Günstige Alternative zu Airpods Pro 2: Huawei Freebuds 5i überzeugen in Tests
Huawei schickt die True-Wireless-Kopfhörer Freebuds 5i für 99,99 Euro in den Handel und dreht gegenüber den Vorgängern an allerhand Stellschrauben. Das Resultat laut ersten Tests: Ein durchaus lohnenswerter Geheimtipp im Vergleich mit höherpreisigen Premium-Modellen, auch wenn kleinere Abstriche gemacht werden müssen.
Huawei will Fans von True-Wireless-Kopfhörern die neuen Freebuds 5i vor allem über den Preis schmackhaft machen. Für rund 100 Euro lässt sich ein Paar erstehen, womit man die Premium-Konkurrenz, allen voran Apples Airpods Pro 2, weit abhängt. Nicht selten macht sich die Ersparnis bei derart bepreisten Modellen allerdings nicht nur im Geldbeutel bemerkbar, sondern auch bei der Qualität und den Features.
Anders sei das laut unabhängigen Tests bei den Freebuds 5i. Die kommen zwar nicht ganz an das Hörerlebnis des Premium-Segments ran, werden aufgrund des stimmigen Gesamtpakets allerdings mitunter als Geheimtipp für den schmalen Geldbeutel gehandelt. Im Test von Golem.de mussten sich die Freebuds 5i beispielsweise mit den Freebuds Pro 2, Boses Quiet Comfort Earbuds II und Apples Airpods Pro 2 messen. Bei den Kollegen von Computerbase.de wich die hauseigene Konkurrenz den Samsung Galaxy Buds 2 Pro in der Gegenüberstellung.
Blickt man rein auf das Datenblatt, können die günstigeren Huawei Freebuds 5i mit den Vergleichsmodellen mehr als mithalten und die teurere Konkurrenz etwa in Sachen Akkulaufzeit und Gewicht leicht bis deutlich übertrumpfen. Derweil gibt es eine IP54-Zertifizierung, während die Premium-Optionen mit IPX4 (Bose, Apple) und IPX7 (Samsung) aufwarten. Die Feature-Liste der Freebuds 5i umfasst darüber hinaus unter anderem Bluetooth 5.2, Bluetooth Multipoint - auch abseits von Huawei-Geräten -, dynamische 10-mm-Audio-Treiber (20 bis 40.000 Hz), Unterstützung der Codecs SBC, AAC und LDAC, unterschiedliche ANC-Modi und individuelles Fein-Tuning via Adaptive Ear Matching.
Die Steuerung erfolgt via Touch-Bedienung an den Ohrhörern und kann via passender AI-Life-App von Huawei zum Teil angepasst werden. Etwas problematisch ist die Installation dieser App unter Android, da der Google Play Store diese nicht führt. Entsprechend bleibt nur die manuelle Einzelinstallation der App selbst oder von Huaweis App Gallery mit anschließender Installation von AI Life. Besser sieht es diesbezüglich unter iOS aus.
Ausreichend Laufzeit, wenige Kompromisse und ein paar Mankos
Die Akkulaufzeit gibt Huawei mit bis zu 28 Stunden an. Diese Rechnung umfasst Boxenstopps im Ladeetui und deaktiviertes ANC. Mit ANC verringert sich die Laufzeit auf 18,5 Stunden bis zu vollständigen Leerung von Hörern und Etui. Im Alleingang reicht eine Ladung mit aktivem ANC derweil für bis zu 6 Stunden. Ist die Funktion deaktiviert, lassen sich bis zu 7,5 Stunden herausholen. Bis das Case wieder voll aufgeladen ist, vergehen annähernd 2 Stunden. Die Ohrhörer können für 4 weitere Stunden Nutzungsdauer innerhalb von 15 Minuten via Schnellladefunktion mit Strom betankt werden. Eine volle Ladung braucht derweil etwa 60 Minuten.
Viele Kompromisse müssen im Vergleich mit direkten Konkurrenzprodukten von etablierten Herstellern in dieser Produktkategorie - etwa Jabra, Sony und Sennheiser - nicht eingegangen werden, resümieren beispielsweise die Kollegen von Golem.de. Einzig großes Manko sei die Windempfindlichkeit im Außeneinsatz, während eine zusätzliche Investition von 50 Euro in die höherwertigeren Huawei Freebuds Pro 2 durchaus Sinn machen könne. Hier gibt es mitunter eine bessere Steuerung und eine höhere Audio-Qualität, während Wind kein Problem darstellt.
Im Test von Computerbase.de wird zusätzlich zur Windempfindlichkeit eine starke Übertragung von Trittschall bei inaktivem ANC oder Transparenzmodus als Negativpunkt angekreidet. Ebenso sei der LDAC-Codec unter Android nicht nutzbar. Laut Huawei betreffe dies derzeit Android 13, gleichwohl laut Test auch die Nutzung mit einem Huawei-Smartphone (EMUI 12) unter Android 11 nicht möglich war. Für iOS-Nutzer ist das allerdings nicht von Relevanz, da Apple LDAC dort grundsätzlich nicht unterstützt und stattdessen auf AAC setzt. Abzüge in der B-Note gab es zudem für leichtes Rauschen bei der ANC-Funktionalität (Ultra) sowie im Transparenzmodus, während die Audio-Qualität bei leiser und maximaler Lautstärke schwächele.
