Sony bringt KI-Kamerachips ohne Cloud-Bindung auf den Markt

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Sony IMX500 Bildsensor real time tracking
Quelle: Sony (Pressemitteilung)

Mittels KI soll die Kamerachips IMX 500 und 501 von Sony die Bilderkennung verbessern. Auf eine Cloud-Anbindung verzichtet der Hersteller aber und gestaltet den Einsatz etwa im Supermarkt möglichst einfach.

Zur Erkennung von Mustern auf Bildern werden gerne verschiedene Techniken genutzt und unter dem Schlagwort KI zusammengefasst. Hierzu benötigt man aber nicht unbedingt eine Verarbeitung der Bilder in der Cloud, wie Sony zeigt. Unter der Bezeichnung Intelligent Vision Sensors haben die Japaner den IMX 500 und den IMX 501 vorgestellt. Beide Bildsensoren integrieren eine KI-Verarbeitung direkt auf dem Chip, damit zur Bilderkennung keine Cloud-Anbindung notwendig ist. Im Gegensatz also zum kassenlosen Supermarkt Amazon Go, der auf eine Verbindung zur Cloud und zu AWS setzt.

Bilderkennung im Supermarkt - ohne Cloud mit Sony-Kameratechnik

Beide hintergrundbeleuchtete Sensoren von Sony offerieren 12,3 Megapixel bei 1/2.3 Zoll und einer Diagonale von 7,857 mm. Der Unterschied zwischen IMX 500 und 501 liegt in der ausgelieferten Form. Nur der IMX 501 ist eine Package-Variante. Wer Videoaufnahme und KI zeitgleich verarbeitet, soll dies mit 30 Fps tun können. Videos alleine sind - je nach Auflösung - mit bis zu 240 Fps möglich. Beide Kamerasensoren sind nicht für den Einsatz in mobilen Geräten wie Smartphones vorgesehen, sondern sollen im industriellen Bereich Verwendung finden. So soll diese Kameratechnik etwa im Supermarkt zum Einsatz kommen. Es ist möglich, etwa im Eingangsbereich die Anzahl an Kunden zu zählen. Die Nutzer können das KI-Modell ihrer Wahl direkt in den internen Speicher des Bildsensors schreiben. So ist es möglich, mit nur einem Kameratyp verschiedene Einsatzgebiete abzudecken. Um bei dem Beispiel im Supermarkt zu bleiben. Als Betreiber eines Lebensmittelgeschäfts könnte man diesen Kameratyp nicht nur im Eingangsbereich nutzen, sondern auch an den Regalen, sodass die Kamera automatisch erkennt, wenn Waren aufgefüllt werden müssen.

Bildergalerie

Der Musterpreis für den Sony IMX 500 liegt bei knapp 87 Euro, während der IMX 501 etwa 173 Euro kostet. Die ersten Produkte mit den neuen Kamerasensoren sollen im ersten Quartal 2021 ausgeliefert werden. Im Bereich der Kamerasensoren besitzt Sony einen Marktanteil von über 60 Prozent. In einigen Smartphones stecken etwa Kamerasensoren von Sony, aber auch in vielen anderen Bereichen verbirgt sich hinter der Linse Technik aus Japan. Die KI-Entwicklung etwa für die Bilderkennung, treibt der Playstation-Hersteller in der Abteilung Sony AI voran, welche mithilfe von Microsoft-Technik arbeitet.

Sony nutzt Microsoft-Technik für die eigene KI

Microsoft hat nicht nur die Cloud-Abteilung Azure, sondern betreibt auch KI-Lösungen, welche Großkunden, wie Sony, quasi mieten und dann darauf aufbauend ihre Services entwickeln können. Allerdings müssen Unternehmen, wie Sony, kostenpflichtige Rahmenverträge mit Microsoft schließen, damit diese die KI-Services nutzen können. Microsoft vertreibt derartige Software unter dem Namen Azure KI. Die eigene Abteilung Sony AI nutzt diverse Tools und Software aus dem Hause Microsoft und entwickelt KI-Services für die Bereiche Videospiele, Bilderkennung und Sensorik sowie Gastronomie.

Ebenfalls lesenswert: Sony eröffnet neue KI-Abteilung mit Microsoft-Hilfe

Fakten zu den Bildsensoren Sony IMX 500 und 501 mit KI-Technik ohne Cloud Computing:

  • Unter der Bezeichnung Intelligent Vision Sensors hat Sony den IMX 500 und den IMX 501 vorgestellt. Beide Bildsensoren integrieren eine KI-Verarbeitung direkt auf dem Chip, damit zur Bilderkennung keine Cloud-Anbindung notwendig ist.
  • So lässt sich etwa eine Kamera mit einem Sony-Bildsensor im Supermarkt am Eingangsbereich montieren, um automatisch die Kunden zählen zulassen.
  • Nutzer können jedoch jedes KI-Modell direkt in den Speicher der Bildsensoren schreiben. So kann der gleiche IMX 500 (oder 501) genutzt werden, um im Geschäft aufzeigen zu können, wenn in einem Regal Waren fehlen.
  • Als grundlegende Technik nutzt die Sony eigene Abteilung Sony AI verschiedene KI-Services von Microsoft. Darauf aufbauend entwickelt Sony dann Software für die Bereiche Gaming, Bilderkennung und Sensorik sowie Gastronomie.

Quellen: Sony (1), Sony (2), Microsoft

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