Betriebssysteme: Intel verabschiedet sich vorerst von Linux

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Betriebssysteme: Intel verabschiedet sich vorerst von Linux
Quelle: Clear Linux Project

Mit seinem Clear Linux Project und dem daraus resultierenden freien Betriebssystem Clear Linux OS hatte der einstige Chip-Gigant Intel eigentlich eine sehr performante Linux-Distribution realisiert, welche jetzt aber eingestellt wird.

Mit seinem ambitionierten Clear Linux Project und dem daraus resultierenden freien Betriebssystem Clear Linux OS hatte der einstige Chip-Gigant Intel eigentlich eine sehr performante Linux-Distribution realisiert, welche ganz auf die hauseigenen Xeon-CPUs zugeschnitten war. Jetzt hat das US-Unternehmen aus Santa Clara jedoch den Support für Clear Linux OS eingestellt und das Projekt eingestellt. Ob hierfür die Sparmaßnahmen, infolge derer zehntausende von Mitarbeitern entlassen werden, verantwortlich sind, kann augenblicklich lediglich gemutmaßt werden. Wie das Unternehmen jetzt bekannt gegeben hat, endet die Unterstützung für das Betriebssystem mit sofortiger Wirkung, so das offizielle Statement.

Mit sofortiger Wirkung wird Intel keine Sicherheitsupdates, Aktualisierungen oder Systemwartungen mehr für Clear Linux OS bereitstellen und außerdem das GitHub-Repository von Clear Linux OS entsprechend im Nur-Lese-Modus archivieren. - Intel -

Anwender, die nach wie vor Clear Linux OS nutzen - das neueste Release des Betriebssystems erschien erst vor wenigen Tagen - werden gebeten, auf eine andere Linux-Distribution zu wechseln, um die Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten.

Wenn Sie derzeit Clear Linux OS verwenden, empfehlen wir Ihnen dringend, Ihre Migration zu einer anderen aktiv gewarteten Linux-Distribution so schnell wie möglich zu planen, um fortlaufende Sicherheit und Systemstabilität zu gewährleisten. - Intel -

Clear Linux OS, welches in der neuesten Version vom 17. Juli 2025 auf Linux 6.15.7 und dem freien Gnome-Desktop in der Version 48.3 basiert, ist von Grunde auf für Core- und insbesondere für Xeon-CPUs optimiert und zeichnet sich durch seine hervorragende Leistung auf dem Desktop und Server sowie in der Cloud aus.

Auch die auf Linux spezialisierte Website Phoronix attestiert Clear Linux OS eine der schnellsten getesteten Linux-Distributionen überhaupt zu sein. Das quelloffene Betriebssystem war hochgradig auf AVX-512 optimiert und besaß zahlreiche weitreichende Leistungsverbesserungen out-of-the-box. Intel möchte nichtsdestoweniger an der Unterstützung von Linux festhalten.

Seien Sie versichert, dass Intel weiterhin stark in das Linux-Ökosystem investieren wird und auch aktiv verschiedene Open-Source-Projekte und Linux-Distributionen unterstützt und zu ihnen beiträgt, um die Optimierung für Intel-Hardware zu ermöglichen. - Intel -

Die Entwicklung überrascht Beobachter eher weniger, da zuletzt mehrere hochrangige Linux-Ingenieure das Unternehmen verlassen hatten, wie Phoronix berichtet hat.

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Quelle: Intel / Clear Linux Project via Phoronix

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gelöschtes Mitglied 23535a
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Es geht ja im Kern, zumindest habe ich das so verstanden, um die AVX512 Verbesserungen und das kann man ja auch nutzen als Endkonsument oder? Ich habe ja ein paar Rechner die das Unterstützen.

        Mit Garuda Linux Arch bin ich nach meinem Distro Hopping von vor zwei Jahren sehr Zufrienden immer noch.

        Daher kein Bedarf. Mint ist mir immer wieder über die Jahre zerbröselt auf unterschiedlichen Systemen, ergo, Nein Danke.^^

        Allerdings gehe ich jetzt unter die Blockchainprogrammierer, kein Spaß, TopDown am Lernen, und möchte entsprechend ein bisschen tiefer herumspielen. Deswegen überhaupt erst die Überlegung, eine ander eDistro auszuprobieren.

        Dabei geht es mir im Grunde um die Kompiliergeschwindigkeit. Die soll ja nach Tests von anderen sehr Gut sein, bei Clear Linux? Den Unterschied in meinem Bereich würde ich dann schon merken.
      • Von Gelöschtes Mitglied 23535a
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Es geht ja im Kern, zumindest habe ich das so verstanden, um die AVX512 Verbesserungen und das kann man ja auch nutzen als Endkonsument oder? Ich habe ja ein paar Rechner die das Unterstützen.

        Mit Garuda Linux Arch bin ich nach meinem Distro Hopping von vor zwei Jahren sehr Zufrienden immer noch.

        Daher kein Bedarf. Mint ist mir immer wieder über die Jahre zerbröselt auf unterschiedlichen Systemen, ergo, Nein Danke.^^

        Allerdings gehe ich jetzt unter die Blockchainprogrammierer, kein Spaß, TopDown am Lernen, und möchte entsprechend ein bisschen tiefer herumspielen. Deswegen überhaupt erst die Überlegung, eine ander eDistro auszuprobieren.

        Dabei geht es mir im Grunde um die Kompiliergeschwindigkeit. Die soll ja nach Tests von anderen sehr Gut sein, bei Clear Linux? Den Unterschied in meinem Bereich würde ich dann schon merken.
      • Von MyticDragonblast Software-Overclocker(in)
        Zitat von RivaTNT2
        Bei AMD könnte man sich das sogar vorstellen, aber bei nVidia?
        "Hier unser neues GeForce Linux, Performance ist 20% schlechter als bei Windows... installiert es euch noch heute!"
        nVidia ist auch nur auf der Party, weil nicht erscheinen unangenehm auffällt. Wenn das nicht inzwischen wegen des gestiegenen Interesses dank SteamOS etc. so schlechte Presse gäbe, falls das eigene Produkt für Linux de facto unbrauchbar ist, würde man nach wie vor nichts machen und weiterhin sagen: "Nimm unser Treiberpaket, das nur bei Distro x funktioniert oder hol dir doch nouveau, wenn deine Grafikkarte eh so alt ist, dass wir die nicht mehr supporten... du armer Schlu****!"
        Zitat von Drake802
        Clear Linux ja auch nicht für Consumer gedacht. Die Optimierungen darin konzentrieren sich auf Intels Xeon CPUs.

        Wenn du nicht so viel wert darauf legst, jedes kleinste bisschen Performance aus deinem System herausholen willst, dann lege ich dir für deinen nächsten Versuch Linux MInt ans Herz legen. Es ist eine sehr stabile Distribution, die den Umstieg durch ihre Windows ähnliche Bedienung deutlich erleichtert.
        Nimmt man dann nicht Gentoo ohne allen Schnickschnack und ohne Desktop nur mit Kommandozeile und allen Flags beim Kompilieren, die Performance bringen? Less is more.
      • Von Drake802 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von entferntNeu
        Des Ding habe ich ausprobiert. Leider direkt bei meinem Umstieg von Windwos. Wollte natürlich was für mein Intel Zeugs und war einfach noch nicht so weit das auch anständig nutzen zu können.

        Deswegen probiere ich es eben jetzt nochmal aus. Vielleicht merke ich ja was von der Schnelligkeit? Updaten kann ich mir das Zeug inzwischen auch selber.^^
        Clear Linux ja auch nicht für Consumer gedacht. Die Optimierungen darin konzentrieren sich auf Intels Xeon CPUs.

        Wenn du nicht so viel wert darauf legst, jedes kleinste bisschen Performance aus deinem System herausholen willst, dann lege ich dir für deinen nächsten Versuch Linux MInt ans Herz legen. Es ist eine sehr stabile Distribution, die den Umstieg durch ihre Windows ähnliche Bedienung deutlich erleichtert.

        Zitat von bitsbytes
        Hauptnutznießer von zu vielen Distributionen sind eigentlich nur online Magazine, weil es immer was neues zu berichten gibt. Allerdings ist der wirkliche Nutzen für die Anwender mehr als zweifelhaft, obwohl das ja immer wieder von treuen Linux-Fans vehement bestritten wird.
        Nein, das stimmt so nicht. Viele Distributionen existieren tatsächlich nur um ein paar Spendengelder sammeln zu können und haben kaum oder gar keinen Mehrwert.
        Viele der heute bei Nutzern beliebten Distributionen sind selbst mal keine Projekte gewesen, deren Erfolg alles andere als Sicher war. Für jemanden, der sich noch nicht mit Linux beschäftigt hat, sind die vielen Distributionen erst mal erschlagend. Die Vielfalt ist aber die große Stärke von Linux.

        Zitat von Silvio64
        Ich traue mich das gar nicht zu sagen, aber was wäre wenn AMD oder gar Nvidia ein speziell auf deren Hardware angepasstes Gaming Betriebssystem herausbringt?
        AMD selbst macht es klüger. Die bauen keine hoch spezialisierte Distribution, sondern lassen Optimierungen sofort in den Kernel einbauen. So hat jeder was davon.

        CachyOS kommt dem, was du meinst, aber am nächsten. Es ist generell auf moderne CPU's optimiert, weshalb es schon mal schneller lebt als Standardkernel. Dann gibt es in Cachyos aber auch einen Kernel, der speziell auf AMDs Zen 4 und neuer optimiert wurde.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Jupp, war es. Ich hab das Ende 2021 mal ausprobiert, das gab's aber schon länger.
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von Cleriker
        Garuda?! Das wär mir standardmäßig zu bunt und vor allem die drei Pünktschen erinnern mich zu sehr an MacOS (musste ich mich beruflich mal anderthalb Jahre mit herumärgern). Du bist aber der einzige den ich kenne, der das tatsächlich nutzt. Bist du zufrieden damit?
        War das eines der ersten selbstbetitelten Gaming-Distro? Wo Du das Standard Bunt erwähntest, guckte ich gerade mal auf deren Homepage. Ui, das Garuda Team bietet ja viele Desktopumgebungen und Designs an! Einige finde ich echt schick, den Screenshots nach zu werten ...
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