Ungewollter Leak bei Sonys KI-Charakteren: Aloy-Darstellerin mit klarer Kante

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Ungewollter Leak bei Sonys KI-Charakteren: Aloy-Darstellerin mit klarer Kante
Quelle: Guerrilla Games / buffed

Ein KI-Generierter Clip von Aloy sorgte kürzlich für Aufsehen - und für Bedenken bei Synchronsprecherin Ashly Burch. Sie sieht darin eine bedrohliche Entwicklung für ihre Branche und fordert Schutz vor KI-Kopien.

Ein viraler Clip zeigte kürzlich eine KI-generierte Version von Aloy aus der Horizon-Reihe, die in Echtzeit auf Spielerfragen reagierte. Das Video verschwand zwar schnell wieder aus dem Netz, doch nicht, bevor es Synchronsprecherin Ashly Burch erreichte. Obwohl Guerilla Games versicherte, dass der KI-Bot nicht mit aktuellen Entwicklungen im Studio zu tun habe, sieht Burch einen gefährlichen Präzedenzfall - nicht für Aloy, sondern für alle ikonischen Figuren, die mit menschlichen Darstellern verbunden sind.

Ashly Burch warnt vor KI-Kopien in der Spielebranche

In einem Tiktok-Clip erklärte Burch ihre Besorgnis und verwies auf den laufenden SAG-AFTRA-Streik, in dem Synchronsprecher Schutz vor KI-Technologie fordern. "Ich mache mir Sorgen, nicht weil die Technologie existiert, nicht einmal, weil Spielefirmen sie nutzen wollen, denn natürlich wollen sie das, sie wollen immer technologische Fortschritte nutzen, ich stelle mir nur vor, dass ein Video wie dieses herauskommt, das mit der Leistung von jemandem verbunden ist", erklärt Burch.

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"Das hat die Stimme, das Gesicht oder die Bewegung von jemandem, und die Möglichkeit, dass diese Person keine Möglichkeit hätte, sich zu wehren, wenn wir diesen Kampf verlieren. Sie hätten keinen Schutz, keine Möglichkeit, sich zu wehren, und diese Möglichkeit macht mich so traurig. Es schmerzt mein Herz, es macht mir Angst", so Burch weiter.

Burch kämpft seit Jahren für bessere Arbeitsbedingungen in der Branche - schon 2017 konnte sie wegen eines Streiks nicht als Chloe Price in Life is Strange: Before the Storm zurückkehren. Der aktuelle Fall zeigt: Der Kampf um den Schutz von Synchronsprechern hat gerade erst begonnen.

Ist die Synchronsprecherin zu Recht besorgt? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Tiktok

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Acgira BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von theGucky
        Rechtlich ist das ganze auch noch in den Kinderschuhen, teils noch nicht mal das.
        Wenn es KI-Rechte geben würde, könnten sich die KI beschweren, dass Delamain in jeder Sprache von "erbärmlichen" Menschen vertont wurde.

        In hundert Jahren werden KI dann einklagen, dass die Stimmen eines Ash (Alien), eines Bishop (Aliens), eines Data (aus TNG), eines Terminator und so weiter duch KI-Vertonung ersetzt werden muss.
      • Von Acgira BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von theGucky
        Rechtlich ist das ganze auch noch in den Kinderschuhen, teils noch nicht mal das.
        Wenn es KI-Rechte geben würde, könnten sich die KI beschweren, dass Delamain in jeder Sprache von "erbärmlichen" Menschen vertont wurde.

        In hundert Jahren werden KI dann einklagen, dass die Stimmen eines Ash (Alien), eines Bishop (Aliens), eines Data (aus TNG), eines Terminator und so weiter duch KI-Vertonung ersetzt werden muss.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Das ganze ist die Zukunft. Mittelfristig bei Synchronsprechern und sehr langfristig auch bei Schauspielern.

        Der wichtigste Punkt ist, dass die KI kein Privatleben hat, in dem sie sich daneben benehmen oder Verbrechen begehen kann. Bei Charlie Sheen war das ja noch irgendwie einigermaßen witzig, der hat halt eben nicht geschauspielert, sondern quasi sein Leben verfilmt. Bei Jimmy Savile ist das dann nicht mehr der Fall ("guck mal, da ist die Sendung von dem Typen, der Kindern ihre Wünsche erfüllt und dann etwa 450 vergewaltigt hat"). Wenn sowas passiert, dann sind sämtliche Produktionen nur noch giftige Asche. Das wird einem mit KI nicht passieren. Dann stellen KI Schauspieler und Stimmen auch keine horrenden Gehaltsforderungen, wenn das ganze mal etwas erfolgreicher wird. Zuletzt ist die KI permanent verfügbar, macht keinen Urlaub, schläft und stirbt nicht.

