Razer-PC von Mifcom mit RTX 3080 und i7-12700K im Test: Teuer, ja, aber auch gut?

Mit Komplett-PCs kann man es sich einfach machen und sich eine Menge Arbeit und Tüftelei sparen. Razer hat zusammen mit dem Online-Händler Mifcom einen solchen PC im Angebot und wir durften ihn auf Herz und Nieren prüfen - und ob sich diese Investition wirklich lohnt. Nebenbei gibt es verschiedene "Powered-by-Razer"-PCs bei Mifcom im Angebot.

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Razer-PC von Mifcom mit RTX 3080 und i7-12700K im Test: Teuer, ja, aber auch gut?
Quelle: PC Games Hardware

Mittlerweile gibt es zahlreiche PC-Komponenten von Razer. Nicht nur die üblichen externen wie etwa Tastaturen oder Mäuse, auch viele interne Komponenten hat Razer im Angebot, wie etwa eine AiO-Wasserkühlung, Lüfter, Gehäuse oder Mainboards, letztere aber nur in einer Razer-Edition. Wohl als Showcase für alle Razer-Komponenten gibt es nun auch einen ganzen Komplett-PC von Mifcom in der Razer-Edition.

Unsere getestete Konfiguration: RTX 3080 mit i7-12700K

Hauptsächlich für die Gaming-Leistung verantwortlich ist die verbaute RTX 3080, die hier von MSI kommt. Die Grafikkarte befeuert einen 4K-UHD-Monitor aktuell zuverlässig, heißt: In aktuellen Spielen mit flüssigen Frameraten. Das stellen wir auch noch weiter unten an der entsprechenden Stelle fest. Die RTX 3080 halten wir für ein aktuell empfehlenswertes Oberklasse-Modell. Sie ist noch immer für einen halbwegs vernünftigen Preis zu haben, nicht etwa wie die RTX 3090 (Ti) oder RTX 4090. Die Nachfolgegeneration der RTX 4080 ist zum Testzeitpunkt noch nicht auf dem Markt und wird ohnehin noch lange teuer sein. Razer-PC von Mifcom im Test: RTX 3080 mit Core i7-12700K (1) Quelle: PC Games Hardware Razer-PC von Mifcom im Test: RTX 3080 mit Core i7-12700K (1)

Für den Intel Core i7-12700K gilt nahezu das gleiche unter den Prozessoren: Er liefert fast die identische Gaming-Leistung wie die höheren und teureren i9- oder Ryzen-9-Modelle, jedoch zu einem vernünftigen Preis. Mittlerweile gibt es hier mehrere Nachfolgemodelle, die vielleicht sogar ein etwas besseres Preis-Leistung-Verhältnis bieten. Aber wenn man das Gesamtpaket hier betrachtet, passt der Core i7 durchaus in die Konfiguration, da andere aktuellere Plattformen ähnlich teuer sind. Das Z690-Board bietet seitens der CPU auch einen Vorteil: Es ist grundsätzlich kompatibel mit der aktuellen Raptor-Lake-Generation - man kann den PC also mit einer Intel-CPU der 13. Generation nachrüsten, eventuell erfordert das nur ein UEFI-Update.

Für rechenintensive Aufgaben ist der i7-12700K nicht ganz so leistungsfähig wie der Core i9-12900K, und seine Leistungssteigerung ist für reine Spiele nicht groß genug, um ihn gegenüber dem Core i5-12600K zu empfehlen. Die Entscheidung für den Core i5 ist für PC-Spieler wahrscheinlich sinnvoller, da Sie so ein wenig Geld für eine Grafikkarte sparen können. Und so wie die Preise für Grafikkarten in den letzten zwei Jahren in die Höhe geschossen sind, werden Sie es auch brauchen. Die Z690-Boards, die jetzt auf dem Markt sind, sind Premium-Modelle, und viele benötigen DDR5-Speicher, der im Moment noch etwas teuer ist. Bei einem LGA1700-System, das hier Ende 2021 gebaut wurde, müssen Sie die Kosten für den Rest der Plattform einkalkulieren.

Razer-PC von Mifcom im Test: RTX 3080 mit Core i7-12700K (4) Quelle: PC Games Hardware Razer-PC von Mifcom im Test: RTX 3080 mit Core i7-12700K (4) Als Arbeitsspeicher sind hier zwei 16 GiB DDR5-Riegel von G.Skill verbaut. Der Trident Z5 RGB taktet mit 6.000 MT/s. Als SSD ist eine 1 TB große Samsung 980 Pro verbaut. Um das Ganze ausreichend mit Strom zu versorgen, ist das 850-W-Netzteil Be Quiet! Straight Power 11 mit einer 80 Plus Gold Verifizierung verbaut. So weit, so gut, aber welche Razer-Komponenten sind hier an Bord? Was einem als Erstes ins Auge fällt, ist das schicke schwarze Razer-Tomahawk-ATX-Gehäuse mit leuchtendem Razer Logo an der Front und RGB-Unterbodenbeleuchtung. Die Verarbeitung ist äußerst hochwertig, die abgedunkelten Glastüren lassen sich dank des Druckmechanismus sehr angenehm öffnen und schwingen problemlos bis zu 90 Grad auf.

Mainboard fast so teuer wie die Grafikkarte

Razer-PC von Mifcom im Test: RTX 3080 mit Core i7-12700K (5) Quelle: PC Games Hardware Razer-PC von Mifcom im Test: RTX 3080 mit Core i7-12700K (5) Jetzt wird's dekadent: Als Mainboard kommt ein Asrock Z690 Taichi in der Razer Edition zum Einsatz. Das kostet auf Mindfactory gerade mal schlappe 607 Euro. Aber dafür steht "Razer Edition" drauf und die Audio-Anschlüsse am I/O-Hub sind beleuchtet. Natürlich bietet das Mainboard auch alles an Anschlüssen, was man in dieser Preisklasse erwarten würde. Außerdem kommt das Mainboard auch mit einem eigenen Razer-Edition-UEFI daher, was so aussieht, als hätte sich ein Einhorn darauf übergeben. Das ist natürlich Geschmackssache, aber der Übersichtlichkeit wird mit diesem Design nicht gerade geholfen.

Für die ausreichende Kühlung ist auf der CPU die Razer Hanbo Chroma AIO mit einem 360-mm-Radiator verbaut und im Gehäuse finden sich drei 120 mm Razer Kunai Chroma, zwei davon an der Decke und einer am Heck. Damit verfügt der Rechner über eine sinnvoll gewählte Airflow-Konfiguration. Wichtig ist hier noch zu erwähnen, dass die Lüfter mit 2.500 U/min drehen können. Obendrein muss dann nicht mehr manuell Hand an der Lüfterkurve angelegt werden, um die Geräuschentwicklung auf einem erträglichen Level zu halten, weil Mifcom dem Nutzer hier alles ziemlich gut einstellt, wie wir finden. Was bei Razer natürlich auch nicht fehlen darf, ist die passende Lichtshow. Dank dem verbauten Razer-Chroma-RGB-Controller lassen sich die einzelnen Komponenten ganz nach Ihrem Geschmack bunt in Szene setzen.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Konfiguration ist durchaus sinnvoll gewählt und gut aufeinander abgestimmt. Bis auf die etwas kleine SSD und das dekadente Mainboard, haben wir nichts an der Wahl der Komponenten auszusetzen. Wenn Sie sich aber an der Wahl einzelner Komponenten stören, lassen sich diese einfach im Konfigurator auf der Mifcom-Webseite einzeln austauschen.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Thomas5010 BIOS-Overclocker(in)
        3700€ sind richtig viel Geld. Dafür bekomme ich einen Luxus Urlaub für die gesamte Family auf irgendeiner Insel.

        Oder ich kaufe einen Batteriespeicher mit Solarpanel der mir <15 Jahre jeden Tag sein Geld zurückzahlt Das wäre eine Investition nach dem Geldrückfluss-Prinzip.

        Der Razer PC hingegen ist Geldvernichtungs-Prinzip
      • Von Thomas5010 BIOS-Overclocker(in)
        3700€ sind richtig viel Geld. Dafür bekomme ich einen Luxus Urlaub für die gesamte Family auf irgendeiner Insel.

        Oder ich kaufe einen Batteriespeicher mit Solarpanel der mir <15 Jahre jeden Tag sein Geld zurückzahlt Das wäre eine Investition nach dem Geldrückfluss-Prinzip.

        Der Razer PC hingegen ist Geldvernichtungs-Prinzip
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von chill_eule
        Mit der Menge an Disco ist die Kiste doch mindestens so schnell wie ne RTX4090 + 13900K
        RGB verleiht dem Flügel.
      • Von ssj3rd Software-Overclocker(in)
        Die Hardware ist aber schon „veraltet“, klingt komisch ist aber so ?
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        3700,--? Hab wohl wieder nix kapiert oder irgendwas falsch gelesen. 5 Minuten später und kurz übern Daumen: Für 3250,-- bastel ich ne "Luxuskiste" zusammen, allerdings auch nur mit ner 3080 10 GB VRAM. Aber mit ner 360-Wakü, 1200 Watt Marken-Netzteil von Asus, AMD Ryzen 7900X, 32 GB Ram 6000 Mhz von G.Skill.
        Für 3600,-- wäre schon ne 3090 drin. Allerdings blinkt da gar nix. Macht aber nix - dann kriegst wenigsten keiner mit und keiner stellt Fragen was das mal wieder gekostet hat.
      • Von Titanultra Software-Overclocker(in)
        Razer PCs sind schneller, auch mit alter Hardware!
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