Medion: Aldi-Süd bewirbt aufrüstbaren Desktop-PC mit 6-Kern-CPU und 16 GiB RAM für 500 Euro
Ab kommendem Donnerstag bietet Aldi-Süd einen neuen Desktop-PC von Medion an. Der ist unter anderem mit einer aktuellen Sechskern-CPU von Intel und 16 GiByte DDR4-Arbeitsspeicher bestückt. Außerdem lasse sich der 500-Euro-Rechner leicht zum Gaming-PC aufrüsten. Allerdings sorgt das Netzteil für kaum Wahlfreiheit bei aktuellen Grafikkarten.
Wer derzeit auf der Suche nach einem Fertig-PC ist, könnte demnächst bei Aldi Süd fündig werden. Dort geht ab 26. März 2020 der Medion Akoya E62009 in den Verkauf. Der ist in seiner Ursprungsform zwar nicht für anspruchsvolles Gaming geeignet, bietet dafür jedoch ein solides Fundament, das sich mit einer Grafikkarte zum Spiele-PC aufrüsten lässt. Möglich macht das ein freier PCI-Express-x16-Steckplatz.
Allerdings kann im Werkszustand nicht jede Grafikkarte verbaut werden. Sieht man von möglichen Platzbeschränkungen ab, wird bei dem Medion-Rechner in gewohnter Komplett-PC-Manier am Netzteil gespart, das auf die standardmäßigen Bauteile ausgelegt ist und nicht allzu viel Spielraum lässt. Die Leistung ist mit 250 Watt gering, ein dedizierter Stromanschluss für Erweiterungskarten fehlt und wer nicht unmittelbar das Netzteil austauschen möchte, muss sich mit einer Einsteiger-Grafikkarte aus dem aktuellen Nvidia oder AMD-Portfolio begnügen, die ohne zusätzlichen Stromanschluss auskommt und lediglich auf die 75 Watt des PCI-E-Anschlusses zurückgreift.
Mit Geforce GTX 1650 zum Gaming-PC aufrüsten
Als derzeit sinnvollste Investition bietet sich hier eine Geforce GTX 1650 an, die aktuell ab etwas unter 140 Euro den Besitzer wechselt. Der Griff zur beinahe preisgleichen Geforce GTX 1050 Ti aus Nvidias vorangegangener Pascal-Riege lohnt nicht, während bei AMD einzig die Polaris-GPUs RX 560 und RX 550 vorzufinden sind. Beide AMD-Alternativen sind in puncto Leistung allerdings weit abgeschlagen, sodass das Geld in Nvidias Turing-Einsteigerklasse besser investiert ist.
Wer Gaming-Ambitionen schürt, landet mit dem Medion Akoya E62009 final bei etwa 640 Euro. Der Aldi-Rechner schlägt selbst mit einem Verkaufspreis von 499 Euro zu Buche. Bei der Ausstattung stellt eine aktuelle Intel-Plattform die Basis. Verbaut ist ein Sechskern-Prozessor in Form des Core i5-9400, hinzu gesellen sich 16 GiByte an DDR4-2666-Arbeitsspeicher.
Für Daten wird eine NVMe-PCI-Express-SSD mit 512 Gigabyte Speicherkapazität verbaut. Beworben wird diese als "ultra-schnell", konkrete Zahlen gibt es allerdings nicht. In Sachen kabelloser Konnektivität wird auf eine Intel Wireless-AC-9560-Lösung gesetzt. Die bietet WiFi5 sowie Bluetooth 5. Wer Kabelbindung vorzieht, kann auf einen Gigabit-Ethernet-Port zurückgreifen. Die weiteren Anschlüsse umfassen einmal HDMI, einmal Displayport, zweimal USB 2.0, zweimal USB 3.2 Gen1, zweimal USB 3.2 Gen2 in den Varianten Type-A und Type-C sowie obligatorische Audio-Anschlüsse.
Für Multimedia stehen ein DVD-/CD-Brenner inklusive Dual-Layer-Unterstützung sowie auch ein Speicherkartenleser für die Formate SD, MS und MMC zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Windows 10 Home ab Werk mit von der Partie. Zusätzlich umfasst der Lieferumfang noch die nötigste Peripherie in Form von Maus und Tastatur.
Zwei mobile Medion-Rechner mit Intel-CPU und Nvidia-GPU
Wer Mobilität vorzieht, wird bei Aldi Süd ebenfalls fündig, denn auch neue Notebooks hält das Sortiment bereit. Mit dem Medion Akoya P15648 gibt es ein 15,6-Zoll-Notebook mit Full-HD-IPS-Display, bei dem eine aktuelle Intel Ice-Lake-CPU in Form des Core i7-10510U unter der Haube steckt. Zudem sind 16 GiByte DDR4-Arbeitsspeicher, eine Geforce MX250 sowie eine 1-TByte-NVMe-SSD verbaut. Der Akku fasst indessen 42 Wattstunden und der Verkaufspreis beträgt 799 Euro.
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Eine Nummer sowie mehrere Leistungsklassen größer fällt der Medion Erazer X17805 aus. Preislich bei 1.999 Euro angesiedelt, soll das Gerät vornehmlich Gamer ansprechen. Nicht umsonst ist das Gerät mit einem 144-Hz-Display ausgestattet. Allerdings löst das verbaute IPS-Panel nur in Full-HD auf. Auch bei dem Aldi-Gaming-Notebook gibt es abermals Intel-Hardware, gepaart mit einer Nvidia-GPU. Basis bildet der Core i7-9750H. Hinzu gesellen sich 32 GiByte DDR4-Speicher, eine 1-TByte-NVMe-SSD sowie eine Nvidia Geforce RTX 2070 Max-Q. Die Akkukapazität beläuft sich auf 47 Wattstunden.


Und auch nicht vergessen, das bei den Eingabegeräten kaum Qualität zu finden sein wird, da sie sicher aus der 5-10€ Klasse stammen werden...
mfg
Aus dem Prospekt: "Optische USB-Maus und Tastatur"
Streicht man den Zukauf eines CPU-Kühlers aus dem DIY-Vorschlag, dann landet man immer noch beim Zielpreis.
Von daher: In der Preisklasse nicht unbedingt ein gutes Angebot aus PCGH-Sicht, da man Eingabegeräte oft schon hat/sowieso selbst aussuchen will, WLAN bei so knappem Budget verzichtbarer Luxus ist und ein übertaktbarer Zen3-Sechskerner gegenüber einem i5-9400 ein echter Mehrwert wäre. Aber für das, was geboten wird, ist der Preis auf dem Papier fair. (Umsetzungsqualität kann ich natürlich aus der Ferne nicht beurteilen.)
Das Problem ist, das so wie der Rechner verkauft wird, er (wieder einmal) weder "Fisch" noch "Fleisch" ist.
Für die meisten Office-Aufgaben und das Surfen, überpowert, und fürs Gaming, ohne GPU, unterpowert.
Mit einer günstigen GPU kostet er auch schon mindestens 640€.
Aber das Hauptproblem, wahrscheinlich neben dem spez. "Aldi-Mainbord(?), ist das Netzteil.
Ich hoffe, jedem Käufer wird auch zuvor mitgeteilt, dass nur "kleine" Grafikkarten verbaut werden können, da die Leute, die sich so einen PC holen, weil sie sich ja dann meist auch an keinen Selbstbau trauen, dies mit Sicherheit nicht wissen, und dann dumm aus der Wäsche gucken, wenn der PC nicht startet...
mfg
was hat das mit verarsche zu tun?
der rechner tut was er soll.
für den otto normalverbraucher ist ist der pc absolut ok.
der aldipckäufer liest sicher nicht in hardwareforen, wie hier z.b. der liest bild.de, seine e-mail, und wenns hoch kommt noch online banking.
der kauft den pc, steckt in an, schaltet ein und gut ists.
das übel an solchen foren wie hier ist, dass unsere massstäbe anglegt werden, nicht die des aldinormalkunden, aber genau das sollte man-nichts anderes.
manche kapieren das halt nicht, gäbe ja sonst nix zum motzen, mäckeln und rummaulen.
Also das mit dem Netzteil verstehe ich nun auch nicht so recht, vor allem hätte ich halt n Deal mit AMD (Aldi ist ja ein so großer Spieler, da kommen die sicher gerne angekrochen, bzw. an die Firma, welche das für Aldi macht) gemacht, die liefern doch bessere Leistung für weniger Geld, da wären dann eventuell 100 Watt mehr drin gewesen.
Schön, daß man aber hier Kunden potent vor Verarsche warnt! Gute Arbeit.