5G-Netze: Telekom bietet mehr als 1 GBit pro Sekunde in Bonn [Update]
Jetzt aktualisiert: In einem Speedtest des Youtubers Tobias Dirking erreicht das 5G-Netz der Deutschen Telekom mehr als ein Gigabit pro Sekunde. Der Wert wurde in Bonn in einem derzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen Netz gemessen. Es wird 5G-Netze vor allem in Großstädten in Deutschland von der Deutschen Telekom und Vodafone geben.
Aktualisierung vom 09.09.2019: Wir haben die News noch um einige Details ergänzt.
Der Auszubildende für IT-Systemelektronik Tobias Dirking hat auf seinem Youtube-Kanal ein Video gepostet, auf dem er verschiedene 5G-Mobilfunknetze in Deutschland ausprobiert. In Bonn hatte er Zugang zum Netz, bevor dieses eigentlich für die Öffentlichkeit freigegeben war. In diesem wurde ein neuer Höchstwert im Livebetrieb gemessen - 1,15 Gbit pro Sekunde. Im Upload wurden maximal 71,3 Mbit pro Sekunde ermittelt. Für den Test wurde das Huawei Mate 20x 5G verwendet.
Aussagekraft der Messungen zweifelhaft
Die ermittelten Werte sind durchaus interessant, allerdings sollte man die Ergebnisse mit Vorsicht genießen. Schließlich bezieht es sich auf ein - zum Testzeitpunkt - noch nicht für alle zugängliches 5G-Netz. Wie uns Tobias Dirking persönlich erläutert hat, hatte er eine handelsübliche SIM-Karte benutzt und konnte sich damit im Test-Netz einwählen. Allerdings sei die Sendeleistung auf etwa ein Viertel reduziert im Vergleich zu einem Sendemast, der für jeden sendet, so die Telekom. Die Leistungsfähigkeit hängt entscheidend davon ab, wie viele Nutzer zeitgleich an einem Sendemast angemeldet sind. Theoretisch sollte der 5G-Standard Datenübertragungsraten von bis zu 10 Gbit pro Sekunde ermöglichen, allerdings ausschließlich im Mikrowellenspektrum. So sollen verschiedene Szenarien möglich werden, die beispielsweise Car2X-Kommunikation oder die Vernetzung von anderen IoT-Geräten umfasst. Der Blick nach Südkorea zeigt jedoch, dass man davon im Alltagseinsatz ein gutes Stück entfernt ist. In der Heimat von Samsung, LG und Hyundai ist man bereits seit einiger Zeit aktiv im 5G-Netz. Dort wird rund um und in Seoul eine Downloadrate von maximal 902,7 Mbit/s erreicht. Es gibt bereits mehr etwa zwei Millionen 5G-Nutzer in Südkorea. Bis Ende diesen Jahres sollten mehr als fünf Millionen 5G-Nutzer aktiv sein.
In Deutschland sind die ersten 5G-Tarife von der Deutschen Telekom und Vodafone erhältlich. Beim Bonner Unternehmen zahlt man für einen Mobilfunkvertrag inklusive 5G 40 Euro im Monat und erhält dafür 6 GB Datenvolumen. Für Kunden unter 28 Jahren, ist der Tarif zehn Euro günstiger. Wenn man unbegrenzt Surfen und Telefonieren möchte, zahlt man 85 Euro im Monat, während man bei Vodafone schon ab 15 Euro im 5G-Netz surfen kann, allerdings mit begrenztem Datenvolumen.
Ebenfalls lesenswert: 5G-Netze: Messungen zu ersten 5G-Mobilfunknetzen - langsamer als erwartet
Fakten zum Speedtest der ersten 5G-Netze in Deutschland:
- Der Youtuber Tobias Dirking testet die Geschwindigkeit von 5G-Netzen in Deutschland.
- Er hat sich bei einem 5G-Netz der Deutschen Telekom eingewählt. Dort konnte er einen Höchstwert von 1,15 Gbit pro Sekunde messen. Dieses Netz war zum Testzeitpunkt noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben, dennoch konnte er sich mit einer handelsüblichen SIM-Karte anmelden.
- In Südkorea, in welchem es bereits mehr als eine Million 5G-Nutzer gibt, liegt die Downloadrate bei maximal 902,7 Mbit/s im Livebetrieb.
- Je mehr User zeitgleich an einem Sendemast angemeldet sind, umso geringer wird die Geschwindigkeit für den Einzelnen. Theoretisch sollte 5G bis zu 10 Gbit/s übertragen können.
- In Deutschland bieten die Deutsche Telekom und Vodafone Tarife für 5G an.
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Quellen: Golem, Lightreading, Mobilegeeks, Deutsche Telekom*, Youtube

Auch wenn man zu einem anderen Anbieter wechseln würde, muss der die Leistung von der Telekom mieten, die bekommt also immer ihr Geld.
Dazu:
Ein Jahr Funkloch-App: Nutzer und Anbieter empfinden anders | heise online
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Wie man diese 1 Mio Eigeninvestition (wenn es dabei bleibt) mit ein paar hundert real gebuchten Anschlüssen in überschauberer Zeit (=10-15 Jahre) wieder reinholen soll, ist mir ein Rätsel. Sowas müssen die Stadtwerke im Gegensatz zu gewinnorientierten Unternehmen aber auch nicht.
Infrastruktur gehört für mich nunmal nicht privatisiert, wenn die Gesellschaft der Meinung ist, gesamthaft in der Fläche versorgt werden zu wollen. Das Selbe gilt aber z.B. auch für den sozialen Wohnungsbau oder große Teile der Gesundheitsversorgung.
Was wirklich zur Verbesserung des Mobilsurfens notwendig ist, ist die Abschaffung der Volumentarife und eine deutlich bessere Latenz. Und darüber sagt der Test nichts aus.
Was den Glasfaserausbau angeht bin ich einer der Glücklichen, die in einer 45k Einwohnerstadt schon seit etwa 5 Jahren eine Glasfaserleitung bis zum Router hat. Theoretisch bekomme ich zuhause so auch 1Gbit rein und 500Mbit Uploadspeed. Aber mir persönlich ist das ganze keine 120€ im Monat wert
Positiv ist allerdings, dass wir hier auch mit 4 Receivern ohne Probleme Entertain nutzen können und auch mehr als 10 Sendungen gleichzeitig aufnehmen können. So bin ich nicht gezwungen zu dem Vodafone-Haufen zu kriechen,..
Was in Kleinstädten passiert, wenn dort die Stadtwerke ausbauen, erleben wir hier gerade. Das Zentrum ist mit FTTH erschlossen, das Geld für den Ausbau der Randbezirke ist bewillig (insg. 21 km Leitung, geplante Kosten betragen 2,4 Mio, davon 1,35 Mio Fördergelder). Nur findet sich kein Bauunternehmen, das zu ansatzweise akzeptabelen Preisen bauen will. Nun mag es zwar sein, dass sich die Stadtwerke um mind. 40% verkalkuliert hatten (trotz vorigen Erfahrung), aber gebaut wird trotzdem nicht.
Wie man diese 1 Mio Eigeninvestition (wenn es dabei bleibt) mit ein paar hundert real gebuchten Anschlüssen in überschauberer Zeit (=10-15 Jahre) wieder reinholen soll, ist mir ein Rätsel. Sowas müssen die Stadtwerke im Gegensatz zu gewinnorientierten Unternehmen aber auch nicht.
Infrastruktur gehört für mich nunmal nicht privatisiert, wenn die Gesellschaft der Meinung ist, gesamthaft in der Fläche versorgt werden zu wollen. Das Selbe gilt aber z.B. auch für den sozialen Wohnungsbau oder große Teile der Gesundheitsversorgung.