Tux wird 30: Wie Linus Torvalds den Linux-Pinguin konzipierte
Vor genau 30 Jahren, am 9. Mai 1996, skizzierte Linus Torvalds in einer Mailing-List-E-Mail, wie das Maskottchen des freien Betriebssystems aussehen sollte. Seine Begründung ist mindestens so charmant wie der Pinguin selbst.
Am 9. Mai 1996 beschrieb Linus Torvalds in einer E-Mail an die Linux-Kernel-Mailingliste erstmals, wie das offizielle Linux-Maskottchen aussehen sollte: ein leicht übergewichtiger, zufriedener Pinguin namens Tux. Dreißig Jahre später ist der rundliche Vogel aus der Open-Source-Welt nicht wegzudenken.
Pinguin statt Weltkarte
Der Anstoß kam von einem anderen Entwickler, der eine Weltkarte als Linux-Logo ins Gespräch gebracht hatte. Linus Torvalds lehnte ab und plädierte stattdessen für einen Pinguin: universell niedlich, kuschelig und zufrieden wirkend. Stilistisch schwebte ihm eine reduzierte, pinselartige Silhouette vor, ganz im Sinne eines zeitlosen Logos.
Stilistisch dachte Torvalds an eine stark vereinfachte Darstellung, kein detailliertes Kunstwerk, sondern eine klar erkennbare Silhouette im Stile einer schwarzen Pinselzeichnung, wie es für ein gelungenes Logo nahezu obligatorisch ist.
Das Geheimnis der Zufriedenheit
Doch wie stellt man Zufriedenheit bei einem Pinguin dar, ohne dass der Betrachter falsche Schlüsse zieht? Linus Torvalds näherte sich dieser Frage mit entwaffnender Direktheit. "Ein zufriedener Pinguin", so seine Analyse, habe entweder gerade eine ganze Menge Hering verputzt oder eben etwas anderes erlebt, das an dieser Stelle besser unerwähnt bleibt.
Aber Linus wollte keinen x-beliebigen Pinguin. Sein Pinguin sollte glücklich aussehen, so als hätte er gerade eine Maß Bier genossen und den besten Sex seines Lebens gehabt. [...] Er sollte unverwechselbar sein.
Deshalb [...] hat das Linux-Maskottchen einen orangefarbenen Schnabel und orangefarbene Füße, so dass es wie ein Pinguin aussieht, dessen Mutter eine Ente war.
Als hätte Daisy Duck sich auf einer Antarktis-Kreuzfahrt vergessen und einen wilden One-Night-Stand mit einem einheimischen Federvieh gehabt.
- Torvalds, Linus: Just for Fun
Da ein familientaugliches Maskottchen gefragt war, entschied sich Torvalds klar für die kulinarische Variante: Tux sollte als rundlicher, satt wirkender Geselle dargestellt werden, der nach einem ausgiebigen Mahl entspannt dasitzt — leicht übergewichtig, aber keineswegs fettleibig, und gerade dabei, ein zufriedenes Rülpsen zu unterdrücken.
Das Ergebnis dieser Überlegungen kennt heute die ganze IT-Welt: Larry Ewing zeichnete auf Basis von Torvalds' Beschreibung das Original-Tux-Bild, das seither als offizielles Linux-Maskottchen gilt.
Reif für eine Modernisierung?
Dreißig Jahre sind in der Tech-Welt eine Ewigkeit. Während Tux in seiner charakteristischen Form nahezu unverändert geblieben ist, haben andere Tech-Ikonen längst eine radikale Schlankheitskur hinter sich. Selbst der Firefox-Fuchs soll einem Teaser zufolge demnächst auf eine minimalistische Kreisform reduziert werden - ein Trend, der die gesamte Branche erfasst hat. Ob Tux irgendwann ebenfalls zu einem schlanken Icon schrumpft, bleibt abzuwarten.
Für Merchandise, Aufkleber und Community-Projekte wäre eine vereinfachte Version durchaus praktisch — der Charme des wohlbeleibten Pinguins aber lebt bekanntlich gerade von seinem Wiedererkennungswert.
Bis dahin: Herzlichen Glückwunsch, Tux. Mögen noch viele Hering-Mahlzeiten folgen.
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Quelle: Tom's Hardware

Wenn ich 1x im Jahr "Paarungszeit" hätte, würde ich "danach" auch vor inniger Freude strahlen, damit könnte man Planeten beleuchten.
Pinguine leben ausschließlich auf der Südhalbkugel,
Ich habe nichts gegen den, aber er erinnert mich an meine Integrationsklasse aus meiner Grundschule. Nein, ich wurde nicht integriert. Wurde auch nie versucht. Ja, vielleicht war das das Problem, vielleicht auch nicht, wer weiß.
Lang ist's her mit meinen ersten Gehversuchen um 2003 rum mit SUSE Linux 8.2, es fühlte sich an als sei Gaming damals ein Schimpfwort gewesen auf diesem Betriebssystem, aber das Logo war da ein Chamäleon