Kein Herz für Mining in Malaysia: 1.000 Rigs plattgewalzt und Betreiber inhaftiert
Weil sie ihren Strom geklaut haben sollen und damit Stromausfälle zu verantworten, wurden in Malaysia mehrere Schürfer von Kryptowährung inhaftiert. Ihre Mining-Rigs ließen die Behörden von einer Straßenbauwalze zerstören.
Schürfer von Kryptowährungen sind nicht nur in der PCGH-Community, die immer noch Unsummen für Grafikkarten hinlegen muss, wenig angesehen. Auch den chinesischen Behörden sind sie mittlerweile ein Dorn im Auge. Mining gilt zudem als klimaschädlich, was nicht zuletzt Elon Musk veranlasst hat, keine Bitcoins mehr als Zahlungsmittel zu akzeptieren. In ärmeren Regionen sollen GPU-Farmen auch Stromausfälle zu verantworten haben. So auch in Malaysia. Offenbar um ein Exempel zu statuieren, ergriff man dort nun drastische Maßnahmen. 1.069 Mining-Rigs seien dort vergangene Woche mit einer Straßenbauwalze vernichtet worden.
Wie lokale Medien berichten, hatten diese Mining-Computer einen Gesamtwert von rund einer Million Euro. Es handelte es sich um Rigs, die zwischen Februar und April 2021 konfisziert wurden. Geschürft wurde offenbar illegal, denn es steht der Vorwurf im Raum, dass die Betreiber ihren Strom von der Elektrizitätsgesellschaft SEB gestohlen haben.
Geld- und Gefängnisstrafen für Miner
Wie der Polizeichef von Miri, Hakemal Hawari, gegenüber The Star ausführt, seien acht Personen festgenommen worden. Gegen sechs davon habe man Geldstrafen oder eine Haftstrafe von bis zu acht Monaten verhängt. Der Schaden, den SEB durch Stromdiebstahl erlitten haben soll, wird auf rund 1,7 Millionen Euro beziffert. Außerdem sollen es in Folge des Stromdiebstahls zu mehreren Stromausfällen gekommen sein. Drei Häuser seien 2021 deswegen abgebrannt.
Warum man zur Dampfwalze griff, anstatt die Komponenten der Rechner zu veräußern, verraten die malaysischen Medien nicht. Anscheinend hofft man, Schürfer abschrecken zu können - gleichzeitig aber auch, von Stromausfällen gebeutelte Anwohner zu beschwichtigen.
Mehr zum Thema: Kryptowährungen: Stromnetzbetreiber schürfen Bitcoins & Co.
Ob der Vorfall genug Aufmerksamkeit generiert, um die Kurse für Kryptowährungen weiter fallen zu lassen, wird abzuwarten sein. Die Fluchträume für Schürfer scheinen jedenfalls kleiner zu werden, allen voran durch die massiven Beschränkungen in China, der einstigen Hochburg für Schürfer. Mittlerweile soll jedoch Kasachstan bei Schürfern hoch im Kurs stehen.

Computerhardware kann man nicht mit Drogen und Waffen gleichsetzen, welche nur einen Zweck haben. (mal außen vor, dass Cannabis auch dem ein oder anderen gegen Schmerzen hilft, bei denen alles andere versagt)
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Mit den besten Grüßen
beren2707
Wirklich am ist Malaysia nicht, sie haben ein BIP von über 11000$ pro Kopf und Jahr, was sie auf Rang 67 bringt.
Wenn man aber das Stromnetz nicht hat, dann macht man damit kein Geld, sondern insgesamt massive Verluste
Das Problem ist, dass es nicht genug Strom gibt. Solange das nicht gelöst ist, ist Ming kontraproduktiv.
Man macht mit Mining gewinne, sonst würde das ja keiner tun. Das die Miner nach Kazachstan abhauen und dreckigen Strom nutzen ist eine direkte Folge von solchen Aktionen.
Mining ist immer produktiv und profitabel, die Frage ist also immer - wer davon profitiert. Damit die Menschheit und nicht n paar Stromdiebe profitieren, muss man das ganze legal und angenehm gestalten, das ist auch eine Chance für nicht so reiche Länder ordentlich viel Geld mit wenig destruktiven Methoden zu erzeugen. Krypto-Mining ist wesentlich angenehmer für unseren Planeten als richtiges Mining von Rohstoffen z.B. (was in den besagten Ländern oft getrieben wird bis zum umfallen).
Andere Länder haben eigene Firmen die entsprechend alles vor Ort machen können und dort ansässig sind - Samsung in SüdKorea, ASUS in Taiwan usw. Malaysia fällt einem nur dann ein wenn man eine Intel-CPU in den Händen hält, aber jeder weiß das Intel nicht in Malaysia ist, nur die Fabs stehen dort.
Man macht also aus irre viel Strom ein paar Bitcoin und schafft ein paar Hilfsarbeiterjobs. Kein sehr guter Deal, da ist sogar die Textilindustrie besser, die beschäftigt wenigstens die Massen. Volkswirtschaftlich ist Mining einfach eine sehr dämliche Angelegenheit, wenn man die Betreiber nicht verpflichtet eigene Kraftwerkskapazitäten aufzubauen
Wirklich am ist Malaysia nicht, sie haben ein BIP von über 11000$ pro Kopf und Jahr, was sie auf Rang 67 bringt.
Mit dem Mining verhält es sich ähnlich. Man kauft die Geräte aus dem Ausland, schließt sie an und verheizt Strom. Das einzige, das man da aufbaut, sind Elektriker, die die Dinger anschließen, aber das kannst du in jedem Drittweltland machen (die Kenntnisse habe sogar ich).
Es ist absolut dämlich, den wertvollen Strom da herauszuheizen, wenn man damit den Rest seiner Industrie beerdigt. Sobald der Miningmarkt mal wieder zusammenbricht, steht man als Staat und Gesellschaft ganz blöd da. Es ist sogar noch schlimmer, als vom Öl abhängig zu sein.
Was du empfiehlst ist volkswirtschaftlicher Selbstmord.
Andere Länder haben eigene Firmen die entsprechend alles vor Ort machen können und dort ansässig sind - Samsung in SüdKorea, ASUS in Taiwan usw. Malaysia fällt einem nur dann ein wenn man eine Intel-CPU in den Händen hält, aber jeder weiß das Intel nicht in Malaysia ist, nur die Fabs stehen dort.
Es ist absolut normal, Strom für Gewinne einzusetzen, gerade die nicht so hochentwickelten Länder mit geringen Strompreisen und massiver Kapazität nutzen das ganz gerne. Mining bleibt aber in der Hand der Betreiber ohne das zu viel rumgepfuscht wird - einfach nur vernünftige Gesetze die es legal machen, gute Tarife schaffen und etwas steuern. Wie mit jedem anderen Produkt auf der Börse kann der Kurs zusammenbrechen, das ist normal, Russland meckert bis heute das Öl zu billig ist. Deswegen nutzt man das als Sprungbrett um sich Menschen mit Hirn und Kapital ins Land zu holen und dort alles aufzubauen.
Wie schon oben gesagt, gibt es nur einige Fälle, in denen das Mining keine gravierenden Auswirkungen hat. Schwellen- und Entwicklungsländer sollten sich daher von dem Mist fernhalten, das ist absolutes Gift.
Kryptowährungen werden uns genau so begleiten wie E-Bikes, überteuerte Grafikkarten und militante Veganer.
Es liegt also nahe, damit auch etwas Geld zu machen wenn es schon da ist. Und mit den Kosten die in solch armen Ländern wie Malaysia oder Kazachstan ist Mining extrem profitabel, noch lange nach dem die westlichen Länder ausgestiegen sind weil nicht wirtschaftlich.