Kostenlose Alternativen zu Dropbox: Die bekanntesten Cloud-Speicher im Test
Die besten Alternativen zu Dropbox: Auf dem Cloud-Speichermarkt drängen sich zahlreiche Anbieter mit den unterschiedlichsten Angeboten. Vor allem viele kostenlose Dienste machen durch hohe Gigabyte-Versprechen auf sich aufmerksam. PC Games Hardware hat die prominentesten Dienste miteinander verglichen und für Sie eine Übersicht erstellt.
Auf dieser Seite
- 1 Cloud-Speicher im Test: Überblick
- 2 Cloud-Speicher im Test: Dropbox
- 3 Cloud-Speicher im Test: Google Drive
- 4 Cloud-Speicher im Test: Microsoft Skydrive
- 5 Cloud-Speicher im Test: Telekom Media Center
- 6 Cloud-Speicher im Test: Strato HiDrive
- 7 Cloud-Speicher im Test: Cubby
- 8 Cloud-Speicher im Test: Livedrive
- 9 Cloud-Speicher im Test: Mega
- 10 Cloud-Speicher im Test: Sugarsync
- 11 Cloud-Speicher im Test: Wuala
- 12 Cloud-Speicher im Test: Owncloud
Update vom 02.04.2014:
Nach der Veröffentlichung des Specials zu den Cloud-Speichern wurde berechtigte Kritik aus der PCGHX-Community laut. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Aussagen zu Mega sowie das Fehlen einiger prominenter Dienste zu korrigieren und ein Update des ursprünglichen Artikels zu veröffentlichen. Sollten Ihnen auch nach der Erweiterung noch weitere wichtige Anbieter fehlen, die hier aufgeführt werden müssen, dann nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion unter dem Artikel. Neu sind Sugarsync, Wuala und Owncloud.
Original-Artikel vom 20.03.2014:
Datenträger wie CDs oder USB-Sticks scheinen schon seit Längerem ausgedient zu haben. Cloud-Dienste werden immer häufiger zum Transfer von Daten verwendet, immer mehr User nutzen Dropbox und Co., um zwischen ihren Endgeräten persönliche und auch berufliche Datenpakete zu verschieben. Unter den Cloud-Diensten selbst scheint Dropbox für viele User die einzig richtige Wahl zu sein, vor allem weil viele andere Anbieter nicht gekannt werden. Dabei ist das Feld der Cloud-Dienste sehr umfangreich und mit vielen Bewerbern gespickt.
Cloud-Speicher im Test: Überblick
Da ist es schwierig, den Überblick zu behalten. PC Games Hardware hat sich einmal ein paar Alternativen zum Branchenprimus Dropbox angeschaut und analysiert, was die verschiedenen Anbieter in Sachen Kapazität, Sicherheit und Verfügbarkeit anbieten. Dabei betrachten wir zunächst die kostenlosen Angebote der verschiedenen Dienste, ohne aber die möglichen, kostenpflichtigen Erweiterungen zu vergessen. In unserem Test finden sich vor allem die prominentesten Cloud-Dienste wie Dropbox, Google Drive, das Telekom Media Center, Microsoft Onedrive, HiDrive, Cubby, Livedrive und Mega. Verglichen werden die Kapazitäten der Anbieter zum Nulltarif, die Verfügbarkeit und Usability der Programme sowie die Sicherheit der Daten auf den Servern.
| Gratis-Speicher | Premium-Kosten | Unterstützte Systeme | Sicherheit, Verschlüsselung | Besonderheiten | |
|---|---|---|---|---|---|
| Dropbox | 2 GB | 100 GB / 9,99 US-Dollar (i. M.) | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Server in USA, AES-256-Bit-Schlüssel | derzeitiger Marktführer, Bonusprogramme bringen freien Speicher |
| Google Drive | 15 GB | 100 GB / 1,99 US-Dollar (i.M.) | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Server in USA, AES-128-Bit-Schlüssel | Direkte Einbindung in alle Google-Dienste |
| Microsoft Skydrive | 7 GB | 100 GB / 37 Euro (i. J.) | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Server in USA | Einbindung in alle Microsoft-Programme |
| Telekom Media Center | 25 GB | 100 GB / 9,95 Euro (i. M.) | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Server in Deutschland, 128-Bit-SSL-Schlüssel | Deutsches Datenschutzrecht und guter Support |
| HiDrive | 5 GB | 100 GB / 6,90 Euro (i. M.) | App (Mobile), Browser | Server in Deutschland | Erstes Jahr kostenloses Speicher-Upgrade |
| Cubby | 5 GB | 100 GB / 3,50 Euro (i. M.) | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Server in USA, Cubby-Locks als extra Verschlüsselung | Kostengünstig für große Speicher-Volumen, lokaler Austausch ohne Cloud-Service |
| Livedrive | - | 2 TB / 8 Euro (i. M.) | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Server in der EU, AES-256-Bit-Schlüssel | Kein kostenloser Dienst, dafür viel Speicherplatz, Integrierter Musik- und Videodienst |
| Mega | 50 GB | 4 TB / 8,33 Euro (i.M.) | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Server in der Neu-Seeland und Deutschland, Schlüssel durch User-Passwort geschützt | Großer Speicher, teilweise Open Source, User mit Schlüssel |
| Sugarsync | 5 GB | 100 GB / 9,99 US-Dollar (i.M.) | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Server in USA, AES-256-Bit-Schlüssel | Remote Wipe von Dateien von externen Geräten aus |
| Wuala | 5 GB | 100 GB/ 9,99 Euro (i.M.) | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Server in Europa verteilt | Schlüssel durch User-Passwort geschützt, Dateien verteilt auf europäischen Servern |
| ownCloud | - | - | Software (Mac, Windows), App (Mobile), Browser | Serverstandort kann selbst gewählt werden | Cloud-Software, User mit völliger Entscheidungsfreiheit |
Cloud-Speicher im Test: Dropbox
Quelle: PC Games Hardware
Dropbox
Der Marktführer zeigt sich in unserem Test nicht sonderlich spendabel mit den kostenlosen Kapazitäten. Zwei Gigabyte stehen dem Nutzer anfangs zur Verfügung, auch wenn diese mit Hilfe von Einladungen von Freunden und Bekannten erweitert werden können. Durch solche Bonusprogramme ist der Speicherplatz zwar erweiterbar, allerdings findet hier nur der Anfangsspeicher Beachtung. Sollten Sie noch mehr Datenvolumen benötigen, müssen Sie 9,99 US-Dollar im Monat für 100 zusätzliche Gigabyte drauf legen. Dropbox selber können Sie über das Web oder via Software direkt in Ihrer Ordnerstruktur nutzen. Die Bedienung ist sehr simpel, vor allem wegen des übersichtlichen Aufbaus der Webseite. Die Ordnerstruktur im Dateiexplorer der Dropbox-Software ist sowieso intuitiv handhabbar.
Auch auf Android- und iOS-Geräten kann Dropbox selbstverständlich genutzt werden, hier ist die Dominanz des Branchenprimus sogar noch deutlicher als auf dem heimischen PC. Allerdings hat Dropbox einige Probleme beim Thema Sicherheit. Zwar verspricht der Anbieter eine AES-256-Bit-Verschlüsselung der Datenpakete, allerdings schützt diese nicht vor der amerikanischen Justiz. Da die Server in den USA stehen, können die dortigen Behörden durch "Patriot Act" und "Foreign Intelligence Surveillance Act" auf Ihre Daten zugreifen. Hier hat Dropbox einen einfachen Nachteil im Bereich der Sicherheit, die Server stehen für unsere Verhältnisse im falschen Land.
- Zum Anbieter: Dropbox
Cloud-Speicher im Test: Google Drive
Quelle: PC Games Hardware
Google Drive
Der Internet-Riese Google bietet von Haus aus schon einmal einen ordentlichen Speicher an, hier stehen kostenlose 15 Gigabyte Cloud-Speicher im Raum. Diese Zahl wird allerdings zwischen Ihrem Cloud-Speicher und Ihrem Gmail-Konto aufgeteilt, weshalb fleißige E-Mail-Schreiber eventuell mit weniger Speicherplatz kämpfen müssen. Erst kürzlich hat Google den Preis für die Erweiterung des Speichers auf 100 Gigabyte drastisch gesenkt: 1,99 US-Dollar zahlen die Kunden im Monat für die Erweiterung, die monatlich kündbar ist. Damit ist Google Drive in Sachen bezahlbarer Inhalte derzeit der kostengünstigste Cloud-Dienst auf dem Markt.
Die Konkurrenz wird aber sicherlich bald nachziehen. Daten können via Google Drive entweder als öffentlicher Link, der dann auch in der Suche zu finden ist, oder als privater Link geteilt werden. Darüber hinaus bietet Google die Einbindung seines Dienstes in die Ordnerstruktur des PC, sowie eine App für den mobilen Gebrauch. Das Thema Sicherheit ist gerade bei Google omnipräsent, immerhin hat der Internet-Riese mit Google Plus, der Einbindung zu Youtube, der Google-Suche und diversen anderen Diensten bereits einige Daten über seine User gesammelt. Mit Google Drive kommen auch noch die Dateien dazu. Auch deshalb ist das Thema Datensicherheit bei Google Drive mit Vorsicht zu genießen.
- Zum Anbieter: Google Drive
Cloud-Speicher im Test: Microsoft Skydrive
Quelle: PC Games Hardware
Microsoft Onedrive
Auch Microsoft bietet mit Onedrive einen Cloud-Speicher an, der zunächst sieben Gigabyte kostenlose Kapazitäten zur Verfügung stellt und damit schon einmal über den meisten Anbietern liegt. Problematisch ist allerdings die Erweiterung des Speichers, da Sie sich als Kunde für ein Jahr an Onedrive binden müssen, um den neuen Platz zu erhalten. Ab und an startet Microsoft Aktionen - hier muss man die Augen offen halten. Von Vorteil hingegen ist die Einbindung von Onedrive in bestehende Windows-Strukturen. Dokumente können direkt online bearbeitet, gespeichert und verschickt, außerdem können interne Inhalte ohne Probleme anderen Usern zugänglich gemacht werden.
Alle Hotmail-/Outlook-Nutzer haben sowieso schon ein Anrecht auf ein Onedrive-Konto, eine einfache Anmeldung ermöglicht Ihnen den Zugang zu dem Cloud-Speicher. Die Handhabung von Onedrive ist dank Windows-Strukturen recht einfach und intuitiv gestaltet, auch hier haben alle User die Möglichkeit via App von mobilen Geräten aus zu agieren, die Seite im Internet aufzurufen oder über die Software auf das Angebot zuzugreifen. Da auch Microsoft seine Server in den USA positioniert hat, hat auch Skydrive mit dem Problem der Datensicherheit zu kämpfen. Allerdings lassen sich externe Verschlüsselungsprogramme wie Boxcryptor mit dem Dienst zusammen schließen. Nach der zweiten Verschlüsselung können auch die amerikanischen Behörden nichts mehr mit Ihren Daten anfangen. Diese Option gilt auch für alle anderen Cloud-Dienste.
- Zum Anbieter: Skydrive
Cloud-Speicher im Test: Telekom Media Center
Quelle: PC Games Hardware
Telekom Medien Center
Satte 25 Gigabyte kostenlosen Speicher bietet die deutsche Telekom seinen Nutzern an. Damit ist der Telefonanbieter den meisten anderen Konkurrenten weit voraus, eine Erweiterung auf 100 Gigabyte kostet 9,95 Euro im Monat. Diese Speichergröße ist auch das Limit des Telekom Media Centers. Allerdings müssen alle externen User ohne Telekom-Vertrag auf das Feature Sync-Plus verzichten, das Termine, Kalender und andere Daten miteinander synchronisiert.
Die Handhabung ist sowohl mit der herunterladbaren Software, wie auch auf den mobilen Apps intuitiv und einfach. Ein besonderes Extra bei der Telekom ist der integrierte Musikplayer, der automatisch die richtigen Datenformate erkennt und diese mit dem Player abspielt. Ein Vorteil des Telekom-Dienstes ist natürlich die feste Verortung in Deutschland. Zunächst gilt für alle Daten im Media Center das deutsche Datenschutzgesetz, außerdem steht den Kunden neben den üblichen Tutorials und Hilfen eine kostenlose Hotline zur Verfügung. Hier hat die Telekom einige Vorteile auf ihrer Seite, die diese kostenlose Variante attraktiv macht.
- Zum Anbieter: Telekom Media Center
Cloud-Speicher im Test: Strato HiDrive
Quelle: PC Games Hardware
Strato Hidrive
Relativ unbekannt ist der Cloud-Dienst HiDrive, der seine Kunden mit 5 Gigabyte Speichergröße lockt. Erweiterungen gibt es im 100 und 500 Gigabyte-Bereich, wobei Sie allerdings eine dreimonatige Bindung an HiDrive eingehen und 6,90 Euro für das erste Paket aufbringen müssen. Außerdem sind in der kostenlosen Version nicht alle Features sofort nutzbar, mehrere Useraccounts oder einen geteilten Upload gibt es erst mit der kostenpflichtigen Version.
HiDrive setzt auf einen reinen Online-Ordner sowie eine Mobile-App, eine Software für den eigenen PC gibt es nicht im Angebot. Dafür kann der Dienst in Sachen Sicherheit punkten, denn auch HiDrive benutzt ausschließlich deutsche Server, die Übertragungen sind sowieso verschlüsselt. Da der Anbieter mit sehr günstigen Angeboten im ersten Jahr wirbt, bietet HiDrive auf jeden Fall eine günstige Alternative zu vielen Anbietern in diesem Vergleich. Allerdings sollte man auf die Kosten in den Folgejahren achten.
- Zum Anbieter: HiDrive
Cloud-Speicher im Test: Cubby
Quelle: PC Games Hardware
Cubby
Neben den vielen Cloud-Speichern, die vor allem private User versorgen, gibt es natürlich auch Anbieter, die sich eher auf Firmen konzentrieren. Cubby bietet neben den kostenlosen 5 Gigabyte vor allem Datenvolumen an, die ein einzelner User kaum ausreizen dürfte. Während 100 Gigabyte für 3,50 im Monat noch leicht zu bezahlen sein dürften, kosten 2,5 Terrabyte bereits 87,25 Euro im Monat. Sollten mehrere User dazu kommen, wird der Cloud-Speicher natürlich noch teurer: Das teuerste Angebot auf Cubby liegt bei 6.598 Euro im Monat, für 1.000 User, die 200 Terabyte zur Verfügung haben.
Neben den üblichen Funktionen bietet Cubby für alle zahlenden User noch einen interessanten Service: Via DirectSync können Daten direkt zwischen PCs in einem Büro geshared werden, wobei keinerlei Cloud verwendet wird. Außerdem lassen sich komplexe Sicherheits- und Berechtigungsfunktionen mit Hilfe des Programms einstellen. Cubby ist zwar an Geschäftskunden orientiert, aber auch ohne Bezahlung oder mit geringem Entgelt können Sie auf die Desktop-Software wie auf die App des Anbieters zugreifen.
- Zum Anbieter: Cubby
Cloud-Speicher im Test: Livedrive
Quelle: PC Games Hardware
Livedrive
Ein ganz besonderes Geschäftsmodell hat der Cloud-Dienst Livedrive. Hier gibt es keinen kostenlosen Service, schon der geringste Speicher muss bezahlt werden. Für 4 Euro im Monat erhalten Sie dafür die Möglichkeit, so viel Speicher wie nötig zu belegen - allerdings nur für einen PC. Diese Variante ist ideal, um wichtige Daten zwischenzuspeichern, ein echtes Sharing zwischen verschiedenen PCs ist so allerdings noch nicht möglich. Mit 8 Euro im Monat ist dann auch ein voller Sharing-Dienst zwischen verschiedenen Geräten möglich, Sie haben sogar sehr kostengünstig Zugriff auf 2 Terabyte.
Sie können hier auch Musik und Videos direkt in der Cloud abspielen, außerdem speichert Livedrive die letzten 30 Versionen einer überschriebenen Datei. So können kaum Daten verloren gehen. Die Server stehen innerhalb der EU, die Daten sind mit einem 256-Bit-Schlüssel gesichert. Sollten Sie allerdings mehrere PCs miteinander konstant synchronisieren wollen, müssten Sie zusätzlich Geld in die Hand nehmen.
- Zum Anbieter: Livedrive
Cloud-Speicher im Test: Mega
Mega
Auch Kim Schmitz aka Dotcom darf mit seinem Angebot von kostenlosen 50 Gigabyte an Cloud-Speicher natürlich nicht fehlen. Mega, das Nachfolgeprojekt von Megaupload, bietet einige Vorteile gegenüber anderen Cloud-Diensten. Die Server stehen in Neuseeland und Deutschland, wobei es höchstwahrscheinlich auch noch andere Standorte gibt. Prinzipiell können die Daten auf den deutschen Servern also nicht so einfach von einer Behörde eingesehen werden, Neuseeland arbeitet hingegen mit dem amerikanischen Geheimdienst zusammen. Die Daten liegen verschlüsselt auf den Servern von Mega, das User-Passwort dient als Basis für diese Verschlüsselung. Mitarbeiter von Mega haben durch die Maßnahme mit dem User-Passwort also prinzipiell keinen Zugang zu den Daten der Kunden. Allerdings könnte das Passwort beim Login der User abgegriffen werden. Hierfür gibt es aber keine Beweise, eine AES-128-Verschlüsselung sichert den Transfer.
Browser-Apps und ein Sync-Client sorgen dafür, dass die Dateien auf dem PC ohne große Probleme ihren Weg in die Cloud finden. Das Design ist dabei sehr übersichtlich, Drag&Drop-Funktionen sowie eine Upload-Anzeige ermöglichen ein übersichtliches Handling mit den eigenen Dateien. Email-, Chat- und Video-Features sollen noch dieses Jahr erscheinen.
Mega befindet sich derzeit noch klar im Aufbau, allerdings könnten einige User bei Kim einen Platz finden - immerhin sind kostenlose 50 Gigabyte Cloud-Speicher ein gutes Angebot. Ob man Mega nun mehr oder weniger vertraut als Dropbox und Co., bleibt jedem selbst überlassen. Auch das in den vergangenen Jahren zweifelsohne fragwürdige Geschäftsgebaren des in Deutschland geborenen Selfmade-Millionärs könnte einen Ausschlag für die Entscheidung pro oder contra Mega sein.
- Zum Anbieter: Mega
Cloud-Speicher im Test: Sugarsync
Der Anbieter Sugarsync zeichnet sich vor allem durch seine hohe Flexibilität aus. Sie können hier alle Ordner oder Dateitypen von Ihrem PC direkt markieren und in die Cloud hochladen. Sobald Ihre Dateien mit Sugarsync einmalig verbunden wurden, synchronisiert der Dienst automatisch die Cloud-Dateien mit denen auf Ihrem PC. Sollten Sie also ein Update in Ihrer Word-Datei auf Ihrem PC vornehmen, wird dieses Update auch gleich in der Cloud übernommen.
Sugarsync
Sie können dann ohne manuelles Synchronisieren oder direktes Arbeiten in der Cloud die Dateien auf anderen Geräten verwenden, denn die Sugarsync-App unterstützt alle Smartphone- wie auch Desktop-Oberflächen. Für 90 Tage sind 5 Gigabyte kostenlos verfügbar, dieses Angebot lässt sich aber nur schwer auf der Online-Seite des Anbieters finden. Für mehr Speicherplatz und eine unbegrenzte Nutzung müssen Sie mindestens 7,49 US-Dollar für 60 Gigabyte im Monat ausgeben. Sollten Sie gleich im Voraus die Gebühren für ein Jahr bezahlen, erhalten Sie eine weitere Vergünstigung. Sugarsync richtet sich vor allem an Unternehmen und Geschäftskunden, die Ihre Dateien an mehreren Orten und unterwegs bearbeiten müssen.
Hier ist neben der Cloud-Funktion der Remote Wipe sehr interessant: Synchronisierte Dateien auf dem PC können mit Hilfe dieses Tools auch über Sugarsync gelöscht werden. Sollten Sie also keinen Zugriff mehr auf Ihren PC haben, oder Ihr Smartphone wurde gestohlen, können Sie so über einen externen Dienst auf Ihre Dateien zugreifen und diese löschen. Außerdem können Sie Ordner und Dateien mit einem Passwort versehen, um Ihre geteilten Inhalte nicht jedem User zugänglich zu machen. Ein 256-bit AES-Schlüssel und eine TLS-Verschlüsselung sorgen für die Sicherheit der Dateien in der Cloud.
- Zum Anbieter: Sugarsync
Cloud-Speicher im Test: Wuala
Der Cloud-Speicher von Wuala hat sich im Zuge des Abhörskandals zu einer echten Alternative zu Dropbox und Co. entwickelt. Der Anbieter verschlüsselt die Dateien nämlich bereits beim User, der durch sein Passwort die hochzuladenden Dateien bereits codiert. Da das Userpasswort nie an den Anbieter geschickt wird, kann selbst dieser nicht auf die Dateien schauen. Darüber hinaus werden die mit einer AES-256-Verschlüsselung ausgestatteten Dateien gestückelt an mehreren Standorten gespeichert. Die Server selber stehen in der Schweiz, in Deutschland und in
Wuala
Frankreich. 5 Gigabyte stehen Ihnen hier kostenlos zur Verfügung, weitere 20 Gigabyte sind für 2,99 Euro im Monat zu kaufen.
Für 100 Gigabyte zahlen Sie bei Wuala 9,99 Euro im Monat, was ein normales Angebot darstellt. Das Arbeiten mit dem Cloud-Dienst unterscheidet sich dabei nicht deutlich von anderen Anbietern, auch hier können Sie Links verschicken, über einen internen Kontakdienst mit anderen Wuala-Mitgliedern Ihre Dateien teilen und mit verschiedenen Versionen und Updates Ihrer Dateien hantieren. Wuala lässt Sie entscheiden, in welchem Intervall Sie Ihre lokalen Dateien mit denen in der Cloud synchronisieren lassen möchten. Das Feature, direkt in einer gemeinsamen Cloudgruppe mit anderen Mitgliedern an einer Datei zu arbeiten, ist leider auf die Business-Variante von Wuala begrenzt.
- Zum Anbieter: Wuala
Cloud-Speicher im Test: Owncloud
Während andere Cloud-Dienste dem Kunden Speicherplatz auf irgendwelchen unbekannten Servern anbieten, steuert der Anbieter ownCloud in die entgegengesetzte Richtung. Im Endeffekt handelt es sich hierbei nicht um einen Cloud-Speicher, sondern um eine Software, die auf einen von Ihnen ausgewählten Server geladen werden kann. Besonders interessant ist diese Variante für alle Firmen, bei denen Mitarbeiter sensible Daten auf externe Server außerhalb des Betriebes laden, um diese dann miteinander zu teilen. ownCloud hingegen konzentriert die User auf einen bekannten, via Firewall geschützten, Server und kann dabei mit einer ordentlichen Feature-Liste überzeugen.
OwnCloud
Von der Einrichtung von Unter-Administratoren und Workflows, über Cloud-internes Bearbeiten von Dateien, bis hin zu Kalender, Organizer und Themeing-Funktionen bietet ownCloud ein gutes Portfolio an verschiedenen Features. Besonders interessant ist außerdem die Möglichkeit, verschiedene andere Cloud-Dienste unter dem Mantel der Owncloud miteinander zu synchronisieren. Kein anderer Dienst bietet es an, Cloud-Speicher zu verwalten. Die ownCloud macht für den normalen User, der lediglich einige Dateien teilen möchte, natürlich wenig Sinn.
Für IT-Enthusiasten und Firmen, die am besten auch gleich einen sicheren Server stellen können, ist die ownCloud aber eine sinnvolle Anschaffung, da hier wirklich jede Eigenschaft der eigenen Cloud selbst entschieden werden und so eigentlich keine Information in fremde Hände gelangen kann.
- Zum Anbieter: ownCloud
Hände weg von diesem Anbieter! Bisher zum Ende 2014 war der Dienst kostenlos, dann auf Bezahlung umgestellt. Dagegen ist grundsätzlich nicihts einzuwenden. Aber: die Nachricht über die Umstellung habe ich nicht wahrgenommen und heute festgestellt, dass ich nicht mehr an meine Daten komme. Der Kundenservice reagiert zwar prompt, aber unwillig mir eine einmalige Download-Möglichkeit anzubieten. Stattdessen wird mir geraten, eine Datensicherung auf externe Festplatte oder Stick anzufertigen. Hallo? Warum sollte ich bei denen zahlender Kunde werden, wenn Wuala mir von heute auf morgen den Zugriff auf meine Daten sperrt?