        Das ganze wird sich nicht aufhalten lassen. Wir sind bei der KI da, wo der Film im Jahr 1900 gewesen ist.
      • Von SueLzkoPP PC-Selbstbauer(in)
        Die Syncronlobby sollte daraus ein Geschäftsmodell entwickeln. Eine Digitale Plattform wo bekannte Namen ihre Stimme hergeben. Dann kann der User das lizensieren ähnlich einer Spieleengine. Keine Ahnung pro gesprochenes Wort 3 cent
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        ML ermöglicht Dinge, die ohne allein aufgrund des Aufwandes, und damit der Kosten, nicht umsetzbar wäre. Sobald ML ausreichend ausgereift ist, wäre es verschwendung diese nicht zu nutzen.
        Beispiele hatte Acgira weiter oben schon genannt.
        Aber es braucht auch Absprachen und Regeln an die sich alle halten müssen, damit niemald übervorteilt wird. Synchronsprecher nur für einen Bruchteil der Texte zu bezahlen, weil der Rest dann mittels ML basierend auf dem generiert wird was die Synchronsprecher eingesprochen haben, wäre nicht fair.

        Zitat von theGucky
        Stellt euch mal vor, man könne den eigenen Charakter seinen eigenen Dialekt geben.
        Ein Silverhand auf Bayerisch z.b.
        Wenn man das selbst entscheiden kann, und man sich daran nicht stört.
        Ich finde jedoch Dialekte und auch Akzente müssen zur jeweiligen Rolle passen, ansonsten wird es Lächerlich.
        Ebenso kann es aber auch irritierend bis immersionsbrechend sein, wenn in einer Lokalisierung Grundsätzlich auf Dialekte und Akzente verzichtet wird, obwohl dies teil der Story ist, und auch darauf Bezug genommen wird.

        Beispiel A:
        Ein Krimi in den USA, ein Zeuge erzählt von einer Person mit britischem Akzent.
        Die Polizei findet eben jene Person und identifiziert ihn u.a. aufgrund des Akzents, doch in der deutschen Synchro hat diese eben sowenig Akzent, wie alle anderen. Als Zuschauer wurde einem somit ein wichtiger Hinweis genommen.


        Beispiel B:
        Haupthandlung spielt in den USA.
        Eine neue Figur wird eingebracht, diese befindet sich zu dem Zeitpunkt aber noch in Japan, und ist - wenig überraschend - Japaner. Diese neue Figur sowie alle anderen sprechen daher auch Japanisch.
        In der Lokalisation wird alles jedoch in Hochdeutsch eingesprochen - im Original mit Untertitel.
        Schnitt: Die japanische Person ist in den USA, und im Gespräch mit US-Polizisten sagt die Person, das sie kein Englisch spreche. In dieser Szene noch in einer schlecht vorgetäuschten gebrochenen Weise.
        Nur wenig später, beherrscht die japanische Person das Englische (in der Synchro natürlich Deutsch) dann nicht nur fließend, sondern auch komplett Akzentfrei.


        Sollten diese Beispiele jemandem bekannt vorkommen: Das waren reale Beispiele, die so vorgekommen sind.

        In einer Sci-Fi oder Fantasy-Welt ist es sogar plausibel, wenn es auch dort Dialekten und Akzente gibt. Warum sollte es das auch nicht geben? Einfachheitshalber bei der Umsetzung auf reale Dialekte und Akzente zurückzugreifen, finde ich in Ordnung.
        Bspw. George Lucas hat das für Star Wars genutzt, teilweise direkt die realen Akzente der Darsteller - bspw. spricht Jango Fett im Original in einem neuseeländischen / maorischen Akzent. Das wurde in der deutschen Synchro nicht ignoriert, aber die Zuteilung wurde geändert - ich hätte mir weniger änderungen gewünscht, aber ansonsten störte mich daran nichts.
        Obi-Wan hat (im Original, nicht in der deutschen) einen britischen Akzent.

        PB hatte das auch genutzt, und bestimmten Personen einen norddeutschen / (Theater-) hamburgischen Dialekt gegeben. Mich hatte das nicht im geringsten gestört, außer vielleicht das sie etwas inkonsequent waren, und es auf zu wenige beschränkten.
        In G1+2 hatten die Orks (die wenigen die mit einem Sprechen) einen eigenen Akzent, was auch plausibel ist, sprechen diese untereinander doch in ihrer eigenen Sprache, und sie sprechen nur sehr selten mit Menschen.

        Wo es in der deutschen Lokalisation leider untergeht, ist in Dragon Age.
        Im Original wurde bspw. den Orlesianer ein französischer Akzent angedacht - weil deren Kultur bzw. Sprache offensichtlicherweise vom französischen inspiriert ist, schon daran erkennbar das sie ihre Ritter Chevalier nennen (französisch für Ritter).

        Also zumindest im englischen Raum ist es nicht unüblich, sich realer dialekte und akzente zu bedienen - oder auch ganzer realer Sprachen -, um jenen fiktiver Welten leben einzuhauchen.

