Be Quiets neue Light-Loop-AiO-Kühlung im Test: Kaum Schwachstellen, aber nicht ganz günstig

Be Quiet folgt dem RGB-Trend seit einer Weile und schickt nun eine weitere beleuchtete Kompaktwasserkühlung ins Rennen. Wir haben die Light Loop 240 mm auf den Prüfstand geschickt!

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Be Quiets neue Light-Loop-AiO-Kühlung im Test: Kaum Schwachstellen, aber nicht ganz günstig
Quelle: PCGH

Dass Be Quiet RGB-affin geworden ist, lässt sich schon seit der FX-Reihe beobachten. Mit der Light Loop geht der Hersteller aus Glinde noch einen Schritt weiter. Während die Lüfter und der Wasserblock der Pure Loop FX noch mit dezenteren RGB-Ringen umrandet waren, wurde bei der Light Loop aus dem Licht geschöpft. Transparenter Kunststoff und ARGB-LEDs sind das Motto, Lüfter-Rotoren und Pumpencover erstrahlen nun in farbigem Licht. Doch kann die Light Loop auch vorbildlich kühlen? Wie gut sich die farbenfrohe Kompaktwasserkühlung im Testparcours schlägt, haben wir uns genauer angeschaut.

Be Quiet Light Loop: Bunte ARGB-Beleuchtung der Lüfter (von der Nabe aus) und dem neuen Pumpencover. Quelle: PCGH Be Quiet Light Loop: Bunte ARGB-Beleuchtung der Lüfter (von der Nabe aus) und dem neuen Pumpencover.

Ausstattung

Die neue Light Loop kommt als 240er- oder 360er-Version in Schwarz oder Weiß, mit je zwei respektive drei der neuen Light-Wings-LX-Lüfter im Gepäck. Im Be Quiet typischen Karton findet sich viel Zubehör. So wurde hier beispielsweise nicht wie bei vielen anderen Herstellern auf eine gedruckte Anleitung verzichtet. Die Papier-Version ist ausführlich und sinnvoll gehalten. Neben der Montage für Intel-Sockel - von 115X bis 1700 ist alles möglich - lässt sich die Light Loop auf dem gängigen AMD AM5- und dem älteren AM4-Sockel montieren. Um die Kühlleistung auf Intels 1700-CPUs zu erhöhen, wurde der vernickelten Kupferbodenplatte des Kühlblocks - verbogenen Intel-CPUs sei Dank - eine Wölbung verpasst. Man hat sich jedoch nicht nur um Intel-Kunden Sorgen gemacht. Für AMD-Nutzer kann die Standard- zu einer Offset-Montage umfunktioniert werden, um den Kühler genauer über dem Hotspot der CPU platzieren zu können.

Die vernickelte Bodenplatte der Be Quiet Light Loop verfügt über eine leichte Wölbung, die den Intel-CPUs mit Sockel LGA1700 zugutekommen soll. Quelle: PCGH Die vernickelte Bodenplatte der Be Quiet Light Loop verfügt über eine leichte Wölbung, die den Intel-CPUs mit Sockel LGA1700 zugutekommen soll.

Obwohl es sich beim Kühlkreislauf um ein weitgehend standardisiertes Produkt handelt - ein 27 mm dicker Aluminium-Radiator transportiert die Abwärme ab, während eine im Wasserblock verbaute Pumpe die Flüssigkeit in Bewegung hält - lässt sich das System nachfüllen. Bei langer Benutzung einer Kompaktwasserkühlung kann es zu leichtem Flüssigkeitsverlust durch Diffusion kommen. Mit der beigelegten Flasche Kühlmittel (Wasser mit Propylenglycol) lässt sich dieser Verlust ausgleichen. Um die Kühlung auf der CPU zu montieren, wird Wärmeleitpaste benötigt. Diese ist nicht wie bei einigen anderen Modellen vorab aufgetragen, sondern als Tube beiliegend. Die erste Montage ist damit mit etwas mehr Aufwand verbunden, jedoch liegt genügend Paste für eine mehrfache Montage bei.

Lamellendichte: 20 FPI Quelle: PCGH Lamellendichte: 20 FPI Der verbaute Radiator hat eine Dicke von 27 mm. Quelle: PCGH Der verbaute Radiator hat eine Dicke von 27 mm. Neben einer Flasche Kühlflüssigkeit zum Nachfüllen liegt ein RGB- und Lüftercontroller bei. Quelle: PCGH Neben einer Flasche Kühlflüssigkeit zum Nachfüllen liegt ein RGB- und Lüftercontroller bei.

Pumpe und Lüfter können vorbildlicher Weise über Standard-PWM-Anschlüsse in Drehzahl geregelt werden. Auch die ARGB-Beleuchtung wird über den einheitlichen 3-Pin-Anschluss gesteuert. Dennoch hat Be Quiet einen zusätzlichen Lüfter und RGB-Controller beigelegt. So bleibt dem Anwender die Freiheit, selbst zu entscheiden.

Lüfter und Pumpe

Bei den verbauten Light Wings LX handelt es sich um geometrisch durchdachte, PWM gesteuerte RGB-Lüfter. Während die Non-LX-Version mit einem dicken beleuchteten Ring den Rotordurchmesser sichtlich einschränkt, wird der Rotor des vorliegenden Modells lediglich von der Nabe aus beleuchtet und kann somit die Größe des Lüfterrahmens gut ausfüllen. Gute Voraussetzungen für eine hohe Kühlleistung. So lässt auch die maximale Lüfterdrehzahl von gemessenen 2.140 U/min eine hohe maximale Leistung zumindest erahnen.

Die verbauten Light-Wings-LX-Lüfter sind simpel gehalten. Gummientkopplungen finden sich hier keine. Quelle: PCGH Die verbauten Light-Wings-LX-Lüfter sind simpel gehalten. Gummientkopplungen finden sich hier keine. Die im Wasserblock verbaute Pumpe lässt sich ebenfalls per PWM-Signal regeln und erreicht unter Volllast eine gemessene Drehzahl von ca. 3.000 U/min. Heruntergeregelt auf 0 Prozent PWM dreht die Pumpe noch mit ca. 1.600 U/min. Somit ist sichergestellt, dass die Pumpe sich nicht plötzlich ausschaltet, was potenziell gefährlich für das System wäre, bei anderen Herstellern gab es teilweise diesen Fall. Wie sich das System in Sachen Kühlleistung und Lautstärke schlägt, zeigt sich in unserem Testparcours auf der nächsten Seite.

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  1. Seite 1 Übersicht
  2. Seite 2 Messergebnisse
  3. Seite 3 Fazit und Meinungen
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sibi_94 PC-Selbstbauer(in)
        Hm, kein Intel 1851 Sockel?
      • Von Sibi_94 PC-Selbstbauer(in)
        Hm, kein Intel 1851 Sockel?
      • Von Grougalora Schraubenverwechsler(in)
        Kritik
        Wäre schön, wenn ihr mal zu den beschriebenen Werten in Sone die Lüfterdrehzahlen in rpm, oder % angebt.
        Auch die jeweiligen Temperaturdifferenzen zu den genannten Einstellungen fehlen
      • Von PCGH_Sven PCGH-Autor
        Zitat von PCGH_Richie
        Die Leistung und vor allem der Preis sind im Vergleich zur Konkurrenz einfach unfassbar stark.
        Kann ich nur vollumfänglich bestätigen.

        Ich hatte vorher die Liquid Freezer II 420 und jetzt die Liquid Freezer III 420 A-RGB und beide haben bei mir jede CPU mit auf 800 U/Min. fixierten Lüftern und gedrosselter Pumpe unhörbar kühl gehalten.

        Ich habe beim Jubiläumsangebot von Arctic 72,90 Euro für die 420er bezahlt, das ist unschlagbar. Aber auch die regulär aufgerufenen 83 Euro sind ein Mega-Deal.

        Ich würde diese AiO immer wieder kaufen ... sie braucht halt Platz, aber Fractal Design Define 7 XL regelt.

        Liebe Grüße
        Sven
      • Von takan BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Richie
        Jap, zum Vergleich: Die weiße Arctic Liquid Freezer III mit ebenfalls A-RGB-Beleuchtung und 360 mm bekäme man für unter 80 Euro, mit 240 mm für ca. 65 Euro. Die Leistung und vor allem der Preis sind im Vergleich zur Konkurrenz einfach unfassbar stark. Knackpunkt bei der Liquid Freezer III können die 0,6 Sone der Pumpe (auch ohne VRM-Mini-Lüfter und Co.) sein. Zwar lässt sich das im Test von 4.200 U/min (0,6 Sone) auf 1.115 U/min (0,1 Sone) reduzieren, aber dann sinkt auch potenziell die Leistung. Ein PC-Einsteiger könnte, sofern das Mainboard den Pumpen-Header auf 100 Prozent laufen lässt, sich am Geräusch stören, ohne eigentlich zu wissen, was genau da so laut ist. Das wäre bei Be Quiet zumindest bei der Pure-Loop-2-Serie nicht so (0,1 Sone). Ist das den Aufpreis wert? Hängt im Endeffekt von den Prioritäten des Nutzers ab.
        hängt von ab wo der pc steht, wenn das teil im geschlossenen gehäuse ist und aufn boden steht, darf die pumpe gerne "plärren". bei meiner hör ich eher das wasser plätschern. das teil steht bei mir aufn schreibtisch neben meinem monitor. da sind festplatten (im leerlauf) gefühlt doppelt so laut wie die pumpe.
      • Von PCGH_Richie Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Da_Obst
        Abseits davon ist das Ding auch arg teuer.
        Für die Arctic Liquid Freezer III A-RGB zahlt man die Hälfte, bei quasi-identer Leistung.
        Jap, zum Vergleich: Die weiße Arctic Liquid Freezer III mit ebenfalls A-RGB-Beleuchtung und 360 mm bekäme man für unter 80 Euro, mit 240 mm für ca. 65 Euro. Die Leistung und vor allem der Preis sind im Vergleich zur Konkurrenz einfach unfassbar stark. Knackpunkt bei der Liquid Freezer III können die 0,6 Sone der Pumpe (auch ohne VRM-Mini-Lüfter und Co.) sein. Zwar lässt sich das im Test von 4.200 U/min (0,6 Sone) auf 1.115 U/min (0,1 Sone) reduzieren, aber dann sinkt auch potenziell die Leistung. Ein PC-Einsteiger könnte, sofern das Mainboard den Pumpen-Header auf 100 Prozent laufen lässt, sich am Geräusch stören, ohne eigentlich zu wissen, was genau da so laut ist. Das wäre bei Be Quiet zumindest bei der Pure-Loop-2-Serie nicht so (0,1 Sone). Ist das den Aufpreis wert? Hängt im Endeffekt von den Prioritäten des Nutzers ab.
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