Nvidia Ampere A100: Mining-Modell für 10.000 Euro im Anmarsch?
Gibt es bald eine spezielle Grafikkarte für Miner mit 40 GiByte HBM2e-Speicher? Das jedenfalls sagt eine nicht ganz unseriöse Quelle. Technische Basis sei Nvidias A100, eine rund 10.000 Euro teure Ampere-GPU für Server.
Schürfer von Kryptowährung machen Gamern schon seit Monaten das Leben schwer. Die Hoffnung ruht auf eigens zum Mining entwickelten Grafikkarten, die des Schürfers Aufmerksamkeit von den Gaming-GPUs lenken sollen. Einem unscharfen Gerücht zufolge wird Nvidia sogar ein Derivat seines A100 zum Mining abziehen. Dabei handelt es sich um eine Server-GPU für knapp 10.000 Euro. Es steht zu erwarten, dass sie auch als Crypto Mining Processor (CMP-Reihe) kein Schnäppchen wird.
Details gibt das Gerücht nicht her, allerdings scheint es auch nicht ganz aus der Luft gegriffen. Denn es stammt von Leaker kopite7kimi, der im Vorfeld schon so manches über unveröffentlichte Ampere-Grafikkarte auszuplaudern wusste. Über die Mining-Leistung kann man aktuell aber nur mutmaßen.
Mining-Grafikkarten sind unterwegs
So hatten jüngst Details zu einer rund 600 Euro teuren Nvidia HX30 die Runde gemacht, die eine Hash-Rate von 26 MH/s erreichen soll. Sie nutzt allerdings nur einen "alten" TU106, sprich: Turing ohne Raytracing. Die Mining-Performance ähnelt nicht grundlos einer Geforce GTX 1660. Zum Vergleich: Eine Geforce RTX 3090 gibt rund 110 MH/s her. Entsprechend begehrt sind derartige Gaming-Grafikkarten bei Schürfern.
Mehr zum Thema: Kryptowährung: AMD will Mining bei RX 6700 XT & Co. nicht einschränken
Ob ein Ableger des A100 wesentlich mehr zu bieten hat, wird sich zeigen müssen. Sollte Nvidia wirklich eine Mining-Version auflegen, dann sicherlich nicht grundlos. Die PCI-Express-Version des A100 hat beispielsweise eine Speicherübertragungsrate von 1.555 GB/s, eine Geforce RTX 3090 nur 936 GB/s. Getrimmt wurde sie insbesondere auf FP64-Berechnungen. Hier erreicht die PCIe-Version der A100 9,8 Teraflops, eine RTX 3090 indes nur 0,56.
Quelle: Twitter


Alles kann gegengerechnet werden, Abschreibung der Hardware, Strom, Miete der Räumlichkeiten, Internetkosten, Dienstwagen, Handy einfach alles was für den Betrieb des Gewerbes notwendig "erscheint".
Dazu kommt das nur der Ertrag der Coins erfasst wird mit dem Kurs der in dem Augenblick des "Erschaffens" berechnet wird.
Steigt der Kurs (stark anzunehmen) ist es wieder Steuerfrei da sonst Doppelbesteuerung. Auch ist die Frage noch ungklärt ob Coins überhaupt Steuerlich erfasst werden dürfen wegen der nicht vorhandenen Steuerfähigkeit des Gutes.
Btw: Privatanwender dürfen auch ohne Gewerbeschein Steuerfrei bis 600€im Jahr erschürfen. Rechnet man auch hier die Kosten ab sind das, je nach GPU, schon einige Monate Miningbetrieb bevor man die 600€ übersteigt. Aber aufgepasst, bei 601€ muss alles versteuert werden, ist also kein Freibetrag.
Viele Grüße,
stolpi
Im Zweifel bitte immer das FA fragen oder einen Steuerberater hinzuziehen!
Egal, mit meiner Anmeldung bin ich safe.
Ab Minute 15:30
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Wenn ich eine Grafikkarte bewußt mit Gewinnabsicht einsetzen möchte, muß ich ein Gewerbe anmelden. Es gibt da kein bißchen schwanger. Keine Grauzone. Gewinnabsicht bedeutet: Gewerbe anmelden.
Ich habe dann als Gewerbetreibender einen nicht zu versteuernden Freibetrag von 250€ im Jahr, falls das mein Maximalgewinn sein sollte - aber ehrlich, das macht man ja schon im Monat bei den ETH-Kursen. Ist es mehr, muß ich alles in der Einkommensteuer angeben. Ist es über 22.500€, muß ich sogar Gewerbesteuer in der Gemeinde zahlen, die sich gegenrechnen lassen zur Einkommensteuer, wie auch der Strom.
Es reicht ein Einzelunternehmen zu gründen als "Kleingewerbe". Das kostet zwischen 20 und 40 Euro. Mehr nicht.
Doch, muß man wohl.
Man kann die Sache auch aus mehreren Blickwinkeln betrachten und dann wird es eben interessant.
Es ist eben die Frage, ob es eine Gewerbe ist, ein späteres Währungsgeschäft (das wird vorallem wichtig, wenn man die Coins nicht automatisiert verkauft) oder ein Wertpapierhandel.
Für alles gibt es Pro und Contra Argumente.
Es war bisher eben, für Privatleute, nicht so einfach möglich, Geld aus dem nichts zu schöpfen. Bzw. das stimmt sogar nicht, es gibt ja diverse Regionalwährungen, wie den Chiemgauer und dafür mußte auch kein Gewerbe angemeldet werden.
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Das zeigt ganz gut, dass in der Frage nichts geklärt ist.
Wer keinen Ärger mit den Gerichten riskieren möchte, der sollte das ganze natürlich dem Finanzamt melden und seine Rechtsaufassung dann durchklagen. Ich wäre jedenfalls.
Prinzipiell ist man natürlich, bis zu einem Urteil, nur safe, wenn man alles schön angibt.
Wenn ich Coins kaufe, gilt das nicht als Währung oder Wertpapier. Es ist ein "sonstiges Wirtschaftsgut". Das kann man kaufen, ein Jahr liegen lassen und dann steuerfrei verkaufen.
Wenn ich Coins mine, ist das leider und unverständlicherweise etwas völlig anderes. Ich habe von Anfang an eine Gewinnabsicht und das reicht, um ein Gewerbe anmelden zu müssen. Isso. Das Wallet, der Miner, die Anmeldung im Pool, die DOS-Box verbummelt sich nicht aus versehen auf den Rechner.
Man vermietet als Gewerbetreibender dann Rechenleistung. Das ist Einkommensteuerpflichtig, Soli- und Kirchensteuer kommen auch noch drauf. Der Gewinn wird versteuert, nicht der Umsatz.
Ich weiß, daß man nach Möglichkeit sich alles so biegen möchte, wie man denkt, daß es doch richtig sei. Hier schützt leider Unwissenheit vor Strafe nicht. Ist immer so, wenn es um den Staat und seine Kohle geht.
Zwei Juristen, drei Meinungen. Solange man nicht sofort automatisiert verkauft, kann man das Gewerbe gut leugnen.
Die ganze Mininggeschichte ist das berühmte Neuland.
In der Definition ist von Dauer die Rede.
Die Dauer ist hier leider nicht entscheidend oder Ausschlußkriterium. WiKi? Echt jetzt?
Es reicht die Gewinnabsicht. Niemand installiert und werkelt und ärgert sich so lange herum, bis der Miner endlich vernünftig läuft, nur um das zu benchen. Mit einer solchen "Ausrede" kann der Redakteur eines Hardwaremagazins kommen.
Der Miner wird nach dem Benchen weiterlaufen und das reicht schon, um eine Dauer herzustellen.
Ich versuche es nochmal: Die anfängliche Gewinnabsicht ist entscheidend. Brichst Du nach dem Benchen ab, bist Du safe. Machst Du eine Stabilitätsmessung, um die Grafikkarte attraktiver für den Verkauf zu machen, bist Du safe. Das ist aber nach zwei Tagen abgeschlossen. Die Miner laufen aber zum Teil deutlich länger; unsafe.
Bedenklich finde ich, daß sich fast alle User völlig sicher sind, daß es so sei, wie Ihr das beschreibt: Ist doch nur meine alte und neue Grafikkarte, die hier werkeln. Da muß man nix anmelden, sagt das Internet. Ich muß nix versteuern, bin doch net blöd! Wie sollen die mich denn kriegen? Ha, da gibts vorher noch viele Andere, die mehr Karten laufen haben.
So wenige GraKas, wie momentan zu bekommen sind, dürften ein Indikator dafür sein, daß in Deutschland ne Menge Karten minen und somit Steuerhinterziehung betreiben. Das ist keine Ordnungswidrigkeit mehr.
Also gut, genug Oberlehrer gespielt.
Ich habe meine Gewerbeanmeldung fertig und gebe sie beim Bürgermeister ab und eine Kopie geht per Fax an das Gewerbeamt. In der Regel bekomme ich danach Post vom Finanzamt.
Dann erst werde ich die 40€ Anmeldegebühr reinfahren. Das wird nicht lange dauern...