Diese Ninja-Heißluftfritteuse passt sich dem Essen an - doch selbst zum besten Preis jemals gibt es Alternativen
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Aufgrund des Rekordrabatts fällt die Ninja FlexDrawer AF550EU gerade ins Auge, doch Interessenten sollten sich zuerst fragen, ob das FlexDrawer-Konzept für sie das richtige ist. Neben vielen Pluspunkten gibt es nämlich auch Nachteile.
Heißluftfritteusen haben sich längst vom kurzlebigen Küchentrend zum praktischen Backofenersatz für kleinere Mahlzeiten entwickelt. Das Prinzip ist technisch simpel: Ein leistungsfähiges Heizelement und ein Gebläse bewegen heiße Luft mit hoher Geschwindigkeit um die Lebensmittel. Gegenüber einem großen Backofen wird dabei ein erheblich kompakterer Garraum aufgeheizt, wodurch sich Vorteile bei der Geschwindigkeit und dem Energiebedarf ergeben. Bei einem Modell mit zwei unabhängig regelbaren Zonen hat man die Möglichkeit, das Hauptgericht und die Beilage mit unterschiedlichen Temperaturen und Garzeiten gleichzeitig zubereiten zu können.
Günstiger als je zuvor im Angebot
Diesen Vorteil bietet auch die Ninja FlexDrawer AF550EU, die man bei Amazon aktuell bereits für 119 Euro erhält. Dabei handelt es sich um den niedrigsten Preis, zu welchem der Air Fryer bisher jemals von einem Händler im PCGH-Preisvergleich gelistet war. Zum Vergleich: Der Hersteller beziffert die UVP auf 229,99 Euro, bietet sie aber im hauseigenen Shop für 159,99 Euro an, was auch eher dem üblichen Marktpreis entspricht, aber eben immer noch deutlich über dem Amazon-Angebot liegt. Letzteres ist allerdings befristet und endet spätestens am 4. August - zumindest solange der Vorrat reicht.
Zwei Zonen oder eine große Schublade
Das wohl wichtigste Merkmal der AF550EU ist die 6,6 Liter große FlexDrawer-Schublade, die durch eine herausnehmbare Trennwand in zwei unabhängig regelbare Zonen mit jeweils 3,3 Litern unterteilt wird. Die Temperatur und die Garzeit und das Programm können für beide Seiten getrennt eingestellt werden; über die Sync-Funktion startet das Gerät die kürzer laufende Zone dann entsprechend später, sodass beispielsweise Pommes Frites und die Chicken Wings gleichzeitig fertig werden. Mit der Match-Funktion lassen sich dieselben Einstellungen direkt auf beide Bereiche übertragen. Pro Zone nennt Ninja eine Kapazität von bis zu 500 Gramm Pommes.
Wird die Trennwand entfernt, entsteht eine durchgehende "MegaZone" mit 6,6 Litern Volumen. Darin finden Lebensmittel Platz, die für zwei vollständig getrennte Garkörbe zu breit wären. Ninja nennt als Beispiel einen etwa 1,6 Kilogramm schweren Braten beziehungsweise ein entsprechend großes Hähnchen samt Gemüse. Diese Konfiguration bietet sich daher für Speisen wie Aufläufe, größere Fleischstücke oder längliche Zutaten an.
Mit Heißluftfrittieren, Max Crisp, Braten, Backen, Aufwärmen und Dörren stehen sechs Programme zur Verfügung. Max Crisp arbeitet mit bis zu 240 Grad Celsius und wird empfohlen, um tiefgekühlten Lebensmitteln eine möglichst knusprige Oberfläche zu verleihen. Die Schublade sowie die Trennwand und die beiden Crisper-Einsätze sind antihaftbeschichtet und laut Hersteller spülmaschinengeeignet. Das 8,2 Kilogramm schwere Gerät misst rund 51,4 × 35,1 × 35,6 Zentimeter und erreicht eine Leistungsaufnahme von bis zu 2.470 Watt.
AF550EU oder größere AF500EUCP und AF500EUSD?
Die Modellbezeichnungen von Ninja können leider leicht zu Verwechslungen führen. Bei der AF550EU handelt es sich nicht um einen Nachfolger mit größerem Volumen, sondern um die kompaktere FlexDrawer-Variante. Die bei Amazon auch erhältlichen Varianten AF500EUCP und AF500EUSD basieren auf der größeren AF500-Baureihe und bieten insgesamt 10,4 Liter Kapazität. Ihre MegaZone lässt sich in zwei Bereiche mit jeweils 5,2 Litern teilen. Die zum Beispiel bei Media Markt lieferbare reguläre AF500EU verwendet dasselbe größere Grundkonzept. (Die ergänzten Buchstaben kennzeichnen lediglich unterschiedliche Design- beziehungsweise Farbvarianten.)
Die AF500-Modelle eignen sich daher besser für mehrere Personen und Meal Prep. Ninja nennt unter anderem eine 2 Kilogramm schwere Lammkeule und eine 2,3 Kilogramm schwere Schweineschulter als Beispiele für die 10,4 Liter große MegaZone. Außerdem bietet die AF500-Baureihe mit "Cook" bzw. "Garen" sieben statt sechs Programme. Dafür nehmen die größeren Geräte mehr Platz auf der Arbeitsfläche ein, wiegen mehr und kosten auch mehr als die AF550EU zum aktuellen Aktionspreis.
Die Flexibilität hat auch Nachteile
Die beiden Zonen der AF550EU sind mit jeweils 3,3 Litern relativ klein. Für Pommes, Gemüse, Nuggets oder einzelne Fleischstücke reicht das aus, umfangreiche Gerichte werden pro Seite jedoch schnell eng. Wer zwei größere, voneinander unabhängige Portionen zubereiten möchte, ist mit zwei separaten und geräumigeren Körben, wie sie z. B. die Ninja Dual Zone DZ400EU (2× 4,75 Liter) oder die Ninja Dual Zone DZ300EU (2× 3,8 Liter) bieten, möglicherweise besser bedient.
Auch den Reinigungsaspekt sollte man bedenken: Die große, durchgehende Schublade ist sperriger und lässt sich in einem kleinen Spülbecken nicht so leicht abwaschen wie zwei einzelne Körbe. Zwar dürfen die herausnehmbaren Teile laut Ninja in die Spülmaschine, bei häufiger maschineller Reinigung kann eine Antihaftbeschichtung auf lange Sicht jedoch stärker beansprucht werden.
Hinzu kommt, dass die Trennwand keine vollständig abgedichteten Garkammern erzeugt. Beide Speisen teilen sich denselben Gehäuse- und Luftbereich, weshalb sich intensive Gerüche konstruktionsbedingt nicht vollkommen voneinander isolieren lassen. Fisch auf der einen und ein empfindliches Dessert auf der anderen Seite wären deshalb keine ideale Kombination.