        Ein Johnny Silverhand in irgendeinem deutschen Dialekt sprechen zu lassen, wäre unpassend. Es sei denn es gäbe eine Erklärung in seiner Hintergrundgeschichte.
        Cyberpunk ist eine dystopische Zukunftsvision der realen Welt, die irgendwo in Nordkalifornien spielt. Alternativ zu einem Silverhand der in Deutschland aufgewachsen ist, könnte es eine Invasion gegeben haben (ich ignoriere hier mal die Lore von Cyberpunk gänzlich, weil ich mich nicht damit auseinandergesetzt habe), oder eine große Zahl von Einwanderer aus einer Region aus Deutschland, die sich zumindest zu Großteil in der gleichen Gegend ansiedelten und an ihrer Sprache festgehalten haben, zumindest untereinander.
        Für letzteres gibts sogar ein historisches beispiel, bei Interesse einfach mal nach "pennsylvania dutch" (nein, nicht holländisch, das ist ein falscher Freund) suchen.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] und dem Inhalt deines Spoilers:

        Ich finde es sehr schade, das Dialekte am aussterben sind. Aber leider eine Entwicklung die sich nur schwer verhindern lässt, solange das Interesse am Erhalt nicht von den Leuten selbst ausgeht.

        Vielleicht finde ich den Verlust aber auch nur deshalb schade, weil ich bei vielen Dialekten ohnehin nur wenig Schwierigkeiten habe diese zu verstehen - solange diese keine völlig andere Worte für etwas verwenden, dann braucht es genug Kontext um es erraten zu können. Zumindest bei dem an Dialekt das heute noch übrig ist, ist ja meist nur noch eine schwach ausgeprägte Form, oder auch nahe am TV-/Theater-Dialekt, die bewusst einfacher gehalten sind, damit es eben nicht nur regional verstanden werden kann.

        Das fällt mir jedenfalls immer wieder auf, wenn in TV-Berichten etc. jemand mit Dialekt spricht, den ich einwandfrei verstehe, aber trotzdem noch untertitelt wird.
      • Von Acgira BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von theGucky
        Stellt euch mal vor, man könne den eigenen Charakter seinen eigenen Dialekt geben.
        Ein Silverhand auf Bayerisch z.b.
        ...lieber nicht.

        Ich find's gut, dass 1898 Bühnendeutsch kodifiziert wurde, und dass dieses "Deutsch" durch Theater, Film und Fernsehen und mittlerweile auch über die Inernetmedien sich über den deutschsprachigen Raum verbreitet und seit Jahrzehnten die Dialekte zurückdrängt. (Auch bei den PCGH-Videos orientiert man sich daran - weil's ziemlich jeder tut), weil Bühnendeutsch eine Art Standardsprache geworden ist, die zumindest die meisten schreiben können - wenn auch nicht hundertprozentig "akzentfrei".

        Bei Geschichten mit eindeutig deutschsprachig regionalem Bezug stört mich Dialekt nicht, denn dort wo dieser heimisch ist, bringt es Authentizität. Aber ich brauch keine Geschichte die im fernen Kalifornien in einer kruden SiFi- oder Fantasywelt spielt - wo dann im meinem Dialekt oder ins Bayrische übersetzt wird; auch einen Silverhand mit Dailekt würd ich mir nicht geben wollen.



        Hier bei uns in Österreich gibt's natürlich gar nicht wenige, die im Internet bewusst in österreichischen Dialekten schreiben (reden sowieso), um sich von den "Andersdeutschen" abzugrenzen, oder sie tun es auch mit der Absicht gar nicht erst verstanden zu werden. Für mich ist das eine Art Kindergartenverhalten, dass ich ablehne. 50% von denen tun sich bestimmt schwer, einen Satz in Schriftsprache korrekt niederzu schreiben, und sind der Meinung, dass im Dialekt Deutschfehler gar nicht erst zählen. Auch das ist ein Grund oft bewusst im Dialekt zu bleiben.

        Ich hoffe sehr, dass auf lange Zeit, die Dialekte bedeutungslos werden und immer mehr verschwinden. Klar, erst lange nachdem es mich nicht mehr gibt. Wenn ich aber denke wie meine Großeltern gesprochen haben, könnte man auch schon behaupten, der echte Dialekt, der mal heimisch war, ist bereits ausgestorben - was fantastisch ist (Scheiß auf sprachliche Vielfalt!) Andererseits bringen die modernen medialen Errungenschaften auch vieles an Geisteszerstreuung und wenn KI da zu noch mehr Verblödung führt, könnte das noch stärker dazu führen dass die deutsche Bühnensprache und Schriftsprache von vielen als zu kompliziert empfinden wird, was die Vereinheitlichung des gesprochenen Deutsch ziemlich ausbremsen dürfte. Andererseits solange Serien, Kinderserien, Filme und Kinderfilme im sauberem Bühnendeutsch erstrahlen geht das sprachliche Zusammenwachsen des deutschen Sprachraums weiter. Und das fördert letztlich das wichtige überregionale Denken.
      Direkt zum Diskussionsende
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