PCGH-Plus Label [PLUS] Spielen im WLAN: Was bringen Gaming-Lösungen?

PCGH Plus: Die schnellste Internetanbindung bringt nichts, wenn der eigene Datenstrom in der Warteschlange hängt. Was taugen Priorisierung und Quality-of-Service-Management in Gaming-Lösungen wirklich? Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 12/2018.

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 Spielen im WLAN: Was bringen Gaming-Lösungen?
Quelle: PC Games Hardware

In geordneten Bahnen

Es ist wirklich ärgerlich: Jetzt hat man schon eine schnelle Internetleitung, die einen ordentlichen Datendurchsatz vorweisen kann und entsprechend kostet, aber dennoch sind die Latenzen in Multiplayer-Spielen kontinuierlich zu hoch. Es kommt zum Lag, einer Verzögerung, die beim Online-Gaming entsteht, wenn zwischen Server und Client die Datenpakete überdurchschnittlich lange brauchen oder gar auf dem Weg verworfen werden.

Der Grund dafür liegt meist nicht beim Provider selber, sondern im heimischen Netzwerk. Ist der Download aus? Läuft im Nebenzimmer Netflix? Oder aktualisiert sich gerade Windows aus dem Nichts? Das sind alles Parameter, die den kontinuierlichen Videospiel-Datenstrom an Spieleserver unterbrechen können, indem die zusätzliche Netzwerkbelastung gaming-relevante Datenpakete ans Ende der Warteschlange schiebt. Wenn man doch nur bestimmte Datenströme priorisieren und neuordnen könnte! Rivet Networks, Linksys und Netgear haben deshalb extra Netzwerkprodukte auf den Markt gebracht, die speziell für den Einsatz im Gaming-Sektor gedacht sind und über ein spezielles, aufs Gaming zugeschnittenes Quality-of-Service-Management (QoS) verfügen. Daher haben wir uns Rivet Networks KillerWLAN-Modul Wireless-AC-1550 angeschaut und getestet: Vollgestopft mit Funktionen soll das 30-Euro-WLAN-Modul Gamern einen messbaren Mehrwert liefern.

Ursachenforschung

Wenn ein Rechner eine Verbindung im Internet aufbaut, schickt der Computer Datenpakete an ein DSL-Modem, das diese dann an den favorisierten Server weiterleitet. Damit sich beide Geräte unterhalten können, geht der Datenstrom natürlich in beide Richtungen. Möchte man nun beispielsweise ein Bild per E-Mail verschicken, wird dieses zunächst in unzählige Datenschnipsel zerlegt und mit einem Adresskleber, dem sogenannten Header, versehen: Erst dann kann ein Datenpaket geschnürt werden. Die zusätzliche Information im Header ist für den Versand essenziell, da sonst nicht klar wäre, wer Empfänger und wer Absender des Pakets ist. Neben der Empfangsinformation enthält der Adresskleber aber noch zusätzliche Informationen, die beispielsweise Aufschluss über die Länge des Datenschnipsel (und damit die eigentliche Information), die endgültige Position in der gesendeten Datei oder über die Sende-Priorität im Netzwerk Aufschluss geben.

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Im Artikel: Was bringen Router-Gaming-Lösungen?
  • Quality-of-Service-Funktionen der Gaming-Router und WLAN-Module
  • Im Test: KillerWLAN Wireless-AC-1550-Modul von Rivet Networks
  • Multitasking-Test: Spielen, laden und 4K schauen (Fortnite, Battlefield 1, Team Fortress 2)
  • Throughput-Analyse
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