Multiroom-Lautsprecher: Deshalb verklagt Sonos Google wegen Patentverletzung
Die Funktion namens Google Cast benutze Patente von Sonos ohne Genehmigung. Diese Anschuldigung hat der amerikanische Hersteller nun vor Gericht gebracht. Auch werde die parallele Nutzung der Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa von den Anbietern untersagt, so Sonos.
Patente sind immer wieder eine strittige Angelegenheit, dienen sie doch eigentlich dazu, geistiges Eigentum zu schützen. Der amerikanische Hersteller Sonos hat nun Google auf Patentverletzung verklagt. Es geht dabei um fünf verschiedene Patente, die der Hersteller aus Mountainview wissentlich ohne Genehmigung von Sonos verwendet haben soll. Konkret handelt es sich um Patente rund um die Funktionsweise von Multiroom-Lautsprechern. Mit derartigen Audio-Boxen kann man Musik auf unterschiedlichen Lautsprechern im selben Netzwerk hören. Sonos hat diese Technologie seit dem Jahr 2002 in all seinen Audio-Produkten. Zudem nutzt auch Google seit der Markteinführung des Google Home in vielen Lautsprechern mit Google Assistant diese Funktion.
Sonos hat sich auch darüber beschwert, dass sowohl Google, als auch Amazon aktiv verhindern, dass Nutzer sowohl den Google Assistant als auch Amazon Alexa parallel nutzen können. Zwar gibt es Sonos-Produkte, die beide digitalen Assistenten unterstützen, jedoch muss sich der Nutzer immer entscheiden, ob er lieber mit Google oder mit Alexa sprechen will. Google habe gedroht, die Google-Assistant-Unterstützung zwangsweise zu deaktivieren, falls sich Sonos nicht an die Vorschrift halte.
Google als Sonos-Partner - Verhandlungen mehrfach gescheitert
Besonders wichtig ist es, dass die Musik bei Multiroom-Lautsprechern möglichst synchron auf allen angemeldeten Geräten läuft und die Lautstärke auf allen vernetzten Geräten angepasst wird. Schon im Jahr 2016 rund um die Markteinführung des Google Home habe Sonos auf die Patentverletzung hingewiesen. Bei den danach erschienenen Home Max und Home Mini habe Sonos abermals darauf aufmerksam gemacht, dass Google mehrere Patente verletze. Mittlerweile bezieht sich der Vorwurf auf alle Geräte, die die Funktion namens Google Cast unterstützen. Insgesamt fünf Patente soll Google ohne Genehmigung von Sonos genutzt haben, wie aus der Klage vor dem US-Bundesbezirksgericht für Zentralkalifornien hervorgeht. Konkret geht es um diese fünf Patente von Sonos: Das neueste Patent aus dem Jahr 2019 behandelt die "Playback device connection", im Jahr 2018 reichte Sonos ein Patent für ein "Playback device" ein. Bereits aus dem Jahr 2014 stammen die Patentschriften zum "Multi-channel pairing in a media system" und für ein "System and method for synchronizing operations among a plurality of independently clocked digital data processing devices". Das älteste angeblich verletzte Patent stammt aus dem Jahr 2012.
Seit dem Jahr 2013 arbeiten Sonos und Google zusammen, damit in ausgewählten Sonos-Lautsprechern der Google Assistant benutzt werden kann. Hierzu gab Sonos Unterlagen an Google weiter. Wie der Sonos-CEO Patrick Spence gegenüber der New York Times eingestand, sei man naiv gewesen und habe gedacht, dass Google ja eine Internetfirma aber eben kein Lautsprecher-Hersteller sei. Zwei Jahre nach Start der Zusammenarbeit lancierte Google dann den Chromecast Audio auf den Markt, der Multiroom-Support bietet. Aktuell ist unklar, wieso Sonos fünf Jahre mit einer Klage wartete. Google weist laut der New York Times die Anschuldigungen zurück.
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Fakten zur Klage von Sonos gegen Google:
- Der amerikanische Hersteller von vernetzten Lautsprechern Sonos hat Klage gegen Google eingereicht. Es geht dabei um die Nutzung von fünf verschiedenen Patenten rund um die Multiroom-Unterstützung.
- Google bietet diese Funktion zur gleichzeitigen Audio-Wiedergabe auf mehreren Lautsprechern im selben Netzwerk unter dem Namen Google Cast an.
- Ergänzend dazu wird in der Klageschrift deutlich, dass sowohl Google als auch Amazon den Hersteller Sonos daran gehindert haben, die Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa parallel auf bestimmten Sonos-Lautsprechern nutzen zu können.
Quellen: Golem, New York Times, USPTO (1), USPTO (2), USPTO (3), USPTO (4), USPTO (5)

Nur weil man eine Idee zuerst patentieren lassen hat, soll man ein Vorrecht daran haben? Gabs schon oft genug, dass diejenigen, welche etwas zuerst erfunden haben, dieses sich nicht patentieren liesen und andere dann den Reibach gemacht haben.
Sonos: Kritik an Recycling-Modus, der Lautsprecher unbrauchbar macht | heise online
Denen kaufe ich eh nichts ab. Aber Hauptsache für Knete stimmt
Wegen Geld...nichts anderes.