Google: KI-Suche ganz einfach deaktivieren [Update 2]
Google hat auf der I/O 2026 den größten Umbau der Suche seit über 25 Jahren angekündigt. KI-Agenten, generative Benutzeroberflächen und das Aus der blauen Links bedrohen die Zukunft von Magazinen wie PCGH - ein Weckruf für alle Leser.
UPDATES
Original-Meldung vom 20. Mai 2026:
Im Rahmen seiner hauseigenen Entwicklerkonferenz Google I/O 2026 hat der Suchmaschinen-Riese am 19. Mai 2026 den umfassendsten Umbau der Google-Suche seit über 25 Jahren angekündigt. Die klassische Ergebnisseite mit ihren legendären "zehn blauen Links" weicht einem KI-gestützten intelligenten Suchfeld - inklusive Informationsagenten, generativ erzeugter Benutzeroberflächen und diverser persönlicher Mini-Apps. Vieles davon läuft dauerhaft im Hintergrund ab.
Googles KI-Suche ist existenzbedrohend - auch für PCGH & Co.
Was Google als nächste Evolutionsstufe der Suche feiert, könnte für Fachmagazine wie PC Games Hardware zur existenziellen Bedrohung werden. Denn wo die KI bereits auf der Ergebnisseite antwortet, klickt wohl niemand mehr durch. Wer PCGH auch in Zukunft als zuverlässige Quelle nutzen möchte, sollte deshalb unbedingt unsere Meldung zu den "bevorzugten Quellen" der Google-Suche lesen und die dort beschriebenen Klicks tatsächlich auch tätigen. Für uns ist das wichtig.
KI-Agenten arbeiten immer - auch ohne den Klick auf PCGH
Parallel führt Google sogenannte Informationsagenten ein, die rund um die Uhr im Hintergrund arbeiten und Nutzer aktiv über Neuigkeiten informieren sollen. Wer sich beispielsweise für die neuesten Geforce-Grafiktreiber, Ryzen-CPUs oder Valves Steam Frame interessiert, bekommt die Updates künftig als KI-generierte Zusammenfassung in die Google-App geliefert - ohne jemals eine Fachseite wie PCGH zu besuchen. Die AI Overview von Google wird bereits heute von 2,5 Milliarden Menschen monatlich genutzt, eine Milliarde greift auf den dialogbasierten KI-Modus zu. Die neuen Funktionen nehmen die blauen Links aus dem Fokus der Google-Suche.
Auswirkungen sind schon jetzt spürbar - auch für PCGH
Die Folgen für die Verlagswelt sind bereits messbar drastisch: Tech-Magazine wie Business Insider, HuffPost und Digital Trends haben in den vergangenen 24 Monaten zwischen 30 und 97 Prozent ihres Google-Traffics verloren. Allein in der äußerst umkämpften Gaming-Branche fielen seit Oktober 2023 laut den Recherchen des Dienstleistungsunternehmens "Press Engine" (via VGC) bereits über 4.000 redaktionelle Jobs weg. The Game Business schlug schon im April des vergangenen Jahres erstmals Alarm und beleuchtete die Missstände.
Die Top 135 der Videospiel-Webseiten haben im ersten Quartal dieses Jahres über 635.000 Artikel veröffentlicht, wie die Daten von Press Engine zeigen. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 13 Prozent bzw. über 100.000 Artikeln im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2024.
— The Game Business am 24. April 2025
In einem rund einstündigen YouTube-Video kommen mit Jon Hicks und Kat Bailey zwei Medienexperten zu Wort, welche zuvor für Größen wie IGN, Gamer Network und ReedPop tätig waren, und beschreiben den Ernst der Lage für die gesamte Branche.
Auch für PCGH sind die Auswirkungen bereits spürbar, und so verzeichnen wir seit Jahresbeginn in etwa 30 Prozent weniger Klicks auf organische Suchergebnisse. Die Leserschaft von PCGH setzt sich dabei aus Stammlesern, externen Besuchern von Reddit, Facebook & Co. und Google zusammen. Die Klickraten über Google sind dementsprechend stark rückläufig und das trifft die gesamte Branche.
Inhalte von PCGH erscheinen dann deutlich häufiger im Bereich "Schlagzeilen" der Google-Suche, in Google News und in der Google-App. Erste Zahlen von Google selbst belegen: Leser klicken doppelt so häufig auf Ergebnisse, wenn sie eine Seite zuvor als bevorzugte Quelle markiert haben. Es ist ein kleiner, aber wichtiger Hebel in einer Zeit, in der die KI-Suche unabhängigen Fachjournalismus zunehmend ins Abseits drängt, und vielleicht der entscheidende Grund, warum Meldungen wie diese in Zukunft überhaupt noch erscheinen werden. Vielen Dank für eure Unterstützung.
Wir haben nichts gegen KI oder Auffindbarkeit [Update]
Aktualisierung vom 21. Mai 2026:
Markus Wollny, Head of Development unseres Verlages, der Computec Media GmbH, bringt es in seinem äußerst lesenswerten Kommentar zum aktuellen Thema präzise auf den Punkt: "Wir haben nichts gegen KI oder Auffindbarkeit", so der Experte in seinem ausführlichen Beitrag im PCGH-X-Forum.
Aber das aktuelle Modell läuft darauf hinaus, dass die Content-Produzenten die komplette Wertschöpfung vorfinanzieren, während die eigentliche Nutzung und Monetarisierung woanders stattfindet. Und das kann auf Dauer für das offene Web schlicht nicht funktionieren.
— Markus Wollny, Head of Development der Computec Media GmbH
Markus Wollny erklärt, wie sich Google aktuell einen unfairen Vorteil verschafft und weshalb wir als Redakteure, Redaktion und Verlag ein Problem damit haben, wenn die LLMs unsere Inhalte abziehen, zusammenfassen und direkt durchreichen, ohne dass wir in irgendeiner Form kompensiert werden.
Wenn die gesuchten Informationen vom Bot geliefert werden und sogar Nachfragen direkt dort möglich sind, die dann ebenfalls aus den von uns gelieferten Daten gefüttert werden, dann bekommen wir exakt niemals einen Klick (...)
— Markus Wollny, Head of Development der Computec Media GmbH
Weshalb sich Content-Produzenten wie PCGH aktuell "wie Guppys" fühlen, beschreibt er sehr anschaulich.
Momentan sieht es so aus, als hätte jemand ein paar richtig fette Barsche ins Guppy-Becken gesetzt.
Die sind auch hübsch, fressen halt die Guppys und was mit denen und den Guppys ist, wenn alles zu Barsch-Exkrement verdaut ist, darüber machen wir uns dann halt vielleicht mal morgen Gedanken.
Also wenn die Guppys verschwunden sind und das Aquarium so gut wie leer und die Barsche sich gegenseitig hungrig beäugen.
— Markus Wollny, Head of Development der Computec Media GmbH
Den gesamten Kommentar von Markus Wollny findet ihr im PCGH-X-Forum. Die Redaktion von PCGH bedankt sich bei allen Lesern, die PCGH bereits als bevorzugte Nachrichtenquelle in ihren Google-Einstellungen hinterlegt haben.
So lässt sich Googles KI-Suche deaktivieren [Update 2]
Aktualisierung vom 23. Mai 2026:
Jusuf Hatic, seines Zeichens freier Redakteur für PCGH, GameStar Tech und andere Publikationen, hat im PCGH-X-Forum einen nützlichen Tipp geteilt und erklärt, wie sich die neue KI-Suche von Google entsprechend zähmen lässt. Mittels Google-Webreiter kriegt man das "alte" Google wieder, "ohne KI-Übersicht und den Schmu".
Das kann man entweder per udm=14-Parameter forcieren, oder so:
Quelle: Jusuf Hatic
Mit diesen Einstellungen lässt sich die neue KI-Suche von Google deaktivieren.
Wir als Redaktion von PCGH und freie Mitarbeiter freuen uns über jeden Leser, welcher uns sein Vertrauen schenkt und PC Games Hardware als bevorzugte Nachrichtenquelle in seinen Google-Einstellungen hinterlegt hat.
Ihre Meinung ist gefragt!
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Quelle: Google via TechCrunch / Insider Gaming / VGC

😁
(Ich verdächtige das drittletzte Zeichen - das dürfte ich vorgestern ausgelassen haben - unbeabsichtigt).
Da die Webseiten von PCG und PCGH dieselbe Datenbank zur Authentifizierung benutzen, ist es eigentlich ausgeschlossen, dass der Login mit den PCGH-Zugangsdaten bei PCG nicht funktioniert. Bitte überprüfe ggf. nochmals die eingegebenen Zugangsdaten, vielleicht ist da irgendein Autocomplete-Tool in Deinem Browser aktiv.
Falls Du weiterhin Probleme mit dem Login hast, sende bitte die genaue Fehlermeldung per E-Mail an [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen].
Danke!
Viele Grüße
Markus
Es ist kein Problem: PCGH wird einfach so in die Schweiz geliefert - wie ja viele Tages - und Wochenzeitungen auch