Kryptowährung: GPU-Mining für Ethereum bleibt doch bis 2022 möglich

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Das energieintensive Schürfungsverfahren mit Grafikkarten bleibt für die Kryptowährung Ethereum noch bis 2022 erhalten.
Quelle: Pixabay

Das energieintensive Schürfen von Ethereum mithilfe von Grafikkarten (Proof of Work) wird nun doch bis mindestens Frühjahr 2022 beibehalten. Im Sommer dieses Jahres kündigte die Ethereum Foundation an, noch 2021 von Proof of Work zu Proof of Stake zu wechseln, was Grafikkarten obsolet machen würde.

Ethereum wird sich noch eine Weile länger via GPU-Mining schürfen lassen. Denn die Entwickler der Kryptowährung haben ihren ursprünglichen Plan, von dem energiefressenden Prozedere PoW (Proof of Work) noch in diesem Jahr wegzukommen, Abstand genommen und auf der ETH-2.0-Roadmap vermerkt, dass der Merge - die Fusion aus Mainnet und Beacon-Chain - erst 2022 stattfinden wird. Die ETH-2.0-Roadmap dient dazu, den Wechsel vom PoW auf PoS (Proof of Stake) zu visualisieren.

Bei PoS werden zur Errechnung der Kryptowährung keine Blöcke mehr über ein rechenintensives Suchverfahren für passende Hashes bestätigt, sondern eine entsprechende Mindestmenge an Ether hinterlegt, die im Testnetzwerk bei 32 ETH liegen soll. Bei der wahrheitsgemäßen Bestätigung der Blöcke werden Coins als Belohnung ausgeschüttet, was gemeinhin auch als "Staking" bezeichnet werde. Sollten falsche Ergebnisse ins Netzwerk eingespielt werden, ohne, dass diese von anderen Teilnehmern bestätigt werden können, so soll der Anteil des hinterlegten Ethers sinken.

Steigende Preise - verzögerte Difficulty Bomb

Der Aufschub des Merges zugunsten von PoS wird sich womöglich auch auf die Preise von Grafikkarten auswirken, da Ethereum derzeit die am liebsten zu schürfende Kryptowährung sei. Eine weitere Veränderung, die sich die Tage beobachten lässt, ist der Ethereum-Kurs. Dieser bewegt sich derweil für einen Coin über dem Wert von 3.600 Euro und knackte zwischenzeitlich die 3.700er-Marke, was für die Kryptowährung Ethereum ein Allzeithoch darstellen soll.

Ebenfalls lesenswert: Intel Arc: Grafikkarten sollen ohne Krypto-Bremse kommen

Für die Umstellung der Blockchain auf PoS benötigt die Ethereum Foundation ein halbes Jahr Zeit, was sie mit dem Ethereum Improvement Proposal EIP-4345 erreichen möchte. Dabei geht es darum, dass vorgeschlagen wird, die "Difficulty Bomb" von Dezember 2021 auf Mai 2022 zu verzögern. Die Difficulty Bomb soll dabei die Schwierigkeit des Minings innerhalb weniger Wochen rasant steigen lassen, wodurch das Schürfen an Attraktivität verliere. So viele Teilnehmer aus dem Netzwerk wie möglich sollen laut Heise damit zu ETH 2.0 bewegt werden.

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Quelle: via Heise, Coingecko, Ethereum.org

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    • Kommentare (45)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Melcland Schraubenverwechsler(in)
        Wäre Ethereum nicht proof of work für wenigstens noch ein bisschen, hätte Nvidia sich nicht die Mühe gemacht Ihr neues Mining Flagschiff rauszubringen. Wer die zu UVP kriegt, kann davon ausgehen die Krümel gefangen zu haben, die aus einem Flugzeug geschmissen wurden. Ich gratuliere Euch aus der Vergangenheit ?
      • Von Melcland Schraubenverwechsler(in)
        Wäre Ethereum nicht proof of work für wenigstens noch ein bisschen, hätte Nvidia sich nicht die Mühe gemacht Ihr neues Mining Flagschiff rauszubringen. Wer die zu UVP kriegt, kann davon ausgehen die Krümel gefangen zu haben, die aus einem Flugzeug geschmissen wurden. Ich gratuliere Euch aus der Vergangenheit ?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Nein, im Falle von Bitcoin (und solange PoS nur versprochen wird auch Ethereum) ist das nicht überflüssig, denn die Stromverschwendung ist ein elementarer Bestandteil des Absicherungskonzeptes von BTC. Er lässt sich deswegen nicht durch technologische Entwicklunen außerhalb des Protokolls in den Griff bekommen und hat bereits jetzt bedenkliche Ausmaße erreicht, lange bevor Bitcoin einen messbaren Anteil am globalen Währungsumlauf erreicht hat. Das muss man diskutieren, denn es betrifft auch alle anderen Aspekte dieser Kryptowährung wie die etwaige Nutzung als Zahlungsmittel oder langfristiger Wertspeicher: Dafür ist Bitcoin rein technisch nicht geeignet.

        Trennen sollte man die Diskussion aber vom Thema Inflation/Deflation/Regulation, da hast du recht. Schon die Frage, was davon eigentlich wünschenswert ist, füllt Bände – und Cryptos können genauso wie alle anderen FIAT-Währungen jeden dieser drei Zustände annehmen.
      • Von okam2 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Eine Währung soll eigentlich den Gesamtwert aller produzierten Waren abbilden und selbst gar keine Ressourcen über die reine Verwaltung hinaus verursachen.
        Und genau da liegt das Problem aller FIAT-Währungen, da sie das schon lange nicht mehr tun.
        Stichworte lauten: Menge des Giralgeld und damit verbunden Inflation / "nötige" Abschaffung d. Bargeld.

        Allen Hatern zum Trotz sind Kryptos unvermeidbar gewesen und mittlerweile auch nötig. Egal zu welchem Zweck,
        ob als Wertspeicher (bsw. BTC) oder als Alternative zu FIAT´s. Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit, weil es Energie
        "verschwendet", ist überflüssig, weil sich auch dieses Thema wie alle anderen Technologien weiterentwickelt.
        Und zum Ärgernis der bisherigen Kontrolleure des Geldmarktes, passiert das viel schneller als von denen vermutet.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von okam2
        Das haben sich die Pferdekutscher Anfang des 20. Jahrhundert über diese lauten Dinger, die wir heute PKW
        nennen, auch gedacht.
        Und, hatten sie bezüglich der damaligen Vehikel etwas unrecht? Welche Bedeutung haben Benzin-Motordroschken von 1901* denn für die Menschheit gehabt? Ein lautes Spielobjekt für reiche Leute, mehr nicht.
        Im Gegensatz zu Bitcoin fraßen sie immerhin keine wertvollen Ressourcen und für dritte tödliche Verkehrsunfälle wurden wohl auch nicht als riesieges Problem gesehen, sodass die "Kosten"-Seite der Gleichung ebenfalls leer bleibt, aber bis man einen "Nutzen" für die Allgemeinheit festhalten konnte, wurde jedes einzelne Teil mehrfach ausgetauscht und weiterentwickelt. Genauso könnten Kryptowährungen irgedwann einmal einen Netto-Nutzen haben, aber nicht in der von Bitcoin und weitestgehend auch Ethereum praktizierten Form, bei der ein Währungssystem Energie im Gesamtwert aller umlaufenden Tokens verschlingt. Eine Währung soll eigentlich den Gesamtwert aller produzierten Waren abbilden und selbst gar keine Ressourcen über die reine Verwaltung hinaus verbrauchen.

        *: Besser wäre 1880-1890. Im 20. Jhd. hatte sich die Technik stellenweise schon bewährt und es kamen Forderungen auf, kackende Pferde in Städten zugunsten von motorisierten Vehikeln zu verbieten. Die fuhren damals zwar noch mehrheitlich mit Dampf oder Batterien, nicht dem hier ursprünglich angesprochenen Verbrennungsmotor, aber die Kutscher mussten schon langsam vorsichtig sein, wie weit sie die Klappe ausreißen. Ich gehe für meine Antwort mal davon aus, dass der vorangehende Zeitraum gemeint war, in dem Autos noch ein neuartiges Kuriosum ohne Anwendung waren.
      • Von HomeboyST Software-Overclocker(in)
        Zitat von Christoph1717
        kostenlose Energie gibt es nicht.
        Selbst wenn man eine Eigene Photovoltaik Anlage hat.
        Außer dem Anschaffungskosten ist auch der Eigenverbrauch nicht bei 0 cent sonder nur deutlich günstiger als der zukauf von Strom für 30 cent.
        Keiner redet von "kostenloser" Energie in deinem Verständnis sondern überschüssiger, nicht genutzter, nicht wirtschaftlich transportierbarer Energie..

        Und 2 Beiträge darüber... 2 !!! Habe ich es sogar an einem konkreten Beispiel erklärt. Nur 2 Beiträge darüber.
        ( Thema Russland und Ölraffinerien )

        Aber gern erklär ich es dir an einem anderen Beispiel.

        Weshalb gab es so viele Miner in China ?
        Genau, quasi Kostenlose Energie in China durch viel zu große Wasserkraftwerke.
        Der Betreiber dieser Kraftwerke hat nun 2 Möglichkeiten.

        1. Die überschüssige Energie einfach "verpuffen lassen"
        2. Die überschüssige Energie für minimales Geld dem Bitcoin Mining zur verfügung zu stellen, da man einfach nur einen Container quasi ans Kraftwerk stellen muss.

        Und somit ( Wie erwähnt ) fördert Bitcoin Mining grüne Energie wie keine andere Technologie, da der Betreiber nun Einnahmen generiert welcher er vorher nicht hatte.

        Diese einnahmen kann er investieren um seine grüne Energie weiter auszubauen.
        Zitat von Jens238
        Und noch einmal an alle die es immer noch nicht verstanden haben.
        Ich habe kein Problem mit Kryptowährungen an sich... Die Idee dahinter finde ich eigentlich sogar nicht schlecht.
        Funktioniert das??? Ich denke eher schlecht als Recht... Die ganzen verschiedenen Kryptowährungen sind doch
        nichts weiteres als eine Spielwiese für Spekulanten.
        Ein schönes Beispiel dafür ist ja ein Herr Musk, der mal eben mit einem kleinen Post den Kurs in ungeahnte höhen
        schnellen lässt um ihn kurz danach mit einem weiteren wieder ins Bodenlose fallen zu lassen.
        Die Idee hinter den ganzen Kryptowährungen ist doch schon lange obsolet und zu einem Witz verkommen.

        Was bleibt ist ein Spekulationsobjekt mit stetig steigendem Energiehunger, der geschätzt schon jetzt mehr
        verbraucht als manch komplettes Land.
        Auch gibt es schöne Studien, die aufzeigen, das eine einzige Bitcoin Transaktion soviel Energie verbraucht wie
        Zehntausende Kreditkarten Transaktionen. Da fasse ich mich an die Birne...

        Die Blockchain und die Kryptowährungen sind krank und es bedarf einer anpassung des Systems.
        Da so viele aber anscheinend noch gutes Geld mit dieser Verschwendung verdienen, darf da auch gerne
        per Gesetz nachgeholfen werden.
        Genau so wie es aktuell mit dem Verbrennungsmotor passiert, da der ja hier scheinbar gern als Vergleich
        herangezogen wird. Unschaffbare Abgaswerte und Benzinpreise so hoch besteuern, das sich das keiner mehr leisten kann.
        Wäre eigentlich auch eine Idee für das Mining
        Und da sind Sie wieder die Kommunistischen Gedanken. Einfach Steuern so weit drauf, dass es sich keiner mehr leisten kann.

        Schade, dass du nicht bereit bist dich einmal mit dem Thema zu befassen.
        Aber schon interessant, dass jemand, welcher sich keine 2 Minuten mit der Materie beschäftigt hat, sämtliche informativen Kommentare auch hier komplett ignoriert, du aber erklärst, dass Blockchain und Kryptowährungen krank sind...

        Es ist einfach nur LOL...
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