Vorschau zu Just Cause 4: Chaos-Baukasten mit Booster-Raketen und Airlifter

Rico Rodriguez ist wieder da - und im Open-World-Actionspiel Just Cause 4 macht er diesmal die südamerikanische Insel Solis unsicher. Mit Wingsuit, Gleitschirm und jeder Menge Spezialwaffen liegt es an Ihnen, den Rebellen beim Kampf gegen ein Militärregime unter die Arme zu greifen. Unsere E3-Vorschau.

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Vorschau zu Just Cause 4: Chaos-Baukasten mit Booster-Raketen und Airlifter
Quelle: Square Enix

Auf der südamerikanischen Insel Solis, dem Schauplatz von Just Cause 4, finden Besucher nicht nur malerische Strände, verwunschene Urwälder und uralte Tempelanlagen. Hier treiben auch die Schergen des Militärregimes der Schwarzen Hand ihr Unwesen. Ehrensache, dass Rico ihm und dessen Anführerin Gabriella das Handwerk legen will.

Wie in den drei Vorgängern sausen wir mit Wingsuit, Fallschirm und anderen Gimmicks durch die offene Spielwelt und lassen es ordentlich krachen - wovon wir uns bei einer Vorführung auf der E3 2018 in Los Angeles überzeugen konnten. Just Cause 4 entsteht wie schon der Vorgänger im Außenposten New York der schwedischen Avalanche Studios, die derzeit auch für Bethesda an Rage 2 arbeiten.

Fliegende Abrissbirne

Producer Bryan Rodriguez muss aufgrund seines Namens zwangsläufig die Steuerung der Rico-Demo übernehmen, während sich Art Director Thomas Klingström über Bryans Aktionen beömmelt. Es geht heute weniger um Story, als um die Möglichkeiten, im Open-World-Baukasten Chaos anzurichten.

Los geht's im Regenwald, einem von vier großen Gebieten auf Solis. Hier sehen wir Staubteilchen im Gegenlicht durch die Luft sausen - ein Zeichen dafür, dass wir jetzt unseren Wingsuit aktivieren können. Mit dem gleiten wir zur Slum Bridge, auf der uns Bryan Rodriguez allerlei Kunststückchen zeigt. Etwa, wie er mit dem jetzt konfigurierbaren Enterhaken Booster-Raketen auf einem Schiffscontainer anbringt und die dann zündet: Der Container saust wie eine wildgewordene Abrissbirne auf der Brücker herum und schlägt alles kurz und klein.

Hinterhältige Luftballons

Oder wie wäre ein sogenannter Airlifter? Die Mischung aus Haftmine und Ballon können wir an Pulverfässern anbringen, sie dann aufsteigen und wie eine Bombe über feindlichem Gebiet hinabfallen lassen. Vier Airlifter auf einem Schiffscontainer erzeugen eine fliegende Plattform, von der wir einmal mehr mit dem Wingsuit davongleiten. Für all das ist die hauseigene Apex-Engine verantwortlich, die die Programmierer der Avalanche Studios seit 15 Jahren fortlaufend optimieren.

Neben großen Spielwelten und physikalisch stimmigen Zerstörungsorgien stemmt die Apex-Engine auch wahrlich wilde Wetterverhältnisse. Dazu gehören jetzt auch Flüsse mit strömungsmechanisch korrektem Verhalten, die Rico entlangschwimmen kann. Links des Flusses, über den wir gleiten, befinden sich die Truppen der Schwarzen Hand, rechts davon die der Rebellen. "Die Frontlinie verschiebt sich abhängig davon, wie ihr eure Missionen erfüllt", erklärt Thomas Klingström. Wir können sie auch direkt beeinflussen: Per Airlifter reißt Bryan Rodriguez einen Gastank aus seiner Verankerung, der dann in Richtung der Frontlinie schwebt ...

Tornado-Tohuwabohu

Szenenwechsel: Wir rasen jetzt mit einem Windchaser-Fahrzeug der Rebellen durch das Weideland, die zweite große Umgebung des Spiels - direkt einem Tornado hinterher. Der donnert schonungslos in eine Brücke und zerlegt sie, scheint aber vor einem Flughafen der Schwarzen Hand Halt zu machen. Wie demolieren wir das Rollfeld? Indem wir vier Windkanonen deaktivieren, die den Tornado von Flugzeugen und Tower fernhalten.

Die erste Windkanone zerlegen wir mit einer Railgun, an der zweiten bringen wir Airlifter an, woraufhin sich das Ding wie wahnsinnig um die eigene Achse dreht und nach oben wegtreibt. Der Tornado rückt nun ungebremst näher und beginnt sein Zerstörungswerk, während wir uns die anderen beiden Windkanonen vornehmen, die von Soldaten bewacht werden. Einen erledigt Rico mit einer Drohne, den anderen fällt ein wohlplatzierter Schuss. Mit einem Gewehr mit angeflanschtem Schild zerlegt Rico die dritte, mit einer Panzerfaust die vierte Windkanone: Der Flughafen ist Geschichte.

Gut gefüllter Open-World-Baukasten

Natürlich fragen Sie sich jetzt: Wie kann Rico Rodriguez in der Nähe eines Tornados herumschwirren, der Flugzeuge und Gebäude einsaugt? Das haben wir uns auch gewundert und Bryan Rodriguez gefragt. Seine Antwort: "Wir würden schon nach dem Ausfall der zweiten Windkanone vom Tornado verschluckt werden - wenn ich mit meinem Gleitschirm nicht permanent dagegen steuern würde."

Mehr sehen wir in der Demo noch nicht, nach den Worten der Entwickler dürfen wir uns noch auf jede Menge Features freuen. Etwa auf den riesigen Fuhrpark, der Bulldozer, Autotransporter, Jetskis, Mini-Flugzeuge und vieles mehr umfasst. Und auf eine clevere KI, die sich je nach Gegnertyp anders verhält: Unsichtbare Späher gehen beispielsweise geschickter vor als schwer gepanzerte Nahkämpfer.

Fazit: Just Cause 4

Just Cause 4 mischt die bewährte Formel aus Open-World und Story-Missionen mit neuen Elementen behutsam auf, um sowohl Neueinsteiger als auch Serienveteranen anzusprechen. Die Präsentation ist tadellos, der Chaos-Baukasten dank Booster-Raketen und Airlifter gut gefüllt.

Nun kommt es darauf an, dass die Entwickler dem Spiel auch eine gute Story verpassen, damit die Chaostage auf Solis nicht zum reinen Selbstzweck werden. Ob den Rebellen der Avalanche Studios das gelingt, können wir am 4. Dezember dieses Jahres herausfinden.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Renax PC-Selbstbauer(in)
        Bin schon gut hyped, wenn die Grafik dann auch noch deutlich über der -durchaus bescheidenen- des Vorgängers liegt, bin ich dann vollends zufrieden.
      • Von Renax PC-Selbstbauer(in)
        Bin schon gut hyped, wenn die Grafik dann auch noch deutlich über der -durchaus bescheidenen- des Vorgängers liegt, bin ich dann vollends zufrieden.
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