging dann nach so zwei Wochen wieder, aber dann brauchte man auch erst noch diese Variable und die Grafikeinstellungen wurden auf Steam-Deck-Niveau zurückgedreht. Beim wieder Hochstellen meckerte es mich an, dass ich nicht genug VRAM hätte, vermutlich, weil angenommen wurde, ich würde ein Steam Deck nutzen, hat die Einstellung aber übernommen.

        Immerhin ging nach zwei Wochen wieder alles und inzwischen braucht man die Variable auch nicht mehr. Bei Insurgency Sandstorm haben die das mit dem richtigen EAC-Package ein halbes Jahr oder noch länger nicht hinbekommen...

        Aber glücklicherweise sind solche Sachen ziemlich selten und werden gefühlt auch immer seltener. Vermutlich gibt es inzwischen einfach genug Feuer in den Bewertungen, wenn so was passiert, denn auch Linux-Nutzer wollen keine Ikea-Erfahrung beim Spielen haben.
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