Die große E-Book-Reader-Kaufberatung: neu mit Test zum Kindle Colorsoft (2025)

E-Book-Reader geben uns die Möglichkeit, stets mehrere Bücher oder Zeitschriften dabei zu haben und dennoch nicht viel zu schleppen. Das Buch ist ausgelesen? Dann flott ein neues herunterladen! Doch welches System möchte ich? Tolino, Kindle oder Pocketbook? Wir erklären die Vor- und Nachteile.

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Die große E-Book-Reader-Kaufberatung: neu mit Test zum Kindle Colorsoft (2025)
Quelle: Amazon/reMarkable/Pocketbook

Ein E-Book-Reader ist eine tolle Sache für alle, die gerne lesen. Man hat jederzeit Hunderte von Büchern dabei, ohne dass man schwer schleppen müsste. Dazu passen die handlichen E-Reader in jede Tasche und sind mittlerweile auch mit guten farbigen Displays ausgestattet. Wir erklären Ihnen alles rund um das Thema E-Book-Reader und stellen die drei Marktführer - Kindle, PocketBook und Tolino - vor.

E-Book-Reader: aktuell getestet

Kindle Colorsoft 16 GB (2025)

Vor etwa einem Jahr debütierte Amazons E-Reader-Line Kindle mit dem ersten Colorsoft. Die damals veröffentlichte Signature-Edition für einen UVP von 289,99 € hat nun einen Nachfolger: den Kindle Colorsoft (2025). Die überarbeitete Version ist zugleich eine etwas günstigere (259,99 €) und verzichtet dafür auf ein paar Features. So liegt der Gerätespeicher bei 16 GB (statt 32 GB) und das Frontlicht ist nicht adaptiv. Das heißt, man muss die Beleuchtung manuell anpassen. Was ebenfalls fehlt, ist das kabellose Laden.

Die große E-Book-Reader-Kaufberatung - neu mit Test zum Kindle Colorsoft (2) Quelle: PCGH-Ratgeber Die große E-Book-Reader-Kaufberatung - neu mit Test zum Kindle Colorsoft (2)

Tatsächlich sind vor allem die 16 GB und das fehlende Wireless Charging Punkte, welche die meisten Nutzer nicht stören dürften. 16 GB bieten, je nach Dateigröße der Bücher, Platz für bis zu 13.000 Bücher. Nur Hörbücher brauchen etwas mehr Kapazitäten, davon passen im Schnitt 70 darauf. Das adaptive Frontlicht ist natürlich immer praktisch, ein Fehlen der Sensor-Funktion aber keine echte Einschränkung für das Lesevergnügen.

Was Sie als Leser aber wohl am meisten interessiert, ist die Qualität des Farb-Displays. Wie schon beim ersten Kindle Colorsoft kommt ein eInk Kaleido 3 Display zum Einsatz. Hinter eInk (mit Hauptsitz in Taiwan) steckt die Firma, deren Paper-Displays Sie in den meisten E-Book-Readern namhafter Hersteller, aber auch an vielen anderen Einsatzorten, beispielsweise in Form digitaler Preisschilder in größeren Lebensmittelgeschäften oder Anzeigetafeln finden. Amazon erfindet hier also kein neues Rad, sondern stützt sich auf bewährte Technik.

Damit sind die Farbdarstellung und die Intensität sowie die Reaktivität beim Markieren und Blättern beim Kindle Colorsoft im Bereich "State of the Art". Natürlich werden die E-Ink-Displays innerhalb ihrer technischen Möglichkeiten stetig weiter entwickelt und so wirken die Farben auf dem neuen Colorsoft noch ein bisschen intensiver als bei seinem Vorgänger. Wer dabei an Farben wie auf einem Tablet denkt: Das ist technisch nicht möglich - lesen Sie dazu gerne den Abschnitt zur Funktionsweise von E-Ink-Displays.

Für ein E-Ink-Display stellt also der neue Kindle Colorsoft (2025) die Farben so kräftig dar, wie es ihm nur möglich ist. Zudem kann man Texte farbig markieren und so Gelesenes hervorheben. Der große Kritikpunkt des Colorsoft von 2024 war ein leicht gelblicher Rand am unteren Ende des Displays. Dieser Fehler wurde beim Colorsoft in der Signature Edition behoben und ist beim neuen Gerät nicht vorhanden.

Was Amazon definitiv richtig macht, ist die einfache Bedienung und das flotte sowie intuitive Umblättern der Seiten. Mit einer Größe von 7 Zoll und einem Gewicht von 215 Gramm liegt der Kindle Colorsoft gut und leicht in der Hand. Dank IPX8-Wertung macht dem E-Reader auch der Sturz in die Badewanne nichts aus. In der Summe ist der Kindle Colorsoft (2025) ein würdiger Nachfolger und eine Empfehlung für jene, die gerne farbige Zeitschriften oder Comics lesen möchten. Besonders interessant ist das vermutlich auch für junge Leser, weswegen Amazon eine passende Kids-Version auf den Markt gebracht hat.

Ältere Testberichte:

Wie funktioniert ein E-Ink-Display?

Erinnern Sie sich noch an diese Magnet-Schreibtafeln, die man als Kind unbedingt haben wollte? Ungefähr so funktioniert die E-Ink-Technologie.

Genau genommen schwimmen in einem zähflüssigen Polymer winzig kleine Mikrokapseln, welche elektrisch geladene Pigmente enthalten. Durch eine kurzzeitige Veränderung der Spannung wird die Position der Pigmente verändert, ein E-Ink-Bild entsteht. Dieses Bild ist ohne weiteren elektronischen Impuls so stabil, dass es problemlos wochenlang bestehen bleiben kann. Dadurch, dass die Mikrokapseln in dieser gelartigen Masse untergebracht sind, können E-Ink-Displays sogar biegsam gestaltet werden.

Weil E-Ink-Displays selbst undurchsichtig sind, können sie nicht per Hintergrundbeleuchtung erhellt werden. Also muss man hier zu einem Trick greifen, den man bei E-Readern als "integriertes Frontlicht" in der Produktbeschreibung findet. Die LEDs befinden sich außen am Rand, und das Licht wird über eine Dispersionsfolie auf dem Display verteilt. Da diese Technik im Englischen als "Frontlight" bezeichnet wird, heißt es bei uns Frontlicht.

Der Aufbau des E-Ink-Displays ist übrigens auch ein Grund, warum man, wenn man ganz genau hinschaut, das Gefühl hat, zwischen dem Bild und dem Glas sei ein Abstand. Zugleich erschließt sich auch, warum ein E-Ink-Display nicht die Farbintensität eines LED-Displays erreichen wird. Leuchtdioden können aufgrund der Strahlkraft und Helligkeit Farbe ganz anders darstellen. E-Ink leuchtet nicht, die Farben bleiben stets eher pastellig.

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  1. Seite 1 Kurztests und Funktionsweise E-Ink
  2. Seite 2 E-Book-Reader: Worauf muss ich achten?
  3. Seite 3 E-Book vs. Papierbuch und Tablet
  4. Seite 4 Standard-Formate erklärt und weitere Kauftipps
    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DaMischka Kabelverknoter(in)
        "Pocketbook ist der erste und bislang einzige größere E-Book-Reader-Hersteller, der ein farbiges Display anbietet."

        Verstehe ich den Satz irgendwie falsch?
      • Von DaMischka Kabelverknoter(in)
        "Pocketbook ist der erste und bislang einzige größere E-Book-Reader-Hersteller, der ein farbiges Display anbietet."

        Verstehe ich den Satz irgendwie falsch?
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