Europäische Forscher entwickeln neues Schaltprinzip für Speichermedien
Forschern ist es gelungen, neuartige magnetische Materialien für Datenspeicher zu entwickeln. Damit sollen erstmals Spinströme bei Raumtemperatur in einem senkrechten magnetischen Feld gespeichert werden können - und so die Speicherdichte massiv erhöhen.
Ein Forscherteam aus Deutschland und den Niederlanden hat neue magnetische Materialien entwickelt, die es erstmals erlauben, Spinströme bei Raumtemperatur in einem senkrechten magnetischen Feld zu schalten. Dieses Verfahren soll die Speicherdichte deutlich erhöhen und könnte etwa in Leseköpfen künftiger Festplatten zum Einsatz kommen. Nachdem das Prinzip der Austauschfeder-Magnete bereits vor gut zwei Dekaden vom Bochumer Elektrotechniker Eckart Kneller erdacht wurde, konnte es nun an einem speziellen Schichtsystem am Elektronensynchrotron Bessy II des Berliner Helmholtz-Zentrums nachgewiesen werden.
Während Ferromagnete technisch Versierten ein Begriff sein dürften, sind ferrimagnetische Materialien weit weniger geläufig. Zum bekanntesten Beispiel zählt wohl Magnetit, das Seefahrer aus China bereits vor über 1.000 Jahren als Kompassnadeln nutzen. Ferrimagnete bestehen aus zwei ineinander verschachtelten Materialien unterschiedlich magnetischer Momente. Derartiges Material machen sich auch die senkrecht angeordneten magnetischen Domänen der nun entwickelten Schalter zu Eigen, wobei diese durch eine ultradünne Tantal-Schicht getrennt sind. "Das Besondere daran ist die Tatsache, dass nach Herstellung der Schaltpunkt noch nachträglich eingestellt und beliebig häufig verändert werden kann", hebt Hartmut Zabel vom Lehrstuhl Experimentalphysik/Festkörperphysik der Ruhruniversität Bochum hervor.
Für die neuartigen Schalter setzt das Forscherteam auf intermetallische Verbindungen aus Übergangsmetallen und seltenen Erden, wobei eine der beiden Schichten aus einer GdFe-Legierung besteht und sich die anderer aus einer DyCo-Legierung-Legierung zusammensetzt. Hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften unterscheiden sich beide darin, dass die eine magnetisch weich, die andere magnetisch hart auftritt. Beide Schichten übereinander gelagert und man habe beide Eigenschaften wie in einem Damaszener-Messer vereinigt, so Zabel. Allerdings werden beide Schichten durch eine hauchdünne Tantal-Schicht getrennt, weil ansonsten die weichmagnetische GdFe-Schicht ihre Eigenschaft verlieren würde. Eben diese Eigenschaft ist aber wichtig für die hohe Empfindlichkeit und das Schalten bei geringen magnetischen Feldern.
Quelle: nature.com

... bla bla bla ...
Meine Gedankengänge beim lesen des Artikels:
"Dieses Verfahren soll die Speicherdichte deutlich erhöhen" Achso ok, toll !
Ououou da hat aber einer böse ins (Tier-)Klo gegriffen
Ohje.. da werden sich aber wieder einige Tierschützer aufregen
Dalmatiner-Messer .... ich hau mich weg
Ich versuch es mir gerade bildhaft vorzustellen...
...gelingt aber nicht wirklich...