"Grau und alt": Linux-Notfallplan zur Nachfolge von Linus Torvalds
Linux-Schöpfer und Chefentwickler Linus Torvalds hatte die Kernel-Community zuletzt selbst als "grau und alt" bezeichnet und sich selbst dabei nicht ausgenommen. Jetzt gibt es einen entsprechenden Notfallplan um die Kontinuität zu sichern.
Linux-Schöpfer und Chefentwickler Linus Torvalds hatte die Kernel-Community zuletzt selbst als "grau und alt" bezeichnet und sich selbst dabei nicht ausgenommen. Jetzt gibt es einen entsprechenden Notfallplan um den inzwischen 56-Jährigen und alle anderen wichtigen Maintainer wenn nötig ersetzen zu können und dadurch die Kontinuität von Linux zu sichern, wie Tom's Hardware aktuell berichtet.
Wie eine Dokumentation auf der offiziellen Projektseite von Linus Torvalds auf GitHub verrät, sind inzwischen die entsprechenden Vorkehrungen getroffen worden, sollte dem Chefentwickler, welcher den Linux-Kernel entwickelt und im September 1991 erstmalig veröffentlicht hatte, oder einem anderen der mehr als 100 an dem Betriebssystemkernel beteiligten Maintainer ggf. etwas zustoßen.
- Innerhalb von 72 Stunden wird $ORGANIZER eine Diskussion mit den geladenen Gästen des zuletzt abgeschlossenen Maintainer-Summits eröffnen.
- Ein Treffen dieser Gäste und des TAB, entweder online oder persönlich, wird so schnell wie möglich anberaumt, um eine maximale Teilnehmerzahl zu ermöglichen.
- Falls in den letzten 15 Monaten kein Maintainer-Summit stattgefunden hat, wird der Kreis der geladenen Gäste für dieses Treffen vom TAB festgelegt.
- Die Teilnehmer dieses Treffens können nach Bedarf weitere Maintainer hinzuziehen.
- Dieses Treffen, unter dem Vorsitz von $ORGANIZER, wird Optionen für die laufende Verwaltung des Top-Level-Kernel-Repositories prüfen, mit der Erwartung, die langfristige Gesundheit des Projekts und seiner Community zu maximieren.
- Innerhalb von zwei Wochen wird ein Vertreter dieser Gruppe über die Mailingliste ksummit@lists.linux.dev der breiteren Community mitteilen, wie die nächsten Schritte aussehen.
Sollten einer oder mehrere Maintainer künftig nicht mehr gewillt oder in der Lage sein, diese Arbeit fortzuführen (einschließlich der Begleitung eines Übergangs), muss das Projekt unverzüglich einen oder mehrere Nachfolger finden.
Vorerst ist allerdings voraussichtlich nicht davon auszugehen, dass Linus Torvalds nach fast 35 Jahren an der Spitze des Linux-Projekts den Staffelstab weitergibt. Für den Notfall ist jetzt allerdings vorgesorgt, sodass die Nachfolge geregelt erfolgen kann. Der Linux-Kernel 4.19 im Jahre 2018 war der einzige, welcher nicht vom Chefentwickler, sondern von Greg Kroah-Hartman veröffentlicht wurde.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: GitHub via Tom's Hardware

Und auch wenns kein Linux mehr gibt, nicht schlimm, wenn ein Sack Reis umfällt in China DAS ist schlimm.
Es wäre nur dann ein Problem, wenn wirklich alles an nur einer Person hängen würde.... in dem Fall wäre Linux zum Scheitern verurteilt. Glücklicherweise ist das Projekt mittlerer Weile so groß, dass man davon ausgehen darf, dass dem schon seit geraumer Zeit nicht mehr so ist. Aber pssst.... nur nicht Herrn Torvalds sagen.
Worauf der Artikel nicht weiter eingeht: Meines Wissens ist genannter Kroah-Hartman aktuell als direkter Nachrücker vorgesehen, falls z.b. Torvalds ausfällt, allerdings ist dieser eben im gleichen Alter. Daher ist meines Wissens sogar (wahrscheinlich eher informell) festgelegt, dass sie nicht zusammen im selben Verkehrsmittel reisen.
Es wäre nur dann ein Problem, wenn wirklich alles an nur einer Person hängen würde.... in dem Fall wäre Linux zum Scheitern verurteilt. Glücklicherweise ist das Projekt mittlerer Weile so groß, dass man davon ausgehen darf, dass dem schon seit geraumer Zeit nicht mehr so ist. Aber pssst.... nur nicht Herrn Torvalds sagen.
Na, na, na? ... ich nicht
Es wäre nur dann ein Problem, wenn wirklich alles an nur einer Person hängen würde.... in dem Fall wäre Linux zum Scheitern verurteilt. Glücklicherweise ist das Projekt mittlerer Weile so groß, dass man davon ausgehen darf, dass dem schon seit geraumer Zeit nicht mehr so ist. Aber pssst.... nur nicht Herrn Torvalds sagen.