Lautsprecher: Magnetloser Ansatz soll Gewicht und Kosten sparen
In Frankreich arbeiten Forscher gerade an einem neuen Lautsprecherkonzept: DEA-Lautsprecher sollen leichter und günstiger als bisherige Modelle sein. Möglich wird das durch einen anderen Antrieb, der nicht mehr auf Magnetfelder setzt.
Üblicherweise arbeiten Lautsprecher mit Magnetfeldern. Hinter der Membran befinden sich ein Magnet und eine Spule, die aus einem elektrischen Signal ein Magnetfeld erzeugt. Dadurch entsteht wiederum eine Bewegung, die die gewünschte, hörbare Schwingung der Membran ausführt. Dieser Ansatz ist aber nicht konkurrenzlos: Als Alternative werden Dielektrische Elastomer-Aktoren (DEA) entwickelt, die die Bewegungen direkt durch elektrische Felder erzeugen.
Günstiger und leichter
Die Website Polytechnique Insights gibt hier aktuell einen Einblick in die Forschung an der französischen Ingenieurhochschule ENSTA. Dort wird an solchen DEA-Lautsprechern gearbeitet, die komplett ohne Magnetfelder auskommen. Dadurch erwartet man in Zukunft mehrere Vorteile. So sollen die Modelle durch den Wegfall von Magneten und Spulen kostengünstiger und leichter werden.
Der grundlegende Ansatz ist dabei recht einfach. Die Lautsprechermembran besteht aus einem Elastomer (z.B. Silikon), das nicht mehr durch einen Magneten und eine Spule, sondern durch eine ober- und unterhalb aufgebrachte, leitfähige Schicht bewegt wird. Im vorliegenden Fall wurde diese durch ein leitfähiges Fett erzeugt. Legt man an eine Spannung an, so verhält sich die Membran wie ein Kondensator. Und im Zusammenspiel mit der gewölbten Form lässt sich so offenbar eine hörbare Schwingung erzeugen.
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Der DEA-Ansatz wirkt zwar vielversprechend, er hat im Moment aber noch mit einigen Problemen zu kämpfen. Der im Artikel beschriebene Lautsprecher funktioniert beispielsweise nur mit einem Druckregler, der den Luftdruck hinter der Membran konstant hält. Für den Masseneinsatz wäre das zu aufwändig. Die französischen Forscher erwarten aber, dass auch hier eine Lösung gefunden werden kann. Diese muss übrigens nicht zwangsläufig aus Frankreich stammen: Auch das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung arbeitet an der Entwicklung von DEA-Lautsprechern.
Quelle: Polytechnique Insights via Golem

Ein originaler Ford Fiesta Lautprecher kostet ca 30-100€. In der Herstellung sind es keine 1€ sondern deutlich mehr. Einen gebrauchten vom Schrottplatz zählt in dem Fall nicht.
Eher wäre da noch das Thema Design interessant, also wenn der Aufbau eine Andere Optik/Integration erlaubt als der klassische Magnet Treiber.
"Verbesserte Rezeptur" muss dabei keine Qualitätssteigerung bedeuten, sondern das Produkt kann kostengünstiger hergestellt werden, der Endpreis bleibt für den Verbraucher jedoch gleich oder steigt sogar.
Die Langlebigkeit inc. Qualität ist schon bei der akt. Methode gegeben.
Die Arbeitszeit dürfte sich auch nicht markant verändern.
Realistisch betrachtet wird man es wohl als erstes bei Dingen, wie billigen PC Monitoren sehen. Die Anforderungen sind nicht hoch (muß halt eben nur verständlich sein), da kann man sich auch einiges erlauben, der Preis ist dafür umso wichtiger.
Wenn das ganze überhaupt auf den Markt kommt und sich nicht bei den gescheiterten Konzepten einreiht.