GEMA erhöht Abgaben für USB-Sticks und Speicherkarten auf ein Vielfaches
Ab dem 1. Juli 2012 gelten neue Pauschalabgaben für USB-Sticks und Speicherkarten. Anstatt der unabhängig von der Speicherkapazität erhobenen 0,10 Euro kann nun bis zu 1,95 Euro fällig werden. Es ist zu erwarten, dass Hersteller und in der Folge die Händler die gestiegene Gebühr auf den Verbraucherpreis draufschlagen.
Auf Grundlage der §§54, 54a UrhG werden für alle Arten von Speichermedien pauschale Abgaben fällig. Diese Abgaben sollen einen angemessenen Ausgleich für vom Gesetz freigestellte Vervielfältigungshandlungen diesen. Allen voran die Privatkopie (§53 UrhG). Für das Einsammeln und Verteilen der Gebühren sind die Verwertungsgesellschaften zuständig, vertreten durch die GEMA. Im Bundesanzeiger vom 16. Mai 2012 haben die durch die GEMA vertretene Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) zusammen mit den Verwertungsgesellschaften VG Wort und VG Bild-Kunst neue Tarife für USB-Sticks und Speicherkarten vorgelegt.
Bisher wurden unabhängig von der Speichergröße oder Übertragungsgeschwindigkeit (USB 2.0, USB 3.0) grundsätzlich 0,10 Euro je Stück erhoben. Der neue Tarif sieht eine Unterteilung vor. Für USB-Sticks und Speicherkarten mit 4 GiByte oder weniger Speicherplatz werden 0,91 Euro fällig. Für alles darüber hinaus werden 1,56 Euro (USB-Sticks) oder 1,95 Euro (Speicherkarten) erhoben.
Der günstigste USB-Stick im PCGH-Preisvergleich mit 8 GiByte Speicher ist der Kingston Data Traveler 109. Er kostet inklusive Versand mindestens 5,53 Euro. Mit den neuen Gema-Gebühren wird der Preis ab 01. Juli voraussichtlich auf 7,09 Euro steigen. Der Speicherhersteller Transcend stellt rechtliche Schritte gegen diese Erhöhung in Aussicht. "Die Vergütung darf Hersteller von Geräten und Speichermedien nicht unzumutbar beeinträchtigen; sie muss in einem wirtschaftlich angemessenen Verhältnis zum Preisniveau des Geräts oder des Speichermediums stehen." Eine jahrelange Auseinandersetzung droht.
In der User-News von "Freakless08" sind erste kritische Kommentare von PCGHX-Mitgliedern zu lesen.
Spöttisch meint "Homerclon": "Gibt es auch eine Abgabe auf Klopapier? Könnte man immerhin auch urheberrechtlich geschütztes darauf übertragen und nicht nur Bücher, auch Noten und Texte von Liedern. Von werdenden Eltern müsste man auch eine Abgabe verlangen. Jeder Mensch kann geschütztes Material auswendig lernen und damit verbreiten. Für Personen mit photographischem Gedächtnis fällt eine erhöhte Gebühr an, die haben es leichter sich das zu merken."
"Citynomad" stellt fest: "Abgesehen von der unverschämten Höhe der Preiserhöhung ist es einfach eine Frechheit, dass die einfach festlegen wofür die wie viel bekommen zu haben. Wenn das ganze per Gesetz festgesetzt werden würde, okay. Nicht schön, aber okay. Aber ein wirtschaftlicher Interessenverband? Und dann mit Ausreden wie Raubkopien kommen? Wer kopiert denn bitte seine Raubkopie auf einen Stick oder eine Speicherkarte? Die gehen auf (externe) Festplatten!"
Quellen: Tarif bis 20.06.2012, Tarif ab 01.07.2012

dazu sage ich nur: stimmt *leise anmerk: ich kenne auch eine partei die sicher gegen diesen MÜLL (!) ist*
mfg LAX
ps: *packt die jolly-roger aus*
Nun, wer illegal laden will und weiß wo und wie, der kann es immer unbemerkt tun. Außer dem eigenen Gewissen wird dich schon keiner verklagen.
Die "GEMA&Co." sind einem immer 2 Schritte hinterher. Mit Napster hat es angefangen und wo sind wir heute? als hobby Insider bist du immer da, wovon die "Fander" noch keine Ahnung haben.
Gute Idee