Ausblick auf Kaby Lake: Neu sind vor allem Namen und Turbotaktraten

8
News Andreas Link Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ausblick auf Kaby Lake: Neu sind vor allem Namen und Turbotaktraten (2)
Quelle: benchlife.info

Eine chinesische Webseite gibt den ersten Ausblick auf Kaby Lake. Wie zu erwarten wird die kommende Generation vor allem eine Modellpflege. Intel spendiert den Mobilprozessoren vor allem mehr Turbotakt und ärgerlicherweise neue Namen, die eine Unterscheidung erschweren. Das prinzipielle Schema kann man sicher auch auf den Desktop umlegen.

Intel hat sich laut einem Bericht dazu entschieden, sein Portfolio mit der Einführung von Kaby Lake umzustellen. Die bisher als Core m5 und Core m7 vertriebenen Prozessoren wechseln das Lager und werden künftig, genauer mit der Einführung der kommenden Generation voraussichtlich um den Jahreswechsel, als Core i5 und Core i7 vermarktet. Lediglich der Core M3 soll verbleiben.

Das ist nicht tragisch, dürfte am Ende bei den Kunden aber nur noch mehr Verwirrung stiften. Wer künftig ein Gerät aus dem Mobilbereich mit Core-Prozessor kauft, muss noch genauer hinschauen. Zudem verwässert Intel mehr und mehr seine Abstufungen zwischen Core i3, Core i5 und Core i7. Ein prinzipiell erst einmal leistungsstark klingender Core i7 kann künftig ein Prozessor mit 4,5 Watt TDP sein. Die aber haben nach wie vor zwei Kerne und können 4 Threads abarbeiten, was so gar nicht nach i7 klingt.

Dass die Hersteller die Core-m-Prozessoren obendrein noch konfigurieren können, macht die Übersicht nicht leichter. Bisher wusste man zumindest bei einem Core M, dass man hier noch einmal genau auf die verbaute Konfiguration achtet. Folglich wird es noch wichtiger, auf die Zusatzbuchstaben zu achten. U, H, S und Y geben grobe Auskunft über die Leistungsklasse.

Benchlife hat dafür auch gleich eine Reihe Beispiele. Für den Mobilbereich plant Intel demnach mit dem Core i7-7Y75 (Vorgänger: Core m7 6Y75), den Core i5 7Y54 (Vorgänger: Core m5 6Y54) und dem Core m3 7Y30 (Vorgänger: Core m3 6Y30). Die siebte Generation unterscheidet sich dabei kaum von der sechsten Generation. Intel dreht besonders an den Turbotaktraten, die um bis zu 500 MHz wachsen. Je nach Integration in ein Endgerät kann man davon aber schnell nichts mehr spüren.

Auch bei den darüber angesiedelten Notebook-Prozessoren wären die Neuerungen überschaubar, wenn man sich die reinen Leistungswerte anschaut. Core i7-7500U, Core i5-7200U und Core i3-7100U legen um bis zu 400 MHz im Turbo und 200 MHz im Standardtakt zu. Viel mehr war angesichts der TDP von 15 Watt und den geringen Änderungen an der Technik wohl auch nicht zu erwarten. Größtes Feature von Kaby Lake wird wohl die voll Unterstützung von H.265 und VP9 beim hardware-de- und encodieren.

Wie es mit weiteren Kaby-Lake-Prozessoren aussieht, ist noch unbekannt. Bei den für Spieler interessanten HQ-Prozessoren im Mobilbereich und den Desktop-Prozessoren dürfte das Upgrade aber nach ähnlichem Schema ausfallen. Desktop-Nutzer werden voraussichtlich zudem neue Chipsätze bekommen. Der "Z270" soll mehr PCI-Express-Lanes bieten. Mit Thunderbolt sollte man nicht rechnen.

Bildergalerie

8
    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von criss vaughn Volt-Modder(in)
        Zitat von iGameKudan
        An der Sockel 2011(-3)-Plattform ist nix altbacken oder veraltet. Da kann man alle Lanes wenigstens gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit nutzen und ist nicht auf 4 Lanes + 16 von der CPU beschränkt.

        Das dürfte auch der Grund sein, wieso im Desktop-Bereich Thunderbolt kaum vertreten ist. Der DMI ist dafür mit einer Leistung, welche nur vier PCIe 3.0-Lanes entspricht, viel zu langsam, um bspw. nebenbei noch eine PCIe 3.0 x4-SSD zu betreiben. Da haben die Sockel 2011(-3)-CPUs in der Realität sogar Leistungsvorteile, weil diese 28-40 Lanes in voller Geschwindigkeit anbinden können. Der Z170-PCH bietet zwar bis zu 20 Lanes, splittet die aber auch nur ähnlich wie ein PLX-Switch ausgehend von 4 Lanes auf.

        Ich finde das Namensschema jetzt als fortgeschrittener Anwender nicht wirklich verwirrend. Besonders an der total anderen Bezeichnung der CPUs (7Y75 statt 7200U) erkennt man diese extrem stromsparenden Core M-CPUs leicht - aber auch die normalen CPUs sind inklusive der Buchstaben (S sind die Desktop-Stromsparer, T sind starke Desktop-Stromsparer (i7 mit sehr niedrigen Taktraten aber 4 Kernen + SMT, i5 mit nur 2 Kernen + SMT + Turbo), U die mobilen Stromsparer, Y die extremen mobilen Stromsparer, M die mobilen CPUs mit normaler TDP, H die mobilen CPUs mit erhöhter TDP und definitiv verlötet, Q mobile Quad Cores, K ohne gelockten Multi, J/N die Atom-Krücken) völlig easy.

        Dass ein normaler Anwender nur Celeron, Pentium, Core i3, i5 und i7 liest ist nix neues, den "Beschiss" hat man doch schon seit Ewigkeiten mit den U- und Y-CPUs sowie im Falle der Celerons und Pentiums in Form der getarnten Atom-Krücken.
        Nicht ganz: M2 bspw. wird entweder über zwei PCI-E 2.0 (via PCH) angeschlossen, was die SATA-Ports reduziert, oder aber mit PCI-E 3.0 via CPU, was zu Lasten der Erweiterungsslots geht. Je nach Erweiterungsslot und Features des betreffenden Mainboards, herrscht ein überladenes Routing vor - in der letzten PCGH-Version gab es dazu ein schönes Materialflussdiagramm
      • Von criss vaughn Volt-Modder(in)
        Zitat von iGameKudan
        An der Sockel 2011(-3)-Plattform ist nix altbacken oder veraltet. Da kann man alle Lanes wenigstens gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit nutzen und ist nicht auf 4 Lanes + 16 von der CPU beschränkt.

        Das dürfte auch der Grund sein, wieso im Desktop-Bereich Thunderbolt kaum vertreten ist. Der DMI ist dafür mit einer Leistung, welche nur vier PCIe 3.0-Lanes entspricht, viel zu langsam, um bspw. nebenbei noch eine PCIe 3.0 x4-SSD zu betreiben. Da haben die Sockel 2011(-3)-CPUs in der Realität sogar Leistungsvorteile, weil diese 28-40 Lanes in voller Geschwindigkeit anbinden können. Der Z170-PCH bietet zwar bis zu 20 Lanes, splittet die aber auch nur ähnlich wie ein PLX-Switch ausgehend von 4 Lanes auf.

        Ich finde das Namensschema jetzt als fortgeschrittener Anwender nicht wirklich verwirrend. Besonders an der total anderen Bezeichnung der CPUs (7Y75 statt 7200U) erkennt man diese extrem stromsparenden Core M-CPUs leicht - aber auch die normalen CPUs sind inklusive der Buchstaben (S sind die Desktop-Stromsparer, T sind starke Desktop-Stromsparer (i7 mit sehr niedrigen Taktraten aber 4 Kernen + SMT, i5 mit nur 2 Kernen + SMT + Turbo), U die mobilen Stromsparer, Y die extremen mobilen Stromsparer, M die mobilen CPUs mit normaler TDP, H die mobilen CPUs mit erhöhter TDP und definitiv verlötet, Q mobile Quad Cores, K ohne gelockten Multi, J/N die Atom-Krücken) völlig easy.

        Dass ein normaler Anwender nur Celeron, Pentium, Core i3, i5 und i7 liest ist nix neues, den "Beschiss" hat man doch schon seit Ewigkeiten mit den U- und Y-CPUs sowie im Falle der Celerons und Pentiums in Form der getarnten Atom-Krücken.
        Nicht ganz: M2 bspw. wird entweder über zwei PCI-E 2.0 (via PCH) angeschlossen, was die SATA-Ports reduziert, oder aber mit PCI-E 3.0 via CPU, was zu Lasten der Erweiterungsslots geht. Je nach Erweiterungsslot und Features des betreffenden Mainboards, herrscht ein überladenes Routing vor - in der letzten PCGH-Version gab es dazu ein schönes Materialflussdiagramm
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von iGameKudan
        Dass ein normaler Anwender nur Celeron, Pentium, Core i3, i5 und i7 liest ist nix neues, den "Beschiss" hat man doch schon seit Ewigkeiten mit den U- und Y-CPUs sowie im Falle der Celerons und Pentiums in Form der getarnten Atom-Krücken.
        Wobei man die Atoms daran erkennen kann, das es normal keine Pentium mit 4 Kernen gibt.
        Allerdings sollte es im mobilen Bereich mindestens ein i3 sein, um HT zu haben. Für den niedrigen Takt sind 2 Threads einfach zu wenig.
      • Von iGameKudan Volt-Modder(in)
        Zitat von criss vaughn
        Z170 ist bereits spürbar fortschrittlicher als die altbackene 2011er-Plattform
        An der Sockel 2011(-3)-Plattform ist nix altbacken oder veraltet. Da kann man alle Lanes wenigstens gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit nutzen und ist nicht auf 4 Lanes + 16 von der CPU beschränkt.

        Das dürfte auch der Grund sein, wieso im Desktop-Bereich Thunderbolt kaum vertreten ist. Der DMI ist dafür mit einer Leistung, welche nur vier PCIe 3.0-Lanes entspricht, viel zu langsam, um bspw. nebenbei noch eine PCIe 3.0 x4-SSD zu betreiben. Da haben die Sockel 2011(-3)-CPUs in der Realität sogar Leistungsvorteile, weil diese 28-40 Lanes in voller Geschwindigkeit anbinden können. Der Z170-PCH bietet zwar bis zu 20 Lanes, splittet die aber auch nur ähnlich wie ein PLX-Switch ausgehend von 4 Lanes auf.

        Ich finde das Namensschema jetzt als fortgeschrittener Anwender nicht wirklich verwirrend. Besonders an der total anderen Bezeichnung der CPUs (7Y75 statt 7200U) erkennt man diese extrem stromsparenden Core M-CPUs leicht - aber auch die normalen CPUs sind inklusive der Buchstaben (S sind die Desktop-Stromsparer, T sind starke Desktop-Stromsparer (i7 mit sehr niedrigen Taktraten aber 4 Kernen + SMT, i5 mit nur 2 Kernen + SMT + Turbo), U die mobilen Stromsparer, Y die extremen mobilen Stromsparer, M die mobilen CPUs mit normaler TDP, H die mobilen CPUs mit erhöhter TDP und definitiv verlötet, Q mobile Quad Cores, K ohne gelockten Multi, J/N die Atom-Krücken) völlig easy.

        Dass ein normaler Anwender nur Celeron, Pentium, Core i3, i5 und i7 liest ist nix neues, den "Beschiss" hat man doch schon seit Ewigkeiten mit den U- und Y-CPUs sowie im Falle der Celerons und Pentiums in Form der getarnten Atom-Krücken.
      • Von criss vaughn Volt-Modder(in)
        Wieso sträubt sich Intel bei den "Mainstream-Mainboards" eigentlich so gegen Thunderbolt? Z170 ist bereits spürbar fortschrittlicher als die altbackene 2011er-Plattform, trotzdem weigert sich Intel( wohl aus Kosten - und Marketingpolitischen-Gründen) den Chipsatz anzupacken bzw. eine neue Iteration zu bringen. Dafür bleibt der technisch fortschrittlicheren Version Thunderbolt erspart^^
        Das stationäre und reisende Arbeiten macht mit dem 6820HQ und dem 6650U ziemlich viel Spaß; privat fehlt mir der Leistungsanreiz Ivy-Bridge in Rente zu schicken, einzig und allein eine neue Plattform und mehr Kerne würden mich reizen. Zum jetzigen Zeitpunkt entscheide ich mich aber klar gegen Broadwell-E und warte auf AMD und eine (hoffentlich) frische Plattform von Intel
      • Von Gelöschtes Mitglied 130761
        Zitat von Redbull0329
        Da hat man als 6700K-Käufer ja alles richtig gemacht. Ich verstehe aber nicht warum die sich ihr Namensschema immer weiter verhunzen, sehr kundenunfreundlich.
        Ich vermute, weil sie wissen, dass Menschen, die ein wenig Technikaffin sind, sich sowieso genauer erkundigen oder ohnehin Bescheid wissen. Die (vermutete) Mehrheit aber fällt bei solchen Namensgebungen auch gerne mal herein (Hört nur I7 und denkt an Highend). So kann Intel dann schön fleißig vermeintlich zu hohe Preise rechtfertigen.. :\
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk