Nvidia-CEO: Mehr Rechenleistung soll gegen KI-Halluzinationen helfen
Nvidia-CEO Jensen Huang erwartet, dass die Antworten von KI erst in mehreren Jahren verlässlich werden können - und dass dafür mehr Rechenleistung notwendig ist. Nvidias Beitrag sieht er dabei in einer drastischen Kostenreduktion.
Nvidias CEO Jensen Huang wurde kürzlich von seiner alten Universität, der Hong Kong University of Science and Technology eingeladen, um einen Ehrendoktor entgegenzunehmen. Anschließend sprach er vor Studenten über seinen Lebensweg - und natürlich auch ein weiteres Mal über KI.
Rechenleistung als Schlüssel
Demnach liefern moderne KI-Systeme - Stichwort ChatGPT und Co - zwar immer ihre jeweils beste Antwort ab, ebendieser kann man aber momentan noch nicht vertrauen. Und genau dort sieht Huang eine Baustelle: KI-Systeme müssen es demnach schaffen, in Zukunft Antworten zu geben, die zumindest weitgehend verlässlich sind.
"We have to get to a point where the answer that you get, you largely trust. [...] I think that we're several years away from being able to do that, and in the meantime we have to keep increasing our computation. [...] In the last 10 years we increased the performance by a million times. What have we really done, what Nvidia has contributed, is that we've taken the marginal cost of computing, and we reduced to buy a million times."
"Wir müssen an einen Punkt kommen, an dem man der Antwort, die man erhält, weitgehend vertrauen kann. [...] Ich denke, dass wir davon noch einige Jahre entfernt sind, und in der Zwischenzeit müssen wir unsere Rechenleistung weiter steigern. [...] In den letzten 10 Jahren haben wir die Leistung um das Millionenfache gesteigert. Was wir wirklich getan haben, wozu Nvidia beigetragen hat, ist, dass wir die Grenzkosten des Rechnens genommen und um das Millionenfache reduziert haben."
Bis ebendies passiert, sollen laut ihm noch mehrere Jahre vergehen, in denen die Rechenleistung weiter steigt. Sprich: Das Problem soll wohl durch immer mehr Berechnungen gelöst werden. Genau dort sieht Huang auch Nvidias Beitrag. Demnach will das Unternehmen die Kosten pro Rechenleistung in den letzten zehn Jahren um das Millionenfache reduziert und damit die moderne KI-Entwicklung überhaupt erst ermöglicht haben. Andere dafür wichtige Beiträge, etwa die Fortschritte bei der Fertigung oder der Forschung - die aktuell in KI-Systemen weit verbreitete Transformer-Architektur wurden etwa bei Google entwickelt - fallen dabei hinten runter. Der Nvidia-CEO spricht natürlich hauptsächlich über die Erfolge seines eigenen Unternehmens.
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Mit Blick auf die Zukunft sieht Jensen Huang dabei zahlreiche weitere Möglichkeiten für KI. Demnach könnte diese beispielsweise dabei helfen, neue Wege für die CO₂-Speicher zu finden, neue Windturbinen zu entwickeln oder Materialien zu entdecken, mit denen bessere Energiespeicher und Solarpanels möglich werden. Zumindest aktuell ist es bis dahin aber noch ein weiter Weg - falls es denn in absehbarer Zukunft überhaupt gelingt, KI so universell nützlich und verlässlich zu machen, wie es momentan von vielen erwartet wird.
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Quelle: via Tom's Hardware

Nachtrag vom 27.11.24: Eventuell wären wir ja sogar weiter ohne Nvidia. Wenn man bedenkt wie AMD mit dem viel kleineren Entwicklungsbudget so nah an Nvidia heran kommt, was wäre gewesen, wenn sie das Budget von Nvidia gehabt hätten?
Wenn ich sehe wie massenhaft riesiger, faktenfreier Quatsch und Verschwörungstheorien über verschiedenste Themen verbreitet wird, wie bsw. in Gesundheitsfragen, rechtsextremer Kampfpropaganda rund um angebliche "Wokeness", massenhafter Leugnung seit über Hundert Jahren oder gar Jahrtausenden bekannten und mehrfach bestätigter wissenschaftlicher Erkenntnisse, wie bsw. die physikalischen Eigenschaften von CO2 und Co., oder dass die Erde eine kugelförmige Form hat, wird mehr Rechenleistung nicht ausreichen.
Bis echte KIs kommen, die tatsächlich Kontext erkennen und selbstständig Informationen auf Richtigkeit verifizieren können, wird es vermutlich noch sehr, sehr lange dauern.
Klar, dass sich Jensen dafür ausspricht, verspricht ihm das gute Geschäfte.