Blackwell Ultra: Nvidia verkündet neue Weltrekorde - deutlich schneller als Blackwell
Nvidia hat mit den neuen KI-Beschleunigern auf Basis von Blackwell Ultra neue Weltrekorde aufgestellt. Gegenüber der Blackwell-Generation gibt es teils ein deutliches Leistungsplus. Und mit Rubin steht bereits der nächste Sprung bevor.
Während bei Gaming-Grafikkarten nur rund alle zwei Jahre neue Produkte mit größerem Leistungssprung erscheinen, geht es bei KI-Beschleunigern derzeit deutlich rasanter zu. Passend dazu überbrückt Nvidia die Zeit zwischen den KI-Architekturen Blackwell und Rubin mit einer Zwischenstufe namens Blackwell Ultra, die im Vergleich zum Vorgänger ein gutes Stück schneller sein soll. Das untermauerte das Unternehmen jüngst mit frischen Hersteller-Benchmarks.
Neue Rekorde
Knapp ein halbes Jahr nachdem erstmals ein Blackwell-System im KI-Benchmark MLPerf 5.0 getestet wurde, hat Nvidia die neuen Resultate für Blackwell Ultra geteilt. Vergleicht man entsprechende Racks - das Blackwell-System GB200 NVL72 mit dem Blackwell-Ultra-System GB300 NVL72, soll so ein deutlicher Leistungssprung sichtbar werden. Bei der Inferenz mit dem KI-Modell DeepSeek-R1 spricht Nvidia von einer bis zu 45 Prozent höheren Leistung pro GPU. Dieser Sprung dürfte wohl hauptsächlich durch die gestiegene, theoretische Rechenleistung zustande kommen. Laut Nvidia kann Blackwell Ultra 50 Prozent mehr Berechnungen im FP4-Format vornehmen als der Vorgänger. Zwar nutzt DeepSeek-R1 überwiegend FP8, hier setzt aber Nvidias Software an, die die Daten entsprechend zerlegt.
In manchen Szenarien soll Blackwell Ultra laut Nvidia sogar noch mehr zulegen. Die Beschleunigung der für LLMs wichtigen Attention-Layer legt demnach um den Faktor zwei zu, und auch die um 50 Prozent höhere Speicherkapazität hilft. Insgesamt reichen die Upgrades laut Nvidia aus, um in allen mit dem neuen MLPerf 5.1 hinzugekommenen Modellen - DeepSeek-R1, Llama 3.1 405B Interactive, Llama 3.1 8B und Whisper - einen neuen Weltrekord aufzustellen.
Auch spannend: Nvidia: Blackwell-Nachfolger Rubin kommt in weiterer Variante - deutlicher Leistungssprung
Wie lange diese Rekorde bestehen bleiben, und wie sich Nvidias Blackwell-Ultra-Systeme in der Datacenter-Praxis schlagen werden, bleibt abzuwarten. Angesichts der Schnelllebigkeit der Branche darf man aber davon ausgehen, dass die neuen GB300-Beschleuniger nicht allzu lang an der Spitze sein werden. Spätestens im kommenden Jahr werden sie wohl durch die Konkurrenz aus dem eigenen Hause verdrängt. Denn dann soll laut Nvidia die Nachfolgearchitektur Rubin an den Start gehen.
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Quelle: Nvidia (1), Nvidia (2) via Techpowerup
