Razer-PC von Mifcom im Test: Wie schlägt sich der Tower in der Praxis?
Lesen Sie auf dieser Seite über Benchmarks zum Razer-PC, die Geräuschentwicklung und für wen genau sich das gute Stück eignet.
In diesem Artikel
Unser Performance-Test
Um die Performance umfassend zu testen, haben wir einige synthetische Benchmarks sowie drei Spiele-Benchmarks durchgeführt. Fangen wir mit den synthetischen Benchmarks an. Im Cinebench R23 kamen wir auf eine Multi-Core Punktzahl von 21.649 und 1.833 Punkte im Single-Core. Hier ist uns aufgefallen, dass sich die CPU während des Durchlaufs auf 107 °C aufgeheizt hat, ohne zu drosseln. Klar ist Cinebench ein ziemlicher Folterknecht für die CPU und sie wird im normalen Spielbetrieb niemals so heiß, es ist aber trotzdem nicht empfehlenswert, Ihre CPU länger mit solchen Temperaturen laufen zu lassen. In so einem Fall sollte der Überhitzungsschutz der CPU greifen. Dieser war jedoch auf einen Wert über 100 eingestellt und musste von uns erst heruntergeregelt werden. Um die CPU bei erträglichen Temperaturen zu betreiben, sollte außerdem im UEFI das Standard-Powerlimit von 190 W im Short-Duration und 125 W im Long-Duration-Powerlimit für den 12700K gewählt werden. Die überhitzende CPU ist damit Geschichte und die maximale Temperatur belief sich auf 96 Grad unter Cinebench-Vollast. Natürlich solltet ihr in so einem Fall die Lüfterkurven anpassen. Der Käufer eines Fertig-PCs will sich aber nicht um derartige Arbeiten kümmern, weswegen wir generell in der ausgelieferten Konfiguration getestet haben.
Quelle: PC Games Hardware
Quelle: PC Games Hardware
Quelle: PC Games Hardware
Quelle: PC Games Hardware
Jetzt zur Spieleleistung: Wir haben drei Spiele für Sie durch den Benchmark-Parcours gejagt, darunter Cyberpunk 2077, F1 2021 und Minecraft RTX. In Cyberpunk haben wir in 4K und WQHD jeweils einmal nativ und einmal mit DLSS und Raytracing gemessen. In UHD erreichen wir jeweils durchschnittlich 38 Fps und in nativem WQHD 74 Fps, mit eingeschaltetem DLSS und RTX sind es im Schnitt 71 Fps. Im beliebten Rennspiel F1 2021 nehmen wir den integrierten Benchmark Aserbaidschan in UHD und WQHD. In UHD kommen wir auf durchschnittlich 101 Fps und in WQHD auf 173 Fps. In Minecraft RTX haben wir uns die sehr anspruchsvolle Map "Neon District" ausgesucht. Trotz nativem UHD und 24 Chunks Sichtweite kamen wir immer noch auf spielbare 30 Fps im Durchschnitt. Wir stellen also fest: Mit diesem Razer-Gaming-PC lassen sich aktuelle Titel problemlos in WQHD spielen; sogar mit Spielereien wie Raytracing. Auch für 4K-Gaming liefert er immer noch flüssige Bildraten, was aber stellenweise etwas Tuning oder andere Kompromisse erfordert.
Wie laut wird der Razer-PC?
Natürlich wollen Sie Ihren hübschen Razer-PC vor sich auf den Schreibtisch stellen und nicht versteckt in einem Schrank betreiben. Es ist also wichtig, wie laut die Kiste im Betrieb wird. Um zu ermitteln, ob der Rechner nervig ist oder schön dezent leise vor sich hin arbeitet, haben wir die Lautstärke in drei potenziellen Anwendungsszenarios jeweils ohne Last auf dem Desktop sowie unter Last getestet. Unser Messgerät ist auf derselben Höhe des Rechners in 50 cm Entfernung aufgestellt.
Quelle: PC Games Hardware
Razer-PC von Mifcom im Test: RTX 3080 mit Core i7-12700K (7)
Die erste Messung nehmen wir frontal ausgerichtet vor. Im zweiten Durchlauf befindet sich der Rechner im 45 Grad Winkel und im dritten im 90 Grad zum Betrachter. Bei der ersten Messung verharrt das System im Idle und muss lediglich den Desktop darstellen. Hier messen wir frontal 1,4 Sone, im 45 Grad Winkel 1,5 Sone und mit offener Seitenwand 1,8 Sone. Bei dieser Lautstärke ist der Rechner zwar zu hören, der störende Faktor hält sich aber stark in Grenzen. Auch zeigt sich an der Differenz zwischen offenem und geschlossenem Gehäuse, dass die hübsche Verpackung des Razer-PCs die Lautstärke etwas dämpft.
Die zweite Messung führen wir unter Volllast durch. Genauer gesagt lassen wir Cyberpunk in einer Auflösung von 1080p mit Ultra Details laufen. Mit diesen Einstellungen werden Grafikkarte und CPU unter eine realistische Gaming-Last gesetzt. Natürlich steigt damit die Lautstärke, denn die höhere Abwärme des Systems muss über die Lüfter abgeführt werden. Wir messen frontal 3,1, im 45 Grad Winkel 2,9 und offen 2,4 Sone. Mit einem Maximum von 3,1 Sone ist der Rechner unter Gaming-Last im vollkommen grünen Bereich, was die Lautstärke angeht. Wir konnten das System nicht als störend wahrnehmen. Warum unter Last das System mit offenem Seitenteil leiser ist, lässt sich ebenfalls erklären. Der dämpfende Faktor des Gehäuses kommt im Gaming Fall nicht mehr so zum Tragen. Beim Test mit offenem Seitenteil überwiegt die erhöhte Frischluft-Zufuhr, die Lüfter können runtergeregelt werden und das System ist leiser als im geschlossenen Zustand.
Für wen lohnt sich dieser PC?
Sie wollen sich um nichts kümmern müssen, Ihren Rechner einfach auspacken und loslegen? Dann sind Sie mit so einem Fertig-PC gut bedient. Razer liefert mit diesem Gaming-PC ein gut zusammengestelltes System, das durch eine gute Leistung sowie Lüfterkonfiguration und demnach auch durch eine niedrige Lautstärke überzeugt. Das Design ist definitiv gelungen und macht sich gut auf dem Schreibtisch. Wo viel RGB-Licht ist, ist aber leider auch Schatten.
Der Preis des Rechners ist ziemlich hoch. Man bedenke, dass der Rechner für 3.700 Euro nur mit einem i7-12700K sowie einer RTX 3080 ausgestattet ist. Wir erreichen mit einem selbst zusammengestellten Setup mit gleichen Komponenten beim günstigsten Händler einen Preis von nur 2.970 Euro. Die Razer-Hardware ist auch im Einzelhandel relativ teuer. Für den Aufpreis bekommt man aber einen fertig gebauten und recht gut getunten PC, mit installiertem Windows sowie einer Garantie auf das ganze Gerät anstatt nur auf die einzelnen Komponenten.

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Das wäre eine Investition nach dem Geldrückfluss-Prinzip.
Oder ich kaufe einen Batteriespeicher mit Solarpanel der mir <15 Jahre jeden Tag sein Geld zurückzahlt
Der Razer PC hingegen ist Geldvernichtungs-Prinzip
Für 3600,-- wäre schon ne 3090 drin. Allerdings blinkt da gar nix. Macht aber nix - dann kriegst wenigsten keiner mit und keiner stellt Fragen was das mal wieder gekostet hat.