Be Quiets neue Light-Loop-AiO-Kühlung im Test: Kaum Schwachstellen, aber nicht ganz günstig
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Be Quiets neue Light-Loop-AiO-Kühlung im Test: Kaum Schwachstellen, aber nicht ganz günstig

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Test Jan Hauck Richard Engel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Testmethodik erklärt

Für die Erfassung der Leistung der Light Loop kommt unser lautheitsnormierter Test für Kompaktwasserkühlungen zum Einsatz. Vorerst werden hier die Lüfter der AiO mittels Labornetzteil so lange in ihrer Drehzahl eingestellt, bis unser Lautheitsmessgerät - ein Cortex Analyzer NC10 - im 50-cm-Abstand zur Lüfternabe des linken Lüfters folgende fünf Werte erfasst. Jeder Lautheitswert soll eine Anwendungssituation widerspiegeln.

Sone-Messstufen

  • 0,2 Sone: Ultra Silent
  • 0,3 Sone: Silent
  • 0,5 Sone: Normaler Betrieb
  • 1,0 Sone: Last
  • 2,0 Sone: Hohe Last

Die dabei erfassten Drehzahlen werden für jeden Messpunkt notiert und anschließend bei eingeschaltetem System nachgestellt. Unser Testsystem besteht aus einem Gigabyte-Z790-Tachyon-Mainboard, auf dem ein Intel Core i9-12900K sitzt. Die CPU wurde im UEFI auf ein Power-Limit von 200 Watt bei PL1 und PL2 festgelegt. Um den Prozessor zur Abgabe der eingestellten 200 Watt zu bewegen, verwenden wir das Benchmark-Tool Cinebench R23 in Dauerschleife. Für die Datenerfassung kommt eine Aquacomputer Aquaero 6 LT mit vier Temperatursensoren sowie die Analyse-Software HWInfo zum Einsatz. Die Pumpe der AiO wird bei maximaler Drehzahl während des Tests betrieben.

Die Pumpe der Light Loop ist in den CPU-Wasserblock gewandert. Die transparente Abdeckung wird mittels ARGB-LEDs beleuchtet. Quelle: PCGH Die Pumpe der Light Loop ist in den CPU-Wasserblock gewandert. Die transparente Abdeckung wird mittels ARGB-LEDs beleuchtet. Gemessen wird bei jedem der fünf Lautheitswerte respektive Drehzahlen die Differenz zwischen der durchschnittlichen Temperatur der CPU Kerne und der Temperatur der Umgebungsluft. Diese wird im klimatisierten Testraum bei ca. 23 Grad gehalten. Für jeden Messpunkt erhalten wir eine Differenztemperatur in Kelvin, je niedriger, desto besser ist die Kühlleistung einzuschätzen. Um die maximale Kühlleistung zu erfassen, führen wir einen Zusatztest durch, bei dem die Lüfter schlicht auf maximale Drehzahl gestellt werden. Die dabei entstehende Lautheit haben wir erfasst, jedoch nicht in die Wertung einbezogen.

Daten im Vergleich

Leistungsvergleich bei 0,5 Sone/150 W Quelle: PCGH Leistungsvergleich bei 0,5 Sone/150 W

Die Light Loop kann im lautheitsnormierten Test überzeugen. Die Lüfter verhalten sich leise und bewegen genügend Luft, um der Kühlung eine gute Leistungsnote von 1,76 zu schenken. Zwar kann das Modell sich nicht an die Spitze der Rangliste setzen, jedoch sich im guten Mittelfeld platzieren. Mit steigender Lautheit wird die Light Loop im Verhältnis zur Konkurrenz immer besser. Während bei 0,2 Sone noch eine eher bescheidene Temperaturdifferenz von 48,9 Kelvin erreicht wird, kann das System bei 2,0 Sone eine wirklich niedrige Temperaturdifferenz von 40,8 Kelvin erreichen.

Unter Volllast ist der Wert von 39,4 Kelvin ebenfalls wirklich gut, vor allem in Anbetracht des dabei entstehenden Lärms. Dieser ist mit 2,6 Sone tatsächlich noch einigermaßen erträglich. Leistungstechnisch ist sie ihrer Schwester, der Pure Loop 2 deutlich voraus.

