"KI-Autobahn in Deutschland": Nvidia kündigt Bau neuer KI-Rechenzentren an

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"KI-Autobahn in Deutschland": Nvidia kündigt Bau neuer KI-Rechenzentren an
Quelle: Nvidia

Nvidia baut in Deutschland die weltweit erste industrielle KI-Cloud mit 10.000 Blackwell-GPUs. Das von Huang als "KI-Autobahn" bezeichnete Rechenzentrum soll europäische Unternehmen bei Fertigung und Simulation unterstützen.

Nvidia plant den Aufbau eines KI-Rechenzentrums in Deutschland, das als erste industrielle AI-Cloud ihrer Art europäischen Unternehmen fortschrittliche KI-Technologien zugänglich machen soll. Die Ankündigung erfolgte durch Nvidia-CEO Jensen Huang auf der Vivatech-Konferenz in Paris am 11. Juni 2025 sowie einem zeitgleichen Blogeintrag auf der offiziellen Unternehmenswebseite.

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Das geplante Rechenzentrum - von Huang als "KI-Autobahn Deutschlands" bezeichnet - wird mit rund 10.000 Nvidia Blackwell-GPUs ausgestattet sein, die in DGX B200-Systemen und RTX Pro-Servern verbaut werden. Das Wo und Wann dieser Baupläne ließ der Nvidia-CEO allerdings bisher offen.

  • Die DGX B200-Systeme stellen dabei das Herzstück der Anlage dar und bieten bis zu 72 Petaflops für Training und 144 Petaflops für Inferencing bei einem Energiebedarf von bis zu 14,3 Kilowatt pro System. Ergänzt werden diese durch RTX Pro-Server mit acht RTX Pro 6000 Blackwell Server Edition-Karten.
  • Das Rechenzentrum richtet sich primär an europäische Industrieunternehmen und soll laut Nvidia insbesondere den deutschen Mittelstand (sic!) bei der digitalen Transformation unterstützen.

Die KI-Cloud soll Anwendungen in verschiedenen Bereichen ermöglichen, darunter die sogenannten "digitalen Zwillinge": Unternehmen erhalten Zugang zum Nvidia Omniverse Blueprint, mit dem komplette Fabriken virtuell simuliert werden, bevor physische Änderungen vorgenommen werden.

Treffen mit Bundeskanzler Merz steht bevor

Das Projekt ist Teil einer umfassenderen europäischen KI-Strategie von Nvidia, die den Aufbau von 20 AI-Fabriken in sieben Ländern vorsieht. Huang betonte während der Vivatech-Konferenz die Bedeutung souveräner KI-Entwicklung, die in seinen Augen unerlässlich ist: "Kein Unternehmen, keine Branche und kein Staat kann seine Intelligenz auslagern".

In diesem Kontext plant Bundeskanzler Friedrich Merz laut dem Handelsblatt am 13. Juni 2025 ein Treffen mit dem Nvidia-CEO Berlin, um weitere Details des Projekts zu besprechen. Die Bundesregierung hatte zuvor in ihrem Koalitionsvertrag 2025 "massive Investitionen" in die digitale Infrastruktur und den Ausbau von KI-Kapazitäten angekündigt.

  • Bereits bestehende Kooperationen sollen das Potenzial zeigen: Das Kölner Start-up DeepL nutzt als erstes europäisches Unternehmen Nvidias DGX SuperPOD mit DGX GB200-Systemen und kann laut Nvidia dadurch alle Inhalte des Internets in nur 18 Tagen übersetzen - eine Aufgabe, die zuvor 194 Tage benötigte.
  • Deutsche Automobilhersteller wie Mercedes-Benz und BMW setzen indes bereits auf Nvidia-Technologien, wie das Unternehmen mit einem gewissen Stolz weiter ausführt. Am Beispiel des schwäbischen Autobauers ist das erwähnte Omniverse zur Erstellung digitaler Zwillinge der Fabriken im Einsatz; zudem rüstet Mercedes-Benz seine neueste CLA-Limousine mit Nvidias "DRIVE AGX"-Plattform aus.

Parallel zum Infrastrukturausbau investiert Nvidia in die Ausbildung von KI-Fachkräften. Die Organisation appliedAI, Europas größte Initiative für vertrauenswürdige KI-Anwendungen, hat ein spezielles Programm für kleine und mittlere deutsche Unternehmen gestartet. Universitäten wie die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bieten bereits Zugang zu Nvidia-beschleunigter Infrastruktur und haben Unternehmensangaben zufolge durch fast 100 Workshops des Nvidia Deep Learning Institute Tausende Studenten und Forscher geschult.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Undesirable-Alien Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Capucius
        Ich muss das gar nicht, wir sind hier in einem Forum, nicht auf einem wissenschaftlichen Symposium. Aber wenn du das gerne hättest, dann mache ich das auch gerne. Die sogenannte "KI" ist nicht intelligent, es sind glorifizierte Wahrscheinlichkeitstabellen, die schauen was aus ihrem Trainingsmaterial am besten zum Inputvektor passt. Damit kann man beeindruckende Showcases basteln, aber es ist ganz und gar nicht das Universalwerkzeug, dass die Branche uns glauben machen möchte, dass sie es haben. Warum machen sie das? Weil sie noch kein nachhaltiges Geschäftsmodell haben. Wie OpenAIs Sam Altman selbst gesagt hat machen sie sogar mit dem Pro Account für 200$ im Monat noch keinen Profit. Was bleibt ihnen also? Sie erhalten die Firma, um weiter daran zu arbeiten, in der Hoffnung das Konzept so weit zu bringen, dass ein stabiles Geschäftsmodell herauskommt (z. B. durch eine erhoffte Weiterentwicklung oder eine Killerapplikation, die dann tatsächlich genug Geld bringt). Bis es so weit ist brauchen sie einen Riesenhaufen Investorenkapital, denn der ganze "KI"-Kram ist teuer in Entwicklung und Betrieb. Schau mal, was allein das Training einer einzigen Modellversion kostet, geschweige denn der Betrieb davon. Und in der Hoffnung Leute daran zu gewöhnn kann man das alles überall zur Zeit kostenlos benutzen, obwohl selbst der 200$-Account nicht für eine Marge reicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und um das Investorenkapital weiter fließen zu lassen braucht man ein Klima in dem alle denken, kein Weg führt an "KI" vorbei. Deswegen wurde auch die Diskussion angeheizt, wie gefährlich "KI" ist und zum Untergang der Menschheit führen könnte. Denn etwas, das das schafft muss ja superfähig sein, es implizit dass "KI" besser als Menschen ist. Aber sorry, vor dem grundsätzlichen Konzept, das momentan benutzt wird, muss keiner Angst haben, überhaupt nicht. Das skaliert nämlich nicht, und wie die Forschung in dem Bereich bereits belegt hat kann man LLMs weder mit mehr Rechenpower noch sonst großartige Sprünge machen lassen. Wir haben nämlich vermutlich "Peak Trainingsmaterial" schon hinter uns, das war in einer Zeit, in der im Netz alles frei verfügbar war und nicht geschützt wurde. Jetzt gibt es die ersten Klagen und alle wollen ihr "Datengold" schützen und nicht mehr frei verfügbar machen. Dazu haben die KI-Bros sich strikt geweigert den Output als generiert zu kennzeichnen und wie ebenfalls mehrere Studien klar gezeigt haben führt das Training von KI mit KI-Output (auch nur teilweise) zur Degradierung der Modellfähigkeiten. Ist ja auch logisch, nur wenn der Output zu 100% korrekt wäre, würde es nicht dazu führen, aber wir sind ganz weit von 100% korrektem Output entfernt. Damit muss jede weitere Iteration, die mit AI-Output trainiert wird zwangsweise schlechter werden. Ich könnte jetzt noch zig weitere Sachen anführen, aber ich hab schon eine Wall of Text fabriziert. Die Leute, die in dem Bereich arbeiten und den Bullcrap testen und absichern müssen, haben da fast durchgehen eine ziemlich klare Meinung. Wer das anders sieht sind Leute, die von KI profitieren oder welche, denen der technsiche Background fehlt um es zu verstehen. Politiker gehören dummerweise oft zu beiden Gruppen gleichzeitig.
        Zum einen ist nicht der Weg zum Ergebnis relevant sondern das Ergebnis selbst, zum anderen bringt die Schwarzmalerei von Systemen, die sich in der Entwicklungsphase befinden, wenig. Wir bekommen die Gratis KI-Kumpels, damit sie lernen können, da die KI sich wie du schon sagst nicht selbst trainieren kann, weil sie ihre eigenen Fehler dann multipliziert. Wenn diese Systeme in einigen Jahren zuverlässig sind, werden sich immer neue Anwendungsbereiche ergeben. Ob wir es dann wieder mit Maschinenstürmern zu tun bekommen werden, ist die eine Sache, die andere ist, daß die Maschinen letztendlich den Wohlstand multiplizierten. So wird es auch mit den KI-Modellen kommen.
      • Von Undesirable-Alien Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Capucius
        Ich muss das gar nicht, wir sind hier in einem Forum, nicht auf einem wissenschaftlichen Symposium. Aber wenn du das gerne hättest, dann mache ich das auch gerne. Die sogenannte "KI" ist nicht intelligent, es sind glorifizierte Wahrscheinlichkeitstabellen, die schauen was aus ihrem Trainingsmaterial am besten zum Inputvektor passt. Damit kann man beeindruckende Showcases basteln, aber es ist ganz und gar nicht das Universalwerkzeug, dass die Branche uns glauben machen möchte, dass sie es haben. Warum machen sie das? Weil sie noch kein nachhaltiges Geschäftsmodell haben. Wie OpenAIs Sam Altman selbst gesagt hat machen sie sogar mit dem Pro Account für 200$ im Monat noch keinen Profit. Was bleibt ihnen also? Sie erhalten die Firma, um weiter daran zu arbeiten, in der Hoffnung das Konzept so weit zu bringen, dass ein stabiles Geschäftsmodell herauskommt (z. B. durch eine erhoffte Weiterentwicklung oder eine Killerapplikation, die dann tatsächlich genug Geld bringt). Bis es so weit ist brauchen sie einen Riesenhaufen Investorenkapital, denn der ganze "KI"-Kram ist teuer in Entwicklung und Betrieb. Schau mal, was allein das Training einer einzigen Modellversion kostet, geschweige denn der Betrieb davon. Und in der Hoffnung Leute daran zu gewöhnn kann man das alles überall zur Zeit kostenlos benutzen, obwohl selbst der 200$-Account nicht für eine Marge reicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und um das Investorenkapital weiter fließen zu lassen braucht man ein Klima in dem alle denken, kein Weg führt an "KI" vorbei. Deswegen wurde auch die Diskussion angeheizt, wie gefährlich "KI" ist und zum Untergang der Menschheit führen könnte. Denn etwas, das das schafft muss ja superfähig sein, es implizit dass "KI" besser als Menschen ist. Aber sorry, vor dem grundsätzlichen Konzept, das momentan benutzt wird, muss keiner Angst haben, überhaupt nicht. Das skaliert nämlich nicht, und wie die Forschung in dem Bereich bereits belegt hat kann man LLMs weder mit mehr Rechenpower noch sonst großartige Sprünge machen lassen. Wir haben nämlich vermutlich "Peak Trainingsmaterial" schon hinter uns, das war in einer Zeit, in der im Netz alles frei verfügbar war und nicht geschützt wurde. Jetzt gibt es die ersten Klagen und alle wollen ihr "Datengold" schützen und nicht mehr frei verfügbar machen. Dazu haben die KI-Bros sich strikt geweigert den Output als generiert zu kennzeichnen und wie ebenfalls mehrere Studien klar gezeigt haben führt das Training von KI mit KI-Output (auch nur teilweise) zur Degradierung der Modellfähigkeiten. Ist ja auch logisch, nur wenn der Output zu 100% korrekt wäre, würde es nicht dazu führen, aber wir sind ganz weit von 100% korrektem Output entfernt. Damit muss jede weitere Iteration, die mit AI-Output trainiert wird zwangsweise schlechter werden. Ich könnte jetzt noch zig weitere Sachen anführen, aber ich hab schon eine Wall of Text fabriziert. Die Leute, die in dem Bereich arbeiten und den Bullcrap testen und absichern müssen, haben da fast durchgehen eine ziemlich klare Meinung. Wer das anders sieht sind Leute, die von KI profitieren oder welche, denen der technsiche Background fehlt um es zu verstehen. Politiker gehören dummerweise oft zu beiden Gruppen gleichzeitig.
        Zum einen ist nicht der Weg zum Ergebnis relevant sondern das Ergebnis selbst, zum anderen bringt die Schwarzmalerei von Systemen, die sich in der Entwicklungsphase befinden, wenig. Wir bekommen die Gratis KI-Kumpels, damit sie lernen können, da die KI sich wie du schon sagst nicht selbst trainieren kann, weil sie ihre eigenen Fehler dann multipliziert. Wenn diese Systeme in einigen Jahren zuverlässig sind, werden sich immer neue Anwendungsbereiche ergeben. Ob wir es dann wieder mit Maschinenstürmern zu tun bekommen werden, ist die eine Sache, die andere ist, daß die Maschinen letztendlich den Wohlstand multiplizierten. So wird es auch mit den KI-Modellen kommen.
      • Von Herr_M Software-Overclocker(in)
        Eine Frage an den Autor Jusuf Hatic: warum der Hinweis "sic!"?
        Zitat

        Das Rechenzentrum richtet sich primär an europäische Industrieunternehmen und soll laut Nvidia insbesondere den deutschen Mittelstand (sic!) bei der digitalen Transformation unterstützen.
        Vielleicht fehlt mir der Einblick in die ökonomisch-technischen Strukturen, aber ich hätte ohnehin vermutet, dass die großen Konzerne eigene KI-Zentren haben bzw. unterhalten könnten. Ist es so verwunderlich, dass hierbei eher KI-Leistung für mittelständische Firmen vermietet wird?
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Capucius
        Dass etwas anderes auch schlecht ist, macht das aber nicht besser, das ist für mich kein Argument.
        Es wird von der KI Perfektion erwartet. Nur selber sind wir lange nicht perfekt!
      • Von Capucius Software-Overclocker(in)
        Zitat von RyzA
        Ist bei Menschen der "Output" immer richtig?

        Wenn man mal überlegt wieviele Menschen Verschwörungszeugs usw glauben?
        Und was sie in sozialen Netzwerken so absondern?
        Dass etwas anderes auch schlecht ist, macht das aber nicht besser, das ist für mich kein Argument.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Capucius
        Dazu haben die KI-Bros sich strikt geweigert den Output als generiert zu kennzeichnen und wie ebenfalls mehrere Studien klar gezeigt haben führt das Training von KI mit KI-Output (auch nur teilweise) zur Degradierung der Modellfähigkeiten. Ist ja auch logisch, nur wenn der Output zu 100% korrekt wäre, würde es nicht dazu führen, aber wir sind ganz weit von 100% korrektem Output entfernt.
        Ist bei Menschen der "Output" immer richtig?

        Wenn man mal überlegt wieviele Menschen Verschwörungszeugs usw glauben?
        Und was sie in sozialen Netzwerken so absondern?
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