Daten-Bonus In der (riesigen) Übersicht: Kühlleistung von Kompaktwasserkühlungen mit den festgelegten Messstufen. Quelle: PCGH In der (riesigen) Übersicht: Kühlleistung von Kompaktwasserkühlungen mit den festgelegten Messstufen. Pumpen-Lautstärke der getesteten Kompaktwasserkühlungen im Vergleich. Quelle: PCGH Pumpen-Lautstärke der getesteten Kompaktwasserkühlungen im Vergleich.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es jedoch, so ist die im Kühlblock verbaute Pumpe mit 0,3 Sone unter Volllast etwas mehr zu hören als die des günstigeren Be-Quiet-Modells. Glücklicherweise lässt sich mit einer Drosselung der Pumpe aber auch hier ein Wert von 0,1 Sone erreichen. Im Gesamtvergleich, in dem auch sämtliche Luftkühler aufgetragen sind, gehört die Light Loop zum oberen Spektrum, an das keiner der High-End-Luftkühler noch heranreicht.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sibi_94 PC-Selbstbauer(in)
        Hm, kein Intel 1851 Sockel?
      • Von Sibi_94 PC-Selbstbauer(in)
        Hm, kein Intel 1851 Sockel?
      • Von Grougalora Schraubenverwechsler(in)
        Kritik
        Wäre schön, wenn ihr mal zu den beschriebenen Werten in Sone die Lüfterdrehzahlen in rpm, oder % angebt.
        Auch die jeweiligen Temperaturdifferenzen zu den genannten Einstellungen fehlen
      • Von PCGH_Sven PCGH-Autor
        Zitat von PCGH_Richie
        Die Leistung und vor allem der Preis sind im Vergleich zur Konkurrenz einfach unfassbar stark.
        Kann ich nur vollumfänglich bestätigen.

        Ich hatte vorher die Liquid Freezer II 420 und jetzt die Liquid Freezer III 420 A-RGB und beide haben bei mir jede CPU mit auf 800 U/Min. fixierten Lüftern und gedrosselter Pumpe unhörbar kühl gehalten.

        Ich habe beim Jubiläumsangebot von Arctic 72,90 Euro für die 420er bezahlt, das ist unschlagbar. Aber auch die regulär aufgerufenen 83 Euro sind ein Mega-Deal.

        Ich würde diese AiO immer wieder kaufen ... sie braucht halt Platz, aber Fractal Design Define 7 XL regelt.

        Liebe Grüße
        Sven
      • Von takan BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Richie
        Jap, zum Vergleich: Die weiße Arctic Liquid Freezer III mit ebenfalls A-RGB-Beleuchtung und 360 mm bekäme man für unter 80 Euro, mit 240 mm für ca. 65 Euro. Die Leistung und vor allem der Preis sind im Vergleich zur Konkurrenz einfach unfassbar stark. Knackpunkt bei der Liquid Freezer III können die 0,6 Sone der Pumpe (auch ohne VRM-Mini-Lüfter und Co.) sein. Zwar lässt sich das im Test von 4.200 U/min (0,6 Sone) auf 1.115 U/min (0,1 Sone) reduzieren, aber dann sinkt auch potenziell die Leistung. Ein PC-Einsteiger könnte, sofern das Mainboard den Pumpen-Header auf 100 Prozent laufen lässt, sich am Geräusch stören, ohne eigentlich zu wissen, was genau da so laut ist. Das wäre bei Be Quiet zumindest bei der Pure-Loop-2-Serie nicht so (0,1 Sone). Ist das den Aufpreis wert? Hängt im Endeffekt von den Prioritäten des Nutzers ab.
        hängt von ab wo der pc steht, wenn das teil im geschlossenen gehäuse ist und aufn boden steht, darf die pumpe gerne "plärren". bei meiner hör ich eher das wasser plätschern. das teil steht bei mir aufn schreibtisch neben meinem monitor. da sind festplatten (im leerlauf) gefühlt doppelt so laut wie die pumpe.
      • Von PCGH_Richie Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Da_Obst
        Abseits davon ist das Ding auch arg teuer.
        Für die Arctic Liquid Freezer III A-RGB zahlt man die Hälfte, bei quasi-identer Leistung.
        Jap, zum Vergleich: Die weiße Arctic Liquid Freezer III mit ebenfalls A-RGB-Beleuchtung und 360 mm bekäme man für unter 80 Euro, mit 240 mm für ca. 65 Euro. Die Leistung und vor allem der Preis sind im Vergleich zur Konkurrenz einfach unfassbar stark. Knackpunkt bei der Liquid Freezer III können die 0,6 Sone der Pumpe (auch ohne VRM-Mini-Lüfter und Co.) sein. Zwar lässt sich das im Test von 4.200 U/min (0,6 Sone) auf 1.115 U/min (0,1 Sone) reduzieren, aber dann sinkt auch potenziell die Leistung. Ein PC-Einsteiger könnte, sofern das Mainboard den Pumpen-Header auf 100 Prozent laufen lässt, sich am Geräusch stören, ohne eigentlich zu wissen, was genau da so laut ist. Das wäre bei Be Quiet zumindest bei der Pure-Loop-2-Serie nicht so (0,1 Sone). Ist das den Aufpreis wert? Hängt im Endeffekt von den Prioritäten des Nutzers ab.